Toronto  und  Sehnsuchtsort Niagarafälle

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Subway, der Weg ist gar nicht weit, man weist mir den Weg in die Mitte der Stadt, ist doch gar nicht so schwer, was wirklich schwer ist das ist der Rucksack den ich trage, der hat sicher wieder 10Kg.

Dann Aussteigen, wo geht’s lang? Aus  diesem Subway finde ich kaum heraus, so viele Gänge, so viele Möglichkeiten, so viele Exits, wohin die wohl alle führen? Dann endlich oben angekommen, Hochhäuser ringsum, bin ich versehentlich in New York gelandet?

Mit Stadtplan in einer und dem Rollrucksack in der anderen,  ziehe ich los, es scheint endlos. Endlich finde ich das HI Hostel international, für eine für 1 Nacht,  mehr war nicht frei. Blauäugig dachte ich nicht weiter als bis zum nächsten Tag, viel zu kurz gedacht, in die Stadt wollen wohl alle.

Im Internet, alle Hostels werden als ausgebucht angezeigt. Irgenwie bin ich dann doch an ein Bett für drei Nächte im “Planettraveler Hostel” gekommen.

Juchchu, wiedermal ein Grund zum Jubeln, aber es kommt noch besser, viel besser. Ausgeschlafen in jeder Hinsicht, scheint mir heute, das Glück ist doch immer wieder auf meiner Seite.

Im Hostel erfahre ich, ich habe in einem Männerzimmer ein Bett gebucht, soso! Doch das Planettraveller ist ein super schönes Haus, da will ich bleiben, aber natürlich nicht im Männerzimmer , was nun ?

planettraveller.com

Da ist Kathrin, eine junge Frau aus Hannover, die dort arbeitet, sie verspricht nochmal alles zu durchforsten und mir gleich zu sagen ob’s klappt, gleich, naja in einer Stunde.

Schon alleine dieser Wohn-, Ess-, Aufenthaltsraum, sowas von angenehmer Atmosphäre, ich bin sofort entspannt im Gespräch mit einem Mann mittleren Alters aus England, der in Deutschland wandern möchte, gleich lade ich ihn ein, weil es doch am Rhein so schön ist, zum Wandern am Rheinsteig und auf den Traumpfaden an Mosel, Nahe und Ahr.

Dann kommt Kathrin, sie hat die gute Nachricht, ich kann bleiben und muss nicht ins Männerzimmer, welch eine Glück.

Gleich eine Strasse weiter ist der Kensingtenmarket, eines der wichtigen Erlebnisviertel der Stadt.

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Kleine, alte Läden, Musikkneipen, Livemusik auf der Strasse,  Petticoates, Esoterikläden, Gemüsehändler, indische Läden, Restaurants aus aller Welt, Otto aus Berlin hat auch was gekocht, bei sehr warmen Temperaturen um die 32 °, spielt sich alles draußen ab,  die 50 70 Jahre grüßen aus allen Ecken. Will sich Kanada dieses Lebensgefühl irgenwie bewahren?

 

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Doch Carime, eine Mexikanerin, die ich kennen lerne bei der Tour zu den Niagarafällen, meint, das gibt es doch in Deutschland auch. Sie hat dort 4 Jahre gelebt.

Das chinesische Viertel grenzt direkt an dieses, das macht die Exotic dieser Gegend perfekt und steht im krassen Gegensatz zur unglaublich schicken aber hektischen Stadt, mit ihrer Finanzwelt.

Niagarafälle,  1,5 Std Fahrt mit dem Bus, nachdem alle Gäste abgeholt sind.

Mit der jungen Frau neben mir bin ich bald im Gespräch, Carime,  Mexikanerin, hat in Hamburg & München gelebt, und ist jetzt in Vancouver, da wollen wir dann beide am gleichen Tag hin.

Doch jetzt erst mal zu den Niagarafällen.

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Gigantisch, anzusehen, denn es sind ja gleich zwei beeindruckende Fälle. Dann mit dem Boot direkt hinein in den Nebel, den der Wasserfall aufwirbelt beim Herabfallen der Wassermassen.

Ein unvergessliches Erlebnis, eines der größten bisher.

Carime sitzt mit mir dann später an der Kante mit Blick auf das große Geschehen, von diesem Naturschauspiel kann man wohl kaum genug kriegen. Wir sind beide fasziniert.

Sie erzählt von ihren Reisen, ist auch einmal ein Jahr lang unterwegs gewesen, hat jede Menge Reiseerfahrungen.

Der Nachhauseweg wird unterbrochen von einem Spaziergang durch Niagara on the Lake, einem zauberhaften Örtchen, wirkt ein wenig wie geschminkt, hergerichtet für den Niagaratourismus, der unbeschreiblich ist. Menschenmassen werden durch geschleust, Tag für Tag in diesen Sommermonaten  Tausende.

Dann noch zur Weinprobe, die besondere Lage lässt es zu, dass dort hervorragender Eiswein produziert wird, den wir verkosten. Eiswein ist eigentlich eine Produkt aus Deutschland, was die Kanadier übernommen haben, sie machen das gut.

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Central Island                                                                   Skyline Toronto aus Islandsicht

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Füsse im Ontario see                                                         die bunten Holzstühle waren überall in Kanada bei                                                                                                 den Häusern zu sehen  

Als ich am kommenden Tag die Central Insel und den Musikgarten besuche, merke ich wie lebenswert die Stadt ist und wie liebenswert die Menschen sind, trotz ihrer Größe. Als ich am Eisstand nach Kleingeld für die Straßenbahn frage, schenkt mir eine Frau einfach eine Fahrmünze, ich brauche dann kein Kleingeld.

Am Abend treffe ich mich Karime und einem Freund von ihr, wir gehen mexikanisch Essen, sowas wie Polenta mit Spinat und natürlich Guacamole, die allseits bekannte Avocadocreme. habe ich ausgesucht.

Carime sagt, ich solle doch zu ihr kommen, in Vancouver.

Was  ist das für eine unglaubliche Einladung, meint sie das ernst? Ich hab doch für 3 Tage im Hostel gebucht. Macht doch nichts, da kannst du früher abhauen, sagt sie. Die Einladung steht, ich werde es mir überlegen, wir kontakten über wathsapp.

Und was soll ich sagen, ob ihr es glaubt oder nicht, heute bin ich bei ihr “eingezogen”. Diese Zeilen schreibe ich in einem wunderschönen Appartement, im 4 Stock, im “Hochsicherheitstrakt” in Vancouver. 33 Stockwerke, Einlass  & Fahrstuhlbenutzung nur mit  Code, bestens gesichert. Ziemlich das Gegenteil von Hostel.

Das ist das zweite Couchsurfing, das sich so ergibt.

Die Welt ist sowas von vielfältig, wie wenig hab ich davon bisher erfahren.

Davon im kommenden Erlebnisbericht.

Jedenfalls bin ich völlig versöhnt aus Toronto abgereist.

www. planettraveler.com, ein Hostel vom Feinsten, es gab nie was besseres vorher.

Liebenswerte, kontaktfreudige, hilfsbereite Menschen wohin man schaute und wohin man kam in diesem Haus. Besonders natürlich Kathrin aus Hannover.

Vancouver – schönste Stadt der Welt ?!

Ich platze bald vor Neugierde auf diese Stadt, der Flug ist unruhig, komme ich überhaupt dort an.

Soviel hab ich davon schon gehört, gelesen, in der Mediathek gesehen, erwarten mich wirklich diese Superlativen?

Blauer Himmel, blaues Meer, viele Inseln, Flüsse, wie Edelstein in der Sonne glitzernde Seen, nur dunkle Dächer, keine bunten, wie in der Gaspesie, sehe ich von oben als wir landen.

Die Luft ist anders hier  ganz anders, klarer, heller, frischer, es weht ein leichter Wind vom Meer her, die Möwen sind allgegenwärtig mit ihren hohen schrillen Schreien. Das Licht scheint mit Goldfäden durchzogen, alles scheint zu strahlen, fast wie mit einem  zarten Goldschleier überzogen. Das viele Grün erstrahlt im Goldgrün, das Sonnenlicht scheint sich in allem zu spiegeln, das viele Glas der Hochhäuser spiegelt Sonne, Meer und Himmel.

Die Stadt birgt wirklich Überraschungen, alleine diese ersten Eindrücke lassen erahnen, was sich dann  mit jedem Schritt verwirklicht. Die Waterfront zu zwei Seiten mit den Häfen für die unterschiedlichsten Schiffe und Boote.

Ich fahre mit den Bus, Seniorentarif für Menschen über 60, in ganz Kanada auch bei Eintritten manchmal.

Zuerst zur Granville Island, eine kleine Halbinsel eine Super Einkaufs-Mal. Alles was es zu essen gibt auf der Welt scheint es hier zu geben, jedenfalls für alle die das nötige Kleingeld oder besser Großgeld haben.

Dann die Kunstläden in den Markthallen mit wunderschönem Kunsthandwerk, auch das alles was eine Herz begehren könnte, richtig gute Qualität , viel geschmackvolles, edles, wertvolles, kein Touristenramsch.

Fast hätte ich mir den Bären aus der Gaspesie, auf ein T-shirt drucken lassen, aber das Foto schien mir doch nicht gut genug, war wohl doch zu nervös als ich es gemacht h

ab.

Nichts kaufen zu können ist sehr entspannend, ich bin sehr zufrieden mit diesem Umstand ,es ist befreiend. Anschließend ein langer Spaziergang an der Waterfront auf der anderen Seite der Stadt.

Ziel war der Stanly-Park, doch da hatte ich mit zuviel vorgenommen, viele Kilometer  am Ufer entlang über Asphalt, mit wunderschönen Aussichten haben mich geschafft.

Dann noch Vancover Island,

Der raschen Gefühlswechsel, was auch von anderen Reisenden berichtet wird.

Perce, spektakulärer Felsen und Vogelinsel

Mit  Wehmut  habe ich Gaspe in Richtung südliche Halbinsel verlassen, denn die Bären ließen mich nicht los.

Sabrina fuhr mit mir, eine junge Frau aus Montreal, die trampend unterwegs war. Es sind nur 65 Km bis dort hin, aber  dennoch, eine andere Welt.

Perce ist ein quirliger kleiner Ort, touristisch aber nett.

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Die Schiffstour, bei strahlendem Sonnenschein, um die Felsformationen  und dann zur Insel der nistenden Vögel, ist ein Muss.

In jedem Jahr kommen hier ein halbe Mio. , ich glaube es sind Fregattvögel her um ihr Jungen zu bekommen. Sehen wirklich schön aus , schauen aber recht ungehalten drein, wie ich finde.

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Hummer,Hummer, Hummer, werden in jedem Restaurant in allen Variationen angeboten, in Crepes, auf dem weißen Brot, mit Fritten, ich kann mich diesen Angeboten nicht mehr entziehen, ich  muss doch einmal in meinem Leben einen Hummer essen. Also schon wieder ein MUSS!

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Eine Erfahrung die ich hätte missen können.

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Hostel Maison rouge, ein nettes aber straff geführtes  kleines Haus, sehr günstig und ein muss für Leute die es urig mögen, sehr zu empfehlen.

Hier lerne ich Sylvie kennen eine Frau in meinem Alter , die auf Hawai lebt und dort mit den Delphinen schwimmt,  mit Menschen die das erleben möchten und  die sich alleine nicht trauen.

Schade, sie ist noch unterwegs wenn ich dort bin, sonst hätte ich das gern mit ihr einmal versucht.

Ob ich mich alleine traue? Mal sehen!

 

Weiter geht’s , an der Küste entlang. Die Empfehlungen, die in jedem Hostel neu dazu kommen, sind wohl kaum alle “abzuarbeiten”. Bonaventure, nächstes Ziel.DSC_0301

Waterloo

gemütlich bin ich so 150 km  in bezaubernder Küstenlandschaft gefahren, mal zerklüftet, mal lieblich mal hügelig, mal flach, mal das große Meer an der Seite, mal wieder eine Landzunge überquert, die Dörfer mal malerisch, manchmal auch langweilig, die Häuser weit verstreut, die Dörfer sind nicht abzugrenzen, ziehen sich von einem zum anderen Ort.

Plötzlich kommt mir in den Sinn, ich hab vergessen die Sachen aus dem Kühlschrank mitzunehmen, ach ist egal , denke ich noch, doch dann wird mir klar, da steht auch meine  überaus wichtige Zitronenpresse, ein Plastikbecher mit Deckel, der innen einen Presse ist. Zitronensaft benötige ich immer um meine Haare zu festigen, nach dem Waschen. Dieses Teil, uralt,  ist durch nichts zu ersetzen, diese Methode ist einzigartig, ich empfehle sie hier wärmstens. Nur bei hoher Luftfeuchtigkeit nicht so doll.

Was nun, in mir entbrennt ein Streit. wie sich wohl zumindest JEDE vorstellen kann, oder?

Ach, erst Mal noch zum nächsten Ort, eine schöne Wanderung am Fluss machen, dann wird sich eine Idee einstellen. Dazu ist eine Fahrt von 15 km ins bäuerliche Hinterland  erforderlich, dort wird die Besiedlung schon sehr dünn und ländlich.

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Der Wanderweg geht zu einem Tobel, der wird auch shutte genannt, er ist das einzig interessante an diesem 12 km langen Weg. Mmmh, warum nun dieses, frage ich mich als ich über die Fußgängerbrücke zum Auto zurück gehe. Es wird langsam kühl, ich doch meine dünne Hanfjacke anziehen, die ich um die Hüften gebunden hatte während des Wanderns.

Doch wo ist die ?? Dort war sie nicht mehr!!

Doch im Rucksack,  nööö, jetzt brat mit doch en Storch, die hab ich verloren.

Doch wo auf den 12 Km?

Die kann ich auf keinen Fall zurücklassen, das zweite Teil heute was verloren zu gehen droht. Die Details erspare ich Euch.

15km zurück zur Küste eine Unterkunft suchen, das ausgesuchte Hostel ein verlockendes altes Chateaue erreiche ich nicht mehr.

Ein Motel bietet sich an, leider sehr teuer, Abendessen in diesem Schuppen spare ich mir,.

Der Entschluss steh fest, ich mache die langweilige Wanderung nochmal um die Jacke zu finden und fahre dann zurück um meinen wertvollen Plastikbecher zu holen.

Ich versuche Sylvie zu schreiben, die noch im Hostel ist, da stell ich fest keine wifi.

Ich spreche mit der Chefin, die eigens geholt werden muss, und handle auf Grund dieses Mangels den Preis für das Zimmer runter.

Am nächsten Morgen fahre ich um 6:00h zu besagtem Wanderweg, gehe diesen nochmal und finde ganz am Ende bei meiner letzten Pipa, die Jacke.

Um eventuellen Bärenbesuch zu vermeiden, pfeife ich die kleine Nachtmusik, denn Bären mögen keine Pfeiftöne, und ich alleine im abgelegenen Wald mochte an diesem Tag keine Bären.

So schnell verändert sich die Stimmung.

Ich fahre zurück zum Maison rouge, treffe Sylvie nicht mehr, kann aber meine Sachen noch holen.

Das war Waterloo.

 

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Dann über Gaspe und den langen Wald, 85 Km kein Haus, keine Ortschaft nur Wald zu beiden Seiten, bis nach Saint Anne des Montes, an der Nordküste der Gaspsie. Übernachtung in einer alten Schule, schlafen im Keller.

Am nächsten Tag  eine schöne Fahrt nach Riviere de Loop, in ein sehr nettes Hostel, wo ich mich dann von der Gaspesie verabschiede.

Zurück noch 200Km bis Quebec, wo ich das Auto abgeben muss.

Wir haben uns doch an einander gewöhnt, war  praktisch nicht immer alles dabei haben zu müssen, da wird man schnell etwas lässiger. Und siehe da vergisst wichtiges.

Zwei Dinge die ich gelernt hab an diesem Waterloo:

  • beim Abreisen alle Gedanken zusammen, sich keine Nachlässigkeit  erlauben.
  • alle Anziehsachen, die ich nicht unmittelbar benötige, in den Rucksack

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Ja, vieles musste ich lernen in diesen ersten 4 Wochen dieser Reise, viele interessante Erfahrungen durfte ich machen.

Wichtige Adresse von Natascha Vogel aus Bayern für die weiterreise ist die Mitfahrzentrale für Kanada:

Kangaride.com, dort buche ich eine Mitfahrt von Quebec nach Toronto.

Schneller & billiger als der Bus, ein junger Mann aus Frankreich fährt sicher & unterhaltsam 8 Stunden.

Um 20:ooh stehe ich dann irgendwo in Toronto an einer Tankstelle. Zum ersten mal das Gefühl von Verlorenheit in dieser 5. Mio  Stadt mit schwerem Gepäck.

 

Gaspe die Hauptstadt & der sagenhafte Park Forillon

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Nach der regenreichen aber dennoch angenehmen Fahrt, klart es kurz vor Gaspe auf und die Sonne empfängt mich in der hügeligen, bewaldeten Naturparklandschaft.

Es war gut die malerische  Küstenstrasse 132 weiter zu fahren, die Abkürzung wäre sicher nicht so schön gewesen.  Dann sehe ich, von einem der Hügel herunter kommend, mit einem Mal die weit ins Land hineinreichende Bucht, noch erkenne ich keine Details. Ein lange Brücke führt über das sumpfige Endstück der Bucht.  es dauert und dauert bis endlich die Stadt erreicht ist.

Ja wo ist sie denn, eine breite Kreuzung rechts einige Häuser, nah fahr Mal weiter das ist sicher erst der Beginn, denke ich. Doch hopppla, da geht es schon wieder heraus aus der Stadt. Es ist eine Stadt, die Hauptstadt der Region, doch für  meine Vorstellung mutet sie eher dörflich an.

Ein bisschen wie das Ende der Welt, so hat es Bernhard, der im letzten Jahr hier war, und mich  inspirierte dorthin zu fahren, ebenfalls empfunden.

Die Auberge la Merluche, liegt direkt an der Strasse neben anderen großen Hotels, zwei Häuser weiter das Kongresshotel, erstes Haus am Platze, gegenüber eine Zeile von kleinen Restaurants, dahinter das Meer, in der waldigen Gegend liegen die meisten Häuser dann weit verstreut.

Um 23:00h ist hier Ruhe, in der ganzen Stadt auch auf der Hauptstraße. Schlafen ist also kein Problem, das war es bisher aber an keinem Ort.

Am nächsten Morgen, gut ausgeschlafen, folge ich, bei strahlendem Sonnenschein, dem Vorschlag einer Belgierin, Charlotte, die hier arbeitet, in den Park Forillon zu fahren zum Wandern. Zu sehen ist er von Gaspe aus, liegt aber 30 Km auf der anderen Seite der Bucht.

Zunächst laufe ich die Wege bis zur Bucht, ein Abstieg zu einem Aussichtspunkt zu dem spitzen Felsen, der wie ein riesiger Schiffsbug aussieht, nehmen nur noch wenige. Dort tummeln sich einige Seehunde in den heran brausenden Atlantikwellen. Endlich zeigen sich mir auch einmal Meerestiere, sie sind so possierlich und treiben ein wildes Spiel mit eintauchen und wieder rausschauen aus den Fluten, dass es eine Freude ist. Lange verweile ich dort,  ja,  ja natürlich mit der Hoffnung auch nochmal einen Wal zu sehen, vielleicht etwas länger als nur 5 Sekunden Rückenflosse. Doch das soll wohl nicht sein

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Den Weg zurück nehme ich mutig durch den Wald, doch soviel Mut erfordert es grad nicht, denn dort sind um diese Nachmittagszeit viele unterwegs. Ich erfahre etwas von “Pork epik”, wie sich mit google herausfinden lässt handelt es sich dabei um ein Stachelschwein, das gesichtet worden ist.  Der Weg, den ich mit dieser netten französischen Familie gehe, führt wieder zum Waldrand mit  Sicht auf das Meer.

Und da werden plötzlich Wale gesichtet, der Junge der Familie hat sie zuerst entdeckt, nah endlich, denke ich. Doch nur 2.3 Mal für wenige Sekunden tauchen sie auf und wieder ab. Noch lange schaue ich ins wogende Meer, doch da tut sich nichts mehr.

An diesem Tag laufe ich insgesamt 17 Km, Mal in Gesellschaft, denn es sind viele auf den Wegen unterwegs bei dem unbeschreiblich schönen Sonnenschein und der Wärme,  aber auch lange Strecken alleine.

Gedankenverloren gehe ich als sich die meisten Leute auf den Heimweg begeben  haben, nochmal den unteren Weg nahe beim Meer, denn so leicht gebe ich nicht auf.

Um dann forschen Schrittes, die Sonne neigt sich langsam, den Weg zum Auto anzutreten. Doch der Weg ist rechts und links gesäumt von einem Buschwerk höher als ich sehen kann, zwischen Anfang und Ende des Weges gibt es keine Seitenwege, ich muss bis zum nächsten Ausgang.

Und ich komme um die kleine Kurve, die nicht weithin einsehbar war, da, da steht er dann                 ein ausgewachsener Schwarzbär,

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ich halte den Atem an,

 

 

 

 

 

 

 

 

das sind nur 5-6 Meter, und frisst gemächlich Gras am Rande des schmalen Wanderpfades, er dreht sich kurz zu mir,

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mir stockt der Atem, hab ich überhaupt geatmet dazwischen,

was tun schießt es mir durch den Kopfes, es  gibt keinen Ausweg aus diesem Weg, wegrennen Unsinn, oder !?

Es ist keine bedrohliche Situation, ich bedränge nicht, hahaha, das wäre noch schöner,  er bedrängt nicht, wir stehen da, schauen einander an, unbeschreiblich dieser Moment, dann, ohne jede Hast, wendet er sich völlig desinteressiert ab und geht langsam davon.

Fast bin ich enttäuscht, was das war es jetzt, leicht zitternd hab ich ein paar Foto’s gemacht, große Angst hatte ich keinen Moment.

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Langsam in Distanz gehe ich hinter ihm her, mehr Abstand lassend als der zu Beginn war. Was macht der da, frage ich mich, da wieder eine Kurve hinter der er verschwindet. Vorsichtig schleiche ich mich heran bis ich ihn wieder sehe, dann dreht er sich um  und nimmt Kurs auf mich zu. Er bestimmt was hier passiert, das wird mir blitzschnell klar.

Das ist dann doch zuviel, ich dreh mich um und renne so schnell ich kann zurück, zurück, zurück, sicher einen Km bis ich stehen bleibe und schaue. Weit und breit nichts mehr zu sehen.

Bald bin an der Stelle wo ich raus kann auf die Strasse, auf zum Auto, ich gehe nicht ich schwebe, diese Begegnung hat mich auf Wolke 7  katapultiert. Ein Gefühlsbad  zwischen berührt, erstaunt, begeistert, ängstlich und geadelt, das mir diese zuteil wurde.

Ich schwebe also in meinem Jetta zur Auberge, selig diese Momente nochmal und nochmal rewev passieren lassend.

Dann sehe ich Charlotte, sie schaut mich an und sagt: du hast einen Bären gesehen, nicht wahr! Da war ich schon wieder erstaunt, sie hat es mir angesehen.

Sie fragt ich erzähle, erst jetzt werde ich mir dieses Erlebnisses richtig bewusst.

Fast magisch zieht es mich am kommenden Tag dort wieder hin. Ganz früh ziehe ich los, sofort laufe ich wieder zur gleichen Stelle wo ich die Bärin am Tag vorher gesehen hatte. Dass es eine Bärin ohne Junges war, meinte Charlotte, die scheinbar ihre Erfahrungen hat. Natürlich ist dort nichts. Aber das Gefühl ist voll wieder da. Ich wandere dann auf den Berg, mit einem völlig neuen Sinn für diesen Wald und den Naturpark, dort verbirgt sich einiges. Vor jeder Kurve werde ich behutsamer, achtsamer, manchmal flöte ich, die Bären bekommen Mozarts kleine Nachtmusik zu Gehör gebracht. Etwas anderes fiel mir nicht.

Ich laufe wieder 15 km ohne nur ein einziges Wildtier zu sehen außer den wenig scheuen Eichhörnchen.

Meine Namensvettern, denn Monkos kommt aus dem ungarischen und bedeutet Eichhorn.

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Der Tag neigt sich, ein wenig enttäuscht steige ich ins Auto und fahre Richtung Gaspe, ganz langsam, es darf dort nie mehr als 50km gefahren werden, ist ja auch klar. Es die gleiche Zeit wie gestern als ich diese erste Bärenbegegnung hatte, 17:30h.

Na ja, sowas kann man nicht jeden Tag erwarten, denke ich und werde bescheiden.

Da  steht ein Auto an der Seite, 2 Leute schauen auf den Wiesenhang, da muss etwas zu sehen sein, ich steige aus . Sie zeigen mir ein Porc epic was fressend den Hang hinauf wackelt, sie bewegen sich merkwürdig diese Stachelschweine. Dort steht ein Schuppen, den Künstler nutzen, um herum muss es kommen, dort postiere ich mich mit den beiden Anderen. Da kommt es auch langsam heran und da einige Meter nach rechts ist noch eines, eines schwarze das andere braun. Fressend steuern sie auf einander zu.

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Da plötzlich kommen Leute aufgeregt den Hang herauf hinter mir, sie zeigen nach recht weiter hinten, das kommt ein großer Schwarzbär langsam aus  Waldesnähe auf die Wiese.

Wir stehen alle zusammen und schauen was er weiter tut . Er frisst , bewegt sich völlig entspannt ohne jede Hektik über die Wiese auf uns zu, frisst mal hie, mal da, schaut mal auf um wieder gemächlich  sein Tagewerk zu vollbringen, denn es ist bärenart den ganzen Tag auf Futtersuche zu sein. Er scheint diese Abendmahlzeit voll zu genießen, er ignoriert diese Herumstehenden einfach. Wir sind alle erstaunt über dieses Verhalten, ich höre es an den Ohh’s und Ahh’s  der Leute um mich., e sind so 6-7, zwei Kids dabei.

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Der Bär kommt ohne Hemmungen fressend näher und näher, es ist nicht zu fassen. Aber keinerlei Drohgebärde.

Und dann der Clou, er geht im Abstand von 3 -4 Metern, völlig cool, um die Gruppe herum daran vorbei um in einem Gebüsch zu verschwinden.

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Alle schauen mit offenem Mund hinter im her. Das ganze Schauspiel hat sicher fast10 Minuten gedauert

Es ist unglaublich, wenn ich das Zuhaus erzähle, das glaubt mir kein Mensch.

Ich steige ins Auto und setzte es langsam in Bewegung, wieder halb in Trance, zum Glück, denn da kommt er rechts aus dem Gebüsch und geht gemessenen Schrittes über die Strasse, 2 Meter vor meinem Auto. Das hätte schief gehen können.

Foto machen, das war zu knapp, ich musste bremsen.

 

…und was dann geschah ….hier eine kleine Vorschau

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Quebec fete d’ ete bis zur Gaspesie

Quebec erinnert an .........

Quebec die Altstadt wunderschön, Frankreich lässt grüßen, das Festival mit vielen Gruppen auf mehreren Bühnen, am Freitagabend Sting und Peter Gabriel, ich höre von draußen mit, Jean, ein Quebecoir gesellt sich zu mir & erzählt davon, dass er in jedem Jahr nach Toudessac fahre um die Wale zu sehen. Das macht neugierig.

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Quebec erinnert an ………

Mit Rosalie aus Frankreich, Corinne aus der Schweiz & Hanna aus Schottland gehe ich noch einmal durch die Stadt, zu den Bühnen und den Musikanten, die an jedem Platz der sich bietet, aufspielen.

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Am nächsten Tag hole ich das Auto ab, etwas mühsam, das Fahren mit der Automatik, viel kleine Dinge die anders sind als bei der Schaltung, auch nach 300 km hat sich die Fahrfreude noch nicht eingestellt, die ich sonst gut kenne wenn es ans verreisen geht.

Doch es gut mit einem fahrbaren Untersatz etwas leichter und autonomer  unterwegs zu sein.

Die Landschaft wird lieblicher als sie vor Quebec war. Fjorde ragen immer wieder in das Land hinein.

Vor Toudesacc muss ein Fjord mit der Fähre überquert werden. Dann Hostelworld in Tadousacc, 70ger Jahre sind hier sehr lebendig, viele sind im Fußballrausch.

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Es regnet. Morgen früh Walbeobachtung, es regnet in Strömen, 3 mal lässt ganz kurz  ein schwarzer Wal  seinen Rücken sehen, das war’s.

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Kein Glück gehabt. Rosalie hatte mehr Glück, sie konnte schöne Foto’s machen & war tief beeindruckt.

Weiter geht die Reise, mit der Fähre nach Trois Pistoles, ( trapistel, so hört es sich an wenn Emilie es sagt) ohh um 16:00h kein Platz mehr für mein Auto, ich muss warten bis 20:00h , das wird spät, ich habe keinen Schlafplatz. Wie soll das gehen, die Fähre kommt erst um 21:30h dort an.

Die beiden B&B ‘s sind ausgebucht (Bed and Breakfast), was nun, da ist guter Rat teuer im doppelten Sinn des Wortes.

Ich klingle bei einem kleinen aber feinen Restaurant, das sehr sympatisch aussieht, ein freundliche Frau öffnet und alle dort Anwesenden haben ein offenes Ohr für mein Problem.

Schließlich bekomme ich das Angebot, bei der freundlichen Türöffnerin, die eine Mitarbeiterin er Besitzerin & Köchin ist, Zuhause zu übernachten, Preis: umsonst.

Das ist die Lösung meines Problems, ich bin überwältigt von soviel Gastfreundschaft, das ist Couchsurfing ohne die ganze Vorbereitung, über das Internet.

Die Tochter Emilie, 19 Jahre, bringt mich dorthin, der Vater & Ehemann Valer ist schon informiert, Carol die Freundliche, kommt später von ihrer Arbeit im Restaurant. Wir erzählen noch lange  auf englisch so gut es geht, Emilie übersetzt vortrefflich.

Am nächsten Morgen kann ich mich erkenntlich zeigen, das freut mich. Mein Hirsemüsli möchten alle einmal kosten und sind ehrlich begeistert. Dann noch die Rückenprobleme von Valer, rufen natürlich die Therapeutin in mir  auf.

Schön wenn es ein bisschen Besserung gebracht hat. Der feine Esszimmertisch hat es nicht übel genommen, als Massageliege missbraucht zu werden. Die Familie ist großartig, völlig unkonventionell, alles kein Problem.

Sie gestehen, dass es einmal ein Projekt werden soll Gäste aufzunehmen in ihrem Haus. Ich war also ein willkommener erster Versuch.

Das sind die lieben Menschen, die mir so freundlich geholfen haben, ( von rechts nach links)

Carol, die mich aufgegabelt hat, Valer, der  bei der Technik weiterhalf und Emilie, die Übersetzerin.

Wenn eine/r Unterkunft sucht in Trois Pistoles, hier ist die Gastfreundschaft zu Hause.

Carol Gagnon  +141885144680

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Es ist ein schöner, sonniger warmer Tag, als ich endlich um 12:00h weiter reise. Vorbei an Feldern, Bauernhöfen, eine Kulturlandschaft, wie wir sie kennen, jedoch mit immer wieder  einem Blick auf den riesigen Fluss zur linken, der wie ein Meer anmutet.

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Rimouski, hier riecht es nach Meer, zum ersten Mal.

Im Bic Nationalpark mache ich die erste längere Wanderung, endlich, das hat gefehlt.

Allein sein im Wald, das tut gut, 4 Stunden bergauf bergab.Es ist warm, sehr warm, immer wieder schöne Aussichten auf den Fluss , der wie ein Meer wirkt da man nicht zur anderen Seite sehen kann und auf diese Halbinsel.

Als ich unten ankomme reizt mich doch der Gedanke nochmal in eine der beiden Buchten, wo sich die Seelöwen zeigen sollen, zu gehen. Es macht müde auf das Meer zu schauen wenn sich nix oder nicht viel tut, die Augen fallen mir zu, ich döse, bin ganz alleine an diesem Strand.

Warum, dass erfahre ich am Abend von Pierre aus Lyon, er war an der anderen Bucht und konnte dort Seelöwen beobachten. Dumm gelaufen, ich habe kein Glück bei den Wassertieren.

Pierre und noch eine junger Mann aus Frankreich sind in “meinem” Zimmer einquartiert.

Ich musste das “gemischte” Zimmer nehmen, ein Einzelzimmer wollte ich mir dort nicht gönnen und in der 1. Nacht war ich alleine, juchhu; nun mit zwei Franzosen. Scheint für die beiden kein Problem, warum also für mich?

Am nächsten Tag fahren wir alle drei, jede/r mit dem eigenen Auto in die Gaspesie auf verschiedenen Wegen. Es ist ein Regentag.

Dennoch die Landschaft ist schön, die Orte alle schmuck, die Holzhäuser, die langsam an mir vorbei laufen, denn ich darf hier nie mehr als 90 kmh fahren, meist weniger,  in bunten Farben, meist in Pastelltönen, doch alles ist dabei von pink mit buchengrün, zu magenta mit orange, der Pfaffenhütchen-

Kombi und dann gar nicht so selten, seniorenbeige  mit dunkelgrün oder braun abgesetzt.

Bizarre Felsen zur Rechten, Meer zur Linken, Wasserfälle, Leuchtturm,  Flüsse aus dem Gebirge, das Chic-Choc heißt, die durch ein meist verlockendes Dorf hindurch ins Meer fließen,  es wird hügeliger und Wald mit Nadel- und Laubbäumen, die ihr frisches frühlingsgrün wohl hier über den ganzen Sommer behalten  nimmt mehr Raum ein.

Gaspe, die Hauptstadt der Gaspesie kommt näher, zwei ziemlich große Naturparks machen auf sich aufmerksam mit Tafeln am Wegesrand. Das was rundum zu sehen ist ist vielversprechend.

Noch ahne ich nicht was auf mich zukommen wird in dieser wundervollen Natur,  faszinierend ist es schon jetzt. Der Clou jedoch kommt dann.

Gaspe, das Cap der Park Forillon,  3 Tage voller Überraschungen

kommen bald

01.07.2016 Kanada-Day

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Wunderschönes Wetter, Sonne, sanfte 23-24 °, leichte Brise, wie am Meer, nur gut gestimmte, freundliche, zugewandte Leute.
Es kommen Motivwagen und Musikkapellen, Spielmannszüge, Blaskapellen, Trommelgruppen, Auto’s mit Fahnen, bunt verkleidete Leute, ganze Gruppen, Frauen, Männer, Kinder, tanzende, hüpfende, fröhlich winkende, fähnchenschwenkende Menschen aus aller Welt, die alle immer wieder rufen: Happy Kanada-Day.

Ach ja, auch ich bekomme ein Fähnchen, die Kanadafahne, von einem älteren Mann, in einer mir unbekannten Uniform, freundlich in die Hand gedrückt.  Montreal läßt einem keine Zeit zu fremdeln.

Stimmung erinnert ein bisschen an unser Karneval, nur hier ist so gut wie kein Alkohol im Spiel.

Ja, sonderbar geht offenbar auch ohne.
Erst Mal bin ich irritiert. Ich wollte nicht schon wieder zum Karneval. Und dann noch mitten im Sommer, ich bin doch nicht in Rio?!

Was ist das nun dieser Kanada – Day , wat sull dat?

Aber dann wird’s schnell klar.

Es sind die verschiedenen Völkergruppen, aus aller Welt, die hier Heimat gefunden haben.

Begeistert ” Mother Kanada” feinern, weil sie offenbar ihre eigene Kultur pflegen können, sich aber gleichzeitig in die anglo-französische Tradition einfügen oder sich ihr anschließen.

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Überhaupt ist diese neue Mischung,  die sich aus den beiden europäischen Kulturen hier entwickelt hat, ein Phänomen, dem mir bekannten ähnlich und doch völlig anders.

In Europa sind sie sich nicht grün, hier sind sie vereint und mit vielen anderen Völkergruppen gemeinsam in bestem Einvernehmen.

Klar gibt es Rivalitäten, doch das ist eine andere Geschichte. Als diese beiden zusammen kamen, war das keine Liebesheirat.

Was sich auf der Parade zeigte ist bewundernswert, daran kann sich EU ein Beispiel nehmen. So vereint man unterschiedliche Kulturen unter einem demokratischen Dach. Zumindest ist es eine gute Möglichkeit für beide Seiten sich an Toleranz und Wertschätzung füreinander zu erinnern und neu aufzufrischen.

Es fühlte sich wirklich echt an diese Freude an der Zugehörigkeit zu diesem Land.

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Danach  feiern mit Jazz, Soul und Kaffee und Kuchen,  Bierstand gab’s gar nicht, Kuchenschlange, die hier line heißt, war bestimmt 50 Meter lang, Geduld ist diesen Menschen hier etwas selbstverständliches, gepaart mit Zuvorkommendheit.

Ja, ja ich bin fasziniert, ein Form des Miteinanders, respektvoll, wie ich es bei uns oft vermisse.

 

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Ich schlendere in die City zum Jazzfestival, was gibt es dort noch? Dann ist der Akku leer, thja die Technik, fordert mich noch , aber im Herzen gitb

 

Kleiner Exkurs:

Das Hostel hab ich mal eingefügt, als ich es gemacht habe ist mir die Wochenendmetrokarte aus der Jackentasche gefallen, weg, neukaufen oder laufen.

Lande am Platz Rio Tinto, eine Kapelle, mit Pauken aber vor allem Trompeten,  spielt gerade das letzte Stück . Dann weiter dort oben ,wo so vile Leute stehen ,da gibst was interessantes, ja zwei Frauen einen trommelt auf der Djembe eine dunkelhäutige tanzt. Was sage ich tanzt , sie wirbelt Arme und Beine in wilden und doch harmonischen Rhythmen, verdreht die Wirbelsäule  bis in den Kopf als wären sie ohne Knochen.

Eine phantastische Show, ich habe kein Saft auf dem Händi , so ein Mist, kann kein Foto oder Filmchen machen.

Ich bin noch nicht richtig vertraut mit der Technik, hab’s noch nicht auf dem Schirm das korrekt zu organisieren mit dem aufladen, das rächt sich mal wieder.

Sitze da und staune, da spricht mich eine Frau an. Stellt sich vor als Liz ,kommt aus Montreal , hat viel zu erzählen, ist sehr interessiert an dem was ich vorhabe. Nach einen kleinen Weile weiß ich sie ist ebenfalls Vegetarierin, weiß wo es ein gutes

Vollwert- Restaurant gibt, es ist das VEGO was ich gesehen aber nicht gefunden hab, weil es das im 2. Stock ist.

Es beginnt leicht zu regnen, wir rennen los ab ins Vego und die Unterhaltung geht weiter bei vorzüglichem, gesundem Essen vom reichhaltigen Büfett.

Nachdem  die warmen Speisen & das Salatbuffet  probiert  sind kommen, nach längerer Pause, die zahlreichen Dessert dran.  Eines besser als das Andere. Da wird die Reisekasse gleich mächtig strapaziert, aber das muss sein.

Wir fahren gehen gemeinsam in die Richtung Hostel und ich frag wo sie denn wohnt, ja auch in die Richtung.

Dann stellt sich heraus, dass sie nicht sehr weit vom Hostel ihre Wohnung hat. Sie empfiehlt mir gleich noch ihren Bioladen und weißt den Weg dorthin.

Gibt es solche Zufälle, das ist doch quasi von oben gelenkt, oder?

Wie erkennen wir uns unter den 3-4 Millionen Menschen, die da in der Stadt sind.

Wir verabreden uns für den Montag, da hat sie Zeit und möchte mir noch was zeigen. Liz ist eine kleine, quirlige Person so Ende 50 vielleicht, darüber haben wir nicht gesprochen.

Morgen treffen wir uns, ich bin neugierig.

….und gespannt auf Eure Meinung mona & monika

 

hallo, da bin ich, mitten im Vorbereitungstress.

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…gewesen vor fast einer Woche, bis zum Montag am 27.06. war mein Auto nicht verkauft

Also abmelden, gut dann hab ich eines wenn ich zurückkomme.

Um 17:00h ruft ein Prinz an und kauft um 18:30h mein fast 20 Jahre altes Auto zum gewünschten Preis. Die Reisekasse kriegt ein Sahnehäubchen, juchhu.

Die Tage vorher waren purer Stress. Alle Termine dicht an dicht, Wohnungsübergabe, Besichtigung mit den neuen Bewohnern, treffen mit FreundInnen, die Blumen oder andere Utensilien abholten, Anrufe, letzte Besuche der afghanischen Jungs. Abschiede, ein seltsames Stimmungsbild, aufregend, freudig, traurig, gemischt wie ein “Bloody Mary”.

Tablet funktioniert hinten & vorne nicht, Smartfon, ich kann nicht damit umgehen & kann nur wenig nicht üben. Alles wird zu knapp, aber der Koffer der ist gut vorbereitet.

Doch dann fanden sich zwei Engel ein, tatsächlich wie vom Himmel gefallen, mit denen sich alles wie ein Wunder löste. Die mir die Technik neu aufstellten und sich tatsächlich die Zeit für mich nahmen, mir das alles verständlich, geduldig & stressfrei nahezu bringen. Ich war zutiefst gerührt und bin es noch immer.

Dat et dat jit, würden die Kölner sagen.DSC_0033

Sonntag Abschiedsessen beim Vietnamesen, die listigen List’s bringen mir einen Kompass mit damit ich den Weg um die Kugel finde & mich nicht verirre, die trauen mir nix gutes zu?!

Ein Türkis von Rosi wird mir jede Erschöpfung vertreiben, das wird ihm zugeschrieben.

Am Dienstagmorgen dann, pünktlich wie erwartet, kommen drei Freundinnen und machen mir doch tatsächlich den Abschied schwer. Aber das war ja klar, am Bahnhof da wird mir dann richtig mulmig ums Herz, als dann noch die Mädels die Taschentücher auspacken und beim Einstieg in den Zug damit winken, da kann  ich ein Trän’chen nicht verdrücken.

Gerade ist noch Mohammad zufällig dazugekommen, er fährt zum Praktikum & wusste nicht, dass dies mein Zug ist für diese große Reise. Also hab ich noch Begleitung bis nach Meckenheim, wieder ein Abschied.

Frankfurt: Nieselregen, das hatten wir doch schon seit Wochen mit Platz- & Starkregen im Wechsel

London:  Starkregen

Montreal: noch trocken, doch als 20 Min. später der Bus drei Strassen vom Hostel an der Ecke hält, da fängt es an zu regnen, was sage ich regnen, zu schütten, alle Hüllen sind nicht schnell genug hervorgeholt

alles patschnass.

Doch der Empfang im Hostel lässt keinen Unmut aufkommen. Die Kanadier und Kanadierinnen sind von solch echter, leichter, entspannter teilnehmenden Freundlichkeit, dass die Welt gleich in Ordnung ist.

 

Kanada, kennst Du Kanada…..das ist schön….

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Jetzt lerne ich mehr davon kennen. Am Abend zunächst meine Zimmergenossinnen, Maryann 69 aus Kenntuky, (wie wird das geschrieben?) Rene’ 55 aus Neuseeland und Jenny, jung, aus D-land jedoch halb Engländerin.

Dann die Stadt Montreal:

1.Tag Jetlegg, aber 5 Stunden zu Fuß die Stadt erkunden. Schön, interessant & ermüdend. Eine 3,5 Mio.Stadt ist nicht leicht zu Fuß zu erkunden, schon gar nicht wenn die Beine sauschwer werden, jetlegg ist eine scheußliche Befindlichkeit. Dann kurz bevor ich im Hostel ankomme , na was wohl?

Regen, super heftig, mit jede Menge Wasser von oben, wieder nass wie in den Brunnen gefallen. Um 18:00h falle ich ins Bett aus dem geplanten Jazzabend mit Maryann wird nix, schlafen bis zum nächsten Morgen, das hilft.

2. Tag Frisch wie dieser ” Blauhimmeltag” wache ich auf, bereit zu neuen Taten.

Es geht, bei strahlendem Sonnenschein, sanftem Wind &  um 11:00h wohltuenden 21 ° mit der Gruppe aus dem Hostel zum Mont de Montreal, der Berg, es ist mehr ein Hügel, der der Stadt ihren Namen gab.

Wir müssen viele Stufen hoch so um die 350, werden dann aber mit einem traumhaften Blick über die Stadt & den Sant Laurecestrom & dem Wald, der frisch, hellgrün, sonnendurchflutet wie bei uns im Frühling wirkt, belohnt.

Danach bleibe ich noch eine Weile alleine dort am Hügel, es ist ein unglaublicher Kontrast zur lauten,  inzwischen aufgeheizten,  fußläufigen Stadt.

Dort begebe ich mich dann irgendwann hin. Ins Getümmel eines riesigen Festes, dem Jazzfestival, das hier alljährlich stattfindet

Mitten in der Stadt sind Bühnen aufgebaut auf denen ab Mittag Jazz aus aller Welt & aus allen Genres gespielt wird.

01.07.2016

Kanadaday- Parade- Jazz & Soul

Parade

kommt bald…..   so viel neues….soooo viel zu erzählen….Hammer ey..

vielleicht zeigt sich die Seite erst wenn der 1. Bericht drin ist..?

mit kanadischen Grüßen  Mona & Monika

Impressum

Angaben gemäß § 5 TMG:

Mona Monkos
Münstereifeler Straße 30
53359 Rheinbach, Deutschland

Kontakt:

Telefon: 0049 02226 168988
E-Mail: naturheilpraxis.monkos@googlemail.com

Quelle: https://www.e-recht24.de

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Angabe der Quelle (nur für diesen Absatz): Flegl Rechtsanwälte GmbH