Kontraste, Kontraste- Naturparks & Las Vegas

 

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San Diego, eine lebens- liebenswerte Stadt, hat mich überrascht, ein bisschen mexikanisch, war zuerwarten, erinnerte gleich an die Stimmung im aktuellen Programm des Circe de solei, mit Namen Luzia, erinnert ihr euch, vor Wochen in Montreal, er spielt mit mexikanischen Szenen.

Hier bin ich nun mit einer Gruppe recht junger Leute zusammen und wir Zelten auf einem staubigen, engen Platz in San Diego. Die Nachbarn spielen die richtige Musik zu dieser warmen, trockenen, stets sonnigen Gegend: “it never rains in southern Kalifornia” .

Nun hab ich für zwei Wochen eine junge, taffe Reiseleiterin, Molly, ihr Name, die den Van Ford mit Trailer sehr geschickt  bewegt. Die Gruppe setzt sich zusammen aus 10 englisch sprechender Frauen, und zwei Männern, ebenfalls englischer Zunge.

Jetzt kann ich meine  rudimentären Englischkenntnisse hoffentlich rasch verbessern,  aber o weh alle sprechen anders.   Es ist nicht ganz einfach. Wir werden uns aneinander gewöhnen, müssen !

Nun geht es ab in die Wüste Süd-Kaliforniens und Arizonas, zum Joshua-Treepark. Stundenlang fahren wir durch öde Landschaften, das Thermometer steigt auf 36, 38, 40, 42,  upps 44 haben wir verpasst, dann auf 46 °. Ein Glück, wir haben Air Conditione, die schafft es kaum noch, die nächste Pi-Pause findet an einer Tankstelle  für 10 Min. in der Wüste statt und erscheint schon da unerträglich.

Diese Art Wüste, ist nicht das was uns von Bildern aus Afrika oder dem nahen Osten bekannt ist. Hier ist es unwirtlich, grau steinig, hie und da schon Mal  grau sandig,  mit mit wenigen grau-grünen staubigen dürren Sträuchern. Wenig was dem Auge schmeichelt soweit es reicht. In der Ferne wird einmal ein bergiges Land sichtbar. Es ist gut gefahren zu werden, diese Tour hätte ich alleine nicht machen wollen, da wäre ich trübsinnig geworden.

Dann nach vielen, vielen Stunden kleine Lichtblicke. Diese sehen so aus, dass sich nun am Wegesrand Kakteen mit kleinen Puschelblüten zeigen und Molly, begeisterte Freudenrufe ausstößt, “cool, awesome,” letzteres bedeutet genial, wieder was gelernt.

Diese werden mehr und mehr, der Sand zeigt sich hier zunehmend  in  angenehm gelblichem Farbton.

Und dann plötzlich kommt leben in die Landschaft, wenn auch nur in Form von Sandsteinen in allen Größen, die sich gerundet, Schmeichelsteinen gleich, aneinander schmiegen. Vor diesen Steinen tauchen nun, zunächst vereinzelt, die berühmten, dem Park seinen Namen gebende, Joshua Bäume auf.

 

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leider sin fast alle   Fotos der Joshuatrees zu groß, können hier nicht eingefügt werden, nun ja, bisschen schade

Das ruft wieder große Begeisterung bei Molly hervor. In der Tat sie sehen wunderschön aus die Bäum’chen insbesondere vor den Naturkunstwerken, den teil’s riesigen Steine.

Hier wollen wir eine kleine Wanderung machen, denn womöglich können wir die in der Wüste lebenden Dickhornschafe sehen. Molly hat zwar bisher noch keine sehen können, aber haltet die Augen offen, ist ihr Tipp.

Wie steigen aus, da trifft uns der Schlag wir steigen ein in einen “Backofen”, bei heller gleisender Sonne und 46 Grad im Schatten.   Aber wir machen die kleine Wanderung von  einer halben Stunde, und was sehen wir, ja Dickhornschafe, zunächst sind es zwei in weiter Ferne auf einem Hügel und dann schau da auf einem der runden Steine nochmal zwei, die sich dort gemütlich niedergelassen haben.

Die Landschaft  wunderschön, doch die Hitze unerträglich, schnell,  nein langsam, begeben wir uns von schattengebendem Stein, zu Baum und wieder Stein, um zum Auto zu gelangen. Jeder kleine Hauch von Wind schneidet heiß in die Haut.

Eine nie gemachte Erfahrung, sich in solche Hitze zu bewegen, erscheint mir eine Zumutung, der Einatem ist wärmer als die ausgeatmete Luft, ein höchst seltsames Gefühl.

Endlich wieder im Auto, wo uns die kühle Luft umarmt.

Weiter geht’s zum Ort “29 Palmen”, es ist die Hauptstadt  für Cristal Met, sagt Molly, mitten in der Wüste, wirklich nur 29 Palmen mit ganz oben ein paar Wedeln, die wenig Schatten geben und eine handvoll Häuser in der kargen Weite verstreut, doch was genau dort geschieht weiß sie nicht.

Das nächste Ziel ist mehr als verlockend, der Colorado River, in dem wir auch baden können. Bald sind wird dort, da ist er schon der Fluss. Halten raus aus dem Auto und, ja und, brennende, sengende Hitze, aber der Colorado lockt, also rasch hinein ins kühlende Nass. Es ist eine wahrhaftig hoch willkommene Abkühlung, wir sitzen und sitzen wie in einer Badewanne relativ ufernah, die Strömung ist mächtig , fast wäre ich zu weit stromabwärts geschwommen, nur mit Mühe komme ich zurück zum Ufer und zu den anderen.

 

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In dieser Vollmondnacht schlafen wir, nachdem wir nochmal lange im Fluss, Mond und Landschaft genießend,  gebadet haben,  aufgereiht nebeneinander direkt am Flussufer, nur  mit einem dünnen Tuch bedeckt.

An Schlaf ist kein denken, keine/r tut ein Auge zu, zu heiß, nur vom Fluss kommt ein wenig lauwarme Luft, ansonsten weht es die ganze Nacht heiß. Eine nach der anderen steht auf und sucht das Wasser auf, um Kühlung zu bekommen und vielleicht doch noch eine Auge zu zu machen. Ein Erlebnis der besonderen Art.

Zumindest brauchen wir keine Zelte einzupacken am nächsten Morgen.

Weiter  zum Grand Canyon geht’s wieder in stundenlanger Fahrt durch recht unattraktive Landschaft. Öde, wenig Besiedlung, wer will hier überhaut wohnen, zudem ist die Architektur der USA in den ländlichen Gebieten,  für mein empfinden wirklich eine Zumutung.

Ein heiterer Stopp an diesem Tag ist die legendäre Route 66.

 

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Noch an diesem Nachmittag gelangen wir zum Grand Canyon und Molly hat uns eine Überraschung versprochen.

Sie will uns ihre Lieblingsstelle zeigen. Ganz, ganz spannend!

Wir dürfen uns ein kleines Kopftüchhlein aussuchen, damit verbinden wir unsere Augen und gehen in einer  Polonaise- Formation einen kurzen Weg entlang, leider kennen die Mädels und Jungs das nicht,  daher wird in meinen Gesang: “jetzt geht sie die Polonaise aus Blankenaise “,  nicht mit eingestimmt, aber immerhin es ruft doch lachen hervor, die Situation ist zu komisch.

Es wahrhaft ein unglaublicher, phänomenaler Augenblick, als wir alle gleichzeitig das Tuch von den Augen nehmen und  eine unvorstellbar, riesige in scheinbar, unendlich in die Tiefe gehende  Landschaft erblicken.

Es ist atemberaubend schön.

 

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Der Sonnenuntergang gestaltete sich nicht ganz wie gewünscht, die Sonne verbirgt sich lange Zeit hinter einer Wolke um dann ganz kurz, bevor sie  versinkt, hervorzuschauen.

Zum Zelt ist es ein gutes Stück, inzwischen hat es geregnet ein Sommermonsunregen, doch nicht so heftig wie in den Tropen, der hat Abkühlung auf 17 ° gebracht.

30° weniger als gestern, aber wohltuend. In dieser Nacht finden alle ihren Schlaf und mein, bislang viel zu warmer, Schlafsack kommt auch zum Zuge.

Denn für den kommend Tag müssen wir fit sein, wir wollen in die Tiefen wandern, die mittlere Wanderung nur  7-8 Km, aber in der Tiefe wird es immer wärmer und es geht nur bergab Rückweg klar bergauf.

Wir sind alle sehr gespannt welche Eindrücke uns beschert werden von diesem Naturwunder.

Das Wetter meint es gut mit uns, Sonne und Wolken bei 25 °, genau richtig für diesen Wandertag in die Tiefe.

Alle gehen mit bis zum Cedernplatz, dann wieder langsam nach oben.

Einige haben einen Helikopterflug gebucht, sie müssen bald  zu Flugplatz.

Ich geh mit Ross, dem Jüngsten der Gruppe er ist 19, noch ein Stück weiter in die Tiefe. Doch um den Colorado zu erreichen hätte es noch ein paar Stufen tiefer sein müssen. Ja dieser Colorado in dem wir zwei Tage zuvor gebadet hatten, er fließt durch das Tal des Grand Canyon.

An diesem Tag erleben wir Landschaften von unvorstellbarer Schönheit, denn der Grand Canyon sieht nicht nur wunderschön und imposant, mit seinen  vielfarbigen Gesteinsschichten, gibt er Einblick in die Erdgeschichte über Millionen Jahre, die einzigartig sind in der Welt.

Nun sind wir schon ein paar Tage gemeinsam unterwegs, haben gemeinsam gekocht oder sowas ähnliches, Zelte auf- und abgebaut, es hat sich ein Teamgeist gebildet. Besonders Kim, die uns alle immer wieder abwechselnd, my dear, honey der darling nennt, hat dazu einen großen Beitrag geleistet. Ich habe ihre Sprache “Kim speach” genannt, nach dem Film “King speach” , der im letzten Jahr in den Kinos war.

Dann wieder ab in den Van, heute geht es nach Las Vegas, wieder in die Wüste.

Lange Fahrt durch wenig interessantes Land, in eine künstliche, brausende, laute, heiße Stadt.

Doch  wir sind in einem vorzüglichen Hotel und für mich hat Molly eine besondere Überraschung, da ich mich beim abendlichen Partybus ausgeklinkt habe, bekomme ich ein Doppel-als Einzelzimmer mich alleine, damit ich nicht gestört werde, wenn die Party zu Ende ist.

Juchhu! Zwei Queensbetten, Wohnraum, kleine Küche, großes Bad, natürlich mit Airkondition, der Poll direkt vor meinem Fenster, aber geräuschlos, (wie die das machen ist mir ein Rätsel) nicht schlecht.

Las Vegas bei 40 ° im Schatten, es übt keinerlei Reiz auf mich aus.

Also bleibe ich an diesem Tag in meinem Refugium, gehe schwimmen um 9:00h völlig alleine im Pool, zum Frühstück ins Restaurant des Hotels, die Küche ist völlig unbrauchbar, wie die Stadt ein Feek, mache es mir gemütlich.

Das kennen die in diesem Land glaube ich nicht, schon gar nicht in Las Vegas!

Am Abend um 20:00h ,es ist schon dunkel, doch die Stadt ist ein Lichtermeer, ist mir was wichtiges  entgangen? Gehe Mal um die 4 Ecken, da entdecke ich eine Hofbräuhaus-Replik.

Es sind noch immer 38°!

 

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Es sind auch dubiose Gestalten unterwegs, ich fühle mich unwohl und gehe wieder ins Hotel. Ist nicht meine Welt.

Tag der Abfahrt in den Yosemite- Park. Unsere Gruppe wurde geteilt und mit einer anderen zusammengewürfelt, das ruft bei einigen Unmut hervor. Molly mussten wir verabschieden und bekamen Kelsey, auch eine wirklich nette, die Ihre Gruppe gut erzogen hatte. Einräumen, ausräumen, Zelte aufbauen, Essen bereiten, Van auskehren, Einkaufen, alles aufgeteilt und mit engem Zeitfenster, dem unsere Gruppe sich lässig entzog. Spannungen sind vorprogrammiert, es menschelt eben immer in Gruppen.

 

Unendlich erscheint die Fahrt, durch völlig eintönige, flache, triste Landschaft, bis zm Yosemite.

Yosemite, wir werden reichlich belohnt, plötzlich gibt es Berge, wieder Bäume, auch grüne Hänge, wir fahren hoch hinauf über den Pass bei ca 2500 Metern, der nur kurze Zeit im Jahr geöffnet ist. Dann nach dem Pass in eine wunderschöne, ungewöhnliche, bergige Landschaft, mit glatten Granithügeln, die von  Gletschern gebildet wurden.

Sehen auf dem Weg schon den “Half Moon Dome” in der Ferne, eien spektakuläre Erhebung von 2800 m ca. dort werden wir wandern. Wir alle sind sehr neugierig.

Dann hoher Nadelwald, wie fahren zu den Sequoia Bäumen, die bis 3000 Jahe alt sind, unglaubliche Natur.

Unser großer Wandertag 12 Km , davon 5,5 bis zur  halben höhe des Half Moon Domes, mit dem Vernel- und dem Nevada Wasserfall.

Doch nur  die halbe Gruppe entscheidet sich für diesen Weg, eine klettert, andere fahren mit dem Fahrrad, andere nehmen einen kürzeren Wanderweg.

Hoffentlich geben die Bilder ein  wenig die phantastischen Landschaft wieder. Dieser Wandertag war einer der anstrengendsten, die ich bisher hatte, auch einer der überraschendsten.

 

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Eine ganz ungewöhnliche Bergwelt, mit steilsten Passagen, Schluchten, Fällen, Flüssen, eröffnet sich auf dem Weg, nach jeder Kurve zeigt neues, ungewöhnliches.

Der Vernel-Wasserfall zeigt sich nach  1, 5 Std. Aufstieg auf einem recht gemäßigten  Weg, der befestigt ist und etwas enttäuscht, im Gegensatz zum Fal, der tosend hoch herab fällt.

An diesem vorbei geht es dann in steilen, hohen Steinstufen, die ich oft nur auf allen vieren schaffen kann, nach oben, um von dort auf den Wasserlauf herabzusehen, der Fluss hat sich bevor er die Steilwand herabrauscht, breit gemacht auf der Hochfläche, kleine Teiche gebildet, die natürlich, bei 26 ° und dieser Anstrengung, zum Baden  einladen.

Doch das ist streng verboten, denn die Strömung ist zu stark, nicht sichtbar, offensichtlich aber rasch und unbeherrschbar wenn man drin ist.

Von dort geht nun nicht mehr ganz so steil in Serpentien weiter, der Nevada Fall ist schon  zu sehen, doch es dauert weitere 2 Std. bis er erreicht ist.

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In Blick in die Tiefe, ein Blick in die Höhe zum Half Moon Dom, der  4,5 Km weiter hoch erwandert werden kann. Sonne, kleiner, breiter Stausee, der wieder zum Baden einlädt.

Nach dem Picknick, das ich alleine einnehme, hab die anderen auf dem Weg verloren, alle gehen ein anderes Tempo, bleiben staunend stehen, oder machen eine Extrapause, mache ich ein Power-Schläfchen.

Zum  Abstieg steht dann noch eine längere aber leichtere Variante zur Verfügung, das zu Wissen entspannt.

Erschöpft, aber glücklich kommen wir dann um 18:00h am Treffpunkt zusammen und berichten einander.

Der nächste Tag ist unser letzter, es geht nach San Franzisko, zur “Golden Gate Bridge”, die jedoch rot ist.

Den Namen hat sie weil sie die beiden Landarme der weiten Bay, in der die Gefängnisinsel  liegt, verbindet und daher eine perfekte Verbindung zwischen Nord und Süd Kalifornien darstellt.

Dann kommt der Abschied von der Gruppe, unser letzter Abend, er wird rauschend gefeiert auf dem Balkon von Kim und Mike, der immer wieder neue Sessel heranschafft.

Die letzten gehen um 3:00h schlafen, inzwischen kam der Kellner 2 mal mahnend etwas leiser zu sein, ja gern, um dann doch wie vorher weiter zumachen. Amelie, die Jüngste bekommt Anweisungen über ihr Händy von der Mutter, die in England offensichtlich kein Auge zu tut, aus Sorge um die wilde 19 Jährige, die das mit einer klassischen Geste in den Wind schlägt.

Doch am nächsten Abend sind Kim & Mike, Carolin, mein Travel-Angel, & ich noch in der Stadt und treffen uns für einen letzten endgültigen Abschiedsabend.

Wir verabreden uns  für weitere Wanderungen, dann auf dem Rheinsteig  im nächsten Spätsommer.

Ich freu mich jetzt auf Hawai, auch wenn ich noch einige Tage in San Franzisko habe. Eine wundervolle Stadt, sie gefällt mir, ist so ehrlich, so echt, nicht aufgedonnert, das Gegenteil von Las Vegas.

Was werde ich da noch erleben, bin wieder neugierig.

Hier zunächst noch san Fransisko

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Viel spannendes, bis heute, was dann geschah!

 

Oregon, die Westküste, verzauberte Welt

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200 Km etwa fahre ich von Seattle, bis ich bei Astoria den Staat Oregon erreiche.  Dann geht es weiter an der Nordwestküste Orgeon’s entlang auf der 101.

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Washington war bis hierher schon entspannend nach den Städterummel, doch was dann zu sehen und zu erleben ist, übertrifft das bisherige. Zumindest was die Landschaft angeht.

Immer mehr wird diese Küste zu einem verwunschenen Traumland, das Licht des Pazifik, scheint golden und silbern zu glänzend in jeder Farbe, die die Landschaft bietet.

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Eine Seite Ozeanküste, andere Seite Wälder ohne Ende, um die Orte herum auch mal Felder und Höfe.

Es ist unbeschreiblich, alles was ich hier schreibe bleibt ein kläglicher Versuch, diese verzaubernde Landschaft in Worte zu fassen. Verzeiht mir, denn der Versuch muss, angesichts dieser Pracht scheitern.

Die Fotos erfassen es leider ebenfalls nicht!

Jeder Seitenweg gibt neue Blicke frei, verlockt ihn zu erkunden.

Zu fahren und sich sattzusehen, das ist unmöglich.

In naher Ferne weht ein durchsichtiger Dunstschleier vom Ozean her übers  Land, der sich beim Näherkommen in eine lichte, farbenprächtige, immer ein wenig unwirklich erscheinende, Landschaft verwandelt.

Buchten mit riesigen Steinen, mal mit Buschwerk mal mit Bäumen bewachsen, oder auch der blanke Felsen. Bizarre Felsen, dann wieder breite, lange Sandstrände, je nach Gezeitenzeit. Die Wälder,  Laub und Nadel gemischt, das Laub hellgrün, durchscheinend,  wie bei uns im Mai, schon hie und da mit einem gelbroten Rand, der herbstlich anmutet. Alles ist vom Sonnenlicht, Wind, der hier recht kräftig weht vom Ozean, durchtränkt.

Jeder Weg verlockt näher zu kommen, überall hinein zu fahren und zu schauen es ist wie ein Sog. Hier fahre ich hinunter zu einer Landzunge, dort mache ich einen Umweg um eine kleine Strasse direkt an der Küste zu erkunden, da ein Cap, dort eine Flusslandschaft. Das Licht des Pazifiks begleitet und verzaubert. Verändert sind an diesem Küstenstreifen die kleinen Örtchen, denn auch diese sind  hier wie Märchenwelten, fern von Tourismus und  Rummel.  Hier will ich bleiben und doch lockt, das Kommende ebenfalls, denn es scheint immer noch schöner zu werden. Ich bin fasziniert, ja in einer Art Trance, völlig verzaubert von dieser nie gesehenen, allenfalls mal geträumten Landschaft.

Es ist ein Elfenland, voller verzauberter Winkel und Buchten, Cap’s und Wäldchen, Steinen im Meer, Rauschen und Wogen, Wellen und Sand. Alles in einem glänzenden, strahlenden Licht. Einfach unvorstellbar.

Schließlich fahre ich doch weiter, entlang, entlang der 101, bleiben ist nirgendwo, geht mir durch den Kopf, es ist ein höchst ambivalentes Gefühl, das Elfenland verlassen oder kommt noch mehr  davon ?

Dann kommt die Realität, ich muss mir nun bald einmal einen Schlafplatz suchen, es ist inzwischen schon nach 17:00h , ach du meine Güte, die Touristinfo hat schon geschlossen, es gibt nur wenige Hostels in Oregon.

Dann Newsport, eine mittelgroße Stadt, nein, nein, nein, da will ich nicht hin, bloß keine Stadt, dann ist die Stimmung dahin. Aber was tun wo finde ich was zum Schlafen?

Ach, ich schaue mal in den kleinen Orten nach diesem Newsport, da kommt noch Yachats, ich fahre und fahre,  jetzt ist ein kleiner Wald zur Rechten, mit hie und dort einem Haus, was sage ich einem Chalet. Da schau her, da ist eine Lodge, das ist es, das wäre sooo schön, wenn das erschwinglich wäre, da will ich hin, da muss ich hin.

Ich fahre zurück und begebe mich wieder in ein Traumland. Verzagt denke ich nun, da bekomme ich sicher nichts, und wenn, ist es unbezahlbar.

Das ältere Ehepaar,  ist sehr verständnisvoll, freundlich, hilfsbereit, hat aber kein Zimmer für mich. Sie versuchen etwas in der Umgebung zu bekommen. Doch die sind alle entweder voll oder sündhaft teuer, 120, 140, 170 $. Ich winke ab und sage ich möchte ihre Zeit nicht vergeuden.

Sage ich könnte auch im Auto übernachten wenn ich nur hier bleiben könnte und bei ihnen duschen dürfte, denn ich hätte mich beim ersten Blick in diese Gegend verliebt, das stimmt wirklich. Wer mich kennt weiß, ich neige hinsichtlich dieser Dinge nicht zu Übertreibungen.

Doch es scheint hoffnungslos.

Ich hab ja keine Decke, kein Schlafsack, es wird sicher nicht warm genug sein, denn der Pazifik windet recht stürmisch heran.

Dann….. was reden die da, flüstern sich etwas zu.

Plötzlich sagt sie, ja eventuell hätten sie noch einen Raum, der wäre aber noch nicht ganz fertig, er baue noch am Balkon, den könne ich nicht nutzen. Sie würden da zur Zeit duschen, sie müssten nur aufräumen. Sie beide würden dann die Dusche vom Nachbarhaus, da wohnt sonst ihr Manager, nutzen können.

Sie will es mir erst zeigen, ob ich wohl damit einverstanden wäre.

Wieder glaube ich zu träumen, das kann doch nicht wahr sein, großer Raum, Queensbett, Couch, zusätzlich, Miniküche für’s Frühstück, Badezimmer, alles da. Das beste ist eine riesige Schiebetür über eine Wandseite mit dem freien Blick zum Ozean, der nicht weit weg, sein Rauschen gut hörbar bis hierher schickt. Ich bin verzagt.

Ja, aber zu welchem Preis?

Wieder flüstern die Beiden, dann…… sagt sie, weil ja der Balkon nicht zu nutzen wäre nun für 50,-$.

Das muss ein Traum sein.

Ihr glaubt es nicht, eine Suite, direkt am Ozean, mit allem & vom Feinsten, zu diesem Preis, ich glaube ich träume tatsächlich.

Ja, gerne, ich fahre zum Essen, nach einer Stunde alles fertig für mich, zahlen, ach morgen, das reicht.

 

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In einem seligen Zustand gehe ich zum Sonnenuntergang zum Ebbe-Ozean, laufe dort barfuß, mit den Möwen um die Wette bis die Sonne im Meer versinkt, den fast menschenleeren Strand so 7-8km entlang, wie von Sinnen, sinke ich dann mit Meeresrauschen im Ohr und dem Bild der Wellen im Kopf, in den Schlaf. Vom Rauschen des Meeres werde ich nach süßen Schlaf wieder geweckt.

 

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Ist nun Flut oder DSC_0930Ebbe, egal!?   Die Füsse müssen das Wasser fühlen, leider sieht man es nicht.

Ich bin nun endgültig zum Glückspilz mutiert, völlig ohne jedes putschende Mittel; außer der Natur, sie ist die Größte!

Die “Wayside Lodge”, liegt einige Km vor dem Ort Yachats, von der 101 zum Meer hin in einem Wäldchen. Die Zimmer kosten normalerweise so um die 90.$. An diesem Tag, ich glaube sogar das hätte ich gemacht. Doch so bleibt es ein Elfenland.

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Loreen, die Frau des Hauses und David ihr Mann, geben mir noch einige Tipps mit auf den Weg, denn diese Gegend ist ideal zum wandern. Sie hat den höchsten Berg der Westküste, sie hat auch wunderschöne Wälder und, und und.

Loreen meint, der jetzt kommende Küstenstreifen sei überhaupt der Schönste.

Ich fahre weiter. Was mag das gesehene und erlebte noch übertreffen?

Jetzt gieße ich doch ein klein wenig Wasser in den Wein.

Yachats, wo ich am Abend vorher schon gegessen habe, Wildlachs mit Fritten, die hier Chips heißen, beides o.K., aber was für eine seltsame und simple Kombination mit diesem schönen Wildlachs, außerdem sündhaft teuer. Der Einfallsreichtum beim Kochen ist hier äußerst begrenzt. Wie kann man Wildlachs so “verschlimmbessern”. Der hätte besseres verdient.

Doch beim Tee wird gefragt ob ich nochmal Wasser möchte, das ist wieder schön. Beim Essen hört hier, in den USA, das träumen auf. Doch da will ich nicht hin, dieses Fass auf zu machen wäre völliger Unsinn.

Ich sage nur eines, Ceta & TTip müssen verhindert werden. Alle die dies lesen bitte ich darum daran mitzuwirken. Es gibt dazu eine sehr starke Bewegung, schließt Euch alle an bei: https://www.campact.de/

Yachats, liegt in einer Bucht, es fließt eine kleiner Fluss  eingebettet in Bäume und Büsche, breit in den Ozean. Dann folgt wahrhaftig eine wunderschöne Wegstrecke, dicht am Meer jedoch recht hoch darüber, bizarre Felsformationen, die sich auf der Landseite als bewaldeter Gebirgszug zeigen.

Zu diesem höchsten Berg muss ich fahren, den darf ich nicht missen. Da kommt der Abzweig, durch dichten Wald, nach oben. Dort ein  Rundweg zu den schönsten Aussichtspunkten, fantastische  Blicke auf die, von Steinskulpturen gesäumte Küste, die der Ozean schäumend umspült, an denen er sich abzuarbeiten scheint, aus denen er wohl weitere Sandstrände machen möchte, die auch hier und dort zu sehen sind. Aber die Erde begrenzt das Meer, ob als Fels oder als Sand.

 

 

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Hier zu wandern muss ein besonderer Genuss sein. Denn auch hier zeigt sich wieder das Pazifik – Licht und taucht die Landschaft in ein dezentes Glitzerkleid.

Doch ich sollte weiterfahren, denn die Strecke bis nach Los Angelos ist noch beträchtlich,  schwer einzuschätzen, wie sind die Straßenverhältnisse, wie das Verkehrsaufkommen. Zu gern wär ich noch geblieben.

Doch die Landschaft belohnt, sie ist weiterhin wie ein Märchenbilderbuch, noch viele Meilen. Ich weiß jetzt auch wo Medocino liegt, wenn es nicht schon einen Schlager gäbe müsste man einen Song erfinden, so schön ist dieser Landstrich.

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Dann, zunächst ganz unmerklich, verändert sie sich das Bild. Ein anderes Licht, kaum noch ein glänzen, die Wege werden breiter, die Flussläufe flacher, es kommen nun mehr Felder, Farmen, weniger Felsen im Ozean, breite lange Sandstrände, an denen Leute, oft mit Hunden, laufen.

Doch bald wechseln die Bilder, plötzlich sind gelbe, hohe  Dünen zu beiden Seiten der Straße, manchmal mit Bäumen, dann wieder mit Gräsern bewachsen, dann hohe gelbe Sandberge, Seen, ein Fluss der parallel zum Ozean entlang einer Sanddüne  fließt, phänomenal.

Wald, Wald und nochmal Wald, viele Nadelbäume, dann wieder gemischt mit laubtragenden Gewächsen. Die Bäume auf der Seeseite hat der Wind, wie eine gegeelte Elvis Presley-Locke, gleich einem Vordach, über den Weg geschoben.

Die Orte eher unspektakulär, überhaupt hat die Architektur entlang der Küste nie den Wettstreit  mit der Natur angetreten, wohl wissend, dass sie diesen   -haushoch- verlieren würde.

Doch nun wird es höchste Zeit um ein Schlafplatz zu suchen. Schon zwei Abende dachte ich jetzt muss ich im Auto schlafen. Doch heute scheint es wahr zu werden. Ich habe nichts finden können, alles ausgebucht. Weiterfahren, dazu ist es bereits zu spät. Beim HUMBUG-Mountain  so heißt der tatsächlich, fahre ich zu einem Campingplatz und schildere mein Problem. Ja, ein Platz gibt es noch, doch das Problem – ohne Schlafsack- wurde nicht verstanden. Meine Idee war  sowas wie eine kleine Hütte, nein es ist eine einfacher Platz und als ich dort auf dem weitläufigen Platz unter großen Bäumen ankomme,verhandelt grade eine Paar mit dem “Host”, ist das ein Platzwart (? ) der mir den Platz zugesagt hatte, die möchten diesen auch haben. Doch die Frau ist sehr praktisch veranlagt, zaudert nicht lange, spricht mich an und sagt wir können doch beide dort stehen, zwei Auto’s ein Zelt, ist doch kein Problem.

Ehe ich das ganze gecheckt habe stehen wir beide auf dem Platz. Sie regelt alles. Ich zahle nur 7,00$, statt 17 da ist schon ein Anteil an Holz dabei, denn später wird ein Feuer entfacht. Sie heißt Kathlynn, Betonung auf lynn, er ist William und beide sind erst seit ein paar Tage zusammen, hatten aber schon einmal eine Liäson, jetzt ein gemeinsames Wochenende auf dem Zeltplatz um zu schauen wie es geht, sagt sie als er es nicht hört.

Jedenfalls geht bei ihr alles blitzschnell, kein langes Federlesen, nach kurzer Zeit kenne ich die halbe Familiengeschichte und sie hat auch nebenbei einiges von mir erfragt. Sie weiß ich muss nochmal in den Ort, denn der Schlafsack fehlt. Kein Problem, sie haben noch einen, für den Notfall und der ist jetzt. Ehe ich mich versehe zeigt sie mir wie ich im Auto am Besten ein Bett baue in den Kofferraum hinein, so wie sie es bei ihrem Honda macht. Sie legt hier noch eine Decke und dort noch ein Kissen, alles aus ihrem Auto hin, so damit ich es gemütlich habe. Was hätte ich wohl getan ohne diese Frau, ohne einen Schlafsack. Und die beiden freuen sich, dass sie noch einen Zeltplatz bekommen haben, den hätte wohl ich sonst gehabt und völlig ohne Equipment.

Er macht alles andere, er baut das Zelt auf, bereitet die Luftmatratze, das Feuer, das Bier, die Zigaretten für den Abend vor. Inzwischen hat sie den Kontakt zum Nachbarzelt gemacht wo es jetzt wohl ähnlich geht wie mit mir. Es ist interessant, später sitzen wir alle beim Feuer, sie erzählt, das der Großvater aus Deutschland kommt und sie so gern da mal hin will, aber von der Westküste nie weg kam. Nah dann wird es doch Zeit, denn sie ist auch nicht mehr die Jüngste und der Kontakt mit mir kommt ihr gerade recht. Sie will mich besuchen. Eine erfrischende  Begegnung, am nächsten Morgen sagt sie noch, nachdem sie meine dünnen Zopf entdeckt, ich sei eine verrücktes Weib, aber o.K.

Das war so ziemlich genau das Gegenteil vom Vorabend.

Am  nächsten Morgen geht es früh auf Fahrt und weiter entlang der  Küste.

Bald säumt hoher, dickstämiger Redwood-Wald den Weg. Wie riesige Elefantenstempel wirken diese dicht neben der Strasse stehenden mächtigen Stämme, deren grün nur sichtbar wird beim Hochschauen. Dunkel ist er, selbst der strahlende Sonnenschein dringt nur hie und da mal durch, viele Kilometer begleitet er die Fahrt.

Dann wieder  öffnet sich die Landschaft, Flüsse und Bäche von den Hügeln, die jetzt runder sind, wie Heidelandschaften anmuten, mit schon verdorrten Gräsern und tatsächlich, da wächst auch das lila-violette Heidekraut. Das erinnert an die Wanderzeit in der Drover Heide, wo gerade jetzt die Heide so reichlich erblüht.

Buchten und  Cape’s wechseln sich ab, die Landschaft bleibt spannend bis zu dem kleinen Ort Trinidad, den schaue ich mir an.

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Treffe beim Suppeessen ein junges Paar, die mir gleich helfen eine Unterkunft im nahe gelegenen  Arcata zu finden. vielleicht treffen wir uns morgen, sie möchte mir was zeigen in der Umgebung

Nur 7 Meilen weiter liegt die Stadt Eureka, für die die schauen möchten wo da liegt.

Ein Hostel das ” Redwood Lily” , gemütlich und gut ausgestattet.

http://redwoodlily.com/activities.php

DSC_1037 DSC_1021                                       Arcata liegt in einer Vogelschutzbucht mit reichlich erntereifen süßen Brombeeren zwischen den Feuchtbiotopen, viel Öko hier!

Nun bin ich schon einige Meilen in Kalifornien. Es sind noch 320 Meilen bis San Franzisko.

Die Westküste ist unglaublich vielfältig, bizarre Felsformationen,  Kunstwerke  der Natur, vom tosenden Ozean umspült, sind Wegbegleiterinnen und veranlassen immer wieder anzuhalten und zu bestaunen. Sie wechseln mit weiten oder ganz engen Fluss oder Bachtälern, die hier Creek heißen. Die Landschaft zum Land hin, mal Steilwand, dann wieder weite, Farmen manchmal Kühe, auch mal Pferde, mal ist es grün, dann wirkt es wieder heideähnlich.

Hänge  gelb, braun, trocken, die Kühe fressen kein Gras, sie fressen das Heu gleich von der Weide. Die Bauern haben das Heumachen gespart.

Steinige, steile Hänge, mit wenig grünen Büschen, die wie die Macchia in Ländern des Mittelmeerraumes duften. Dann wieder gelbe Wiesen mit Bäumen, die an Olivenhaine in Griechenland erinnern. Erstarrte satt gelbe Sanddünen, die von den Ozeanwinden wie Faltenröcke geformt sind und die grüne Büschen wie Hauben tragen, wunderschöne Farbspiele.

Meilenweit kahle Hügel zum Land hin und steil abfallendes, felsiges  zum Meer wechseln zu einladenden Sandstränden, mit  schäumenden Wellen blauen Meeres. Dann wieder Wald, der Redwood begleitet immer wieder. mit seinen dicht stehenden, dicken, schwarzen  Stämmen direkt an der Strasse, diese ist dort sehr schmal, Achtung langsam fahren.

Jetzt strömt eine Wolke betörenden Duftes ins offene Fenster, ich mag den Duft, es ist der Eukalyptus, eben fahre ich durch einen solchen Baumbestand. Manchmal wird sie trist, die Landschaft, staubig, grau, die Bäume und Büsche sind dunkelgrün, schwarzgrün, braungrün, graugrün, die Erde ohne jeden Büschel an grün nur vertrocknetes, dann plötzlich eine pinkfarbene Lilienblüte am Wegesrand mitten aus dem braun, noch eine, noch eine, ganz viele. Immer wieder sind diese erstaunlichen Lilien, die offenbar wild wachsen und aus der trockenen Erde hervor sprießen, zu sehen.

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Auch eine orangefarben, kerzenartige Blüte, die bei uns nur  im Gartenmarkt zu finden ist, steht am Wegesrand.

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Die Strassen sind der Landschaft angepasst, nicht umgekehrt, mal gehts rauf ,dann wieder runter, in die Flusstäler hinein und wieder heraus, es ist unbeschreiblich was diese Küste an Schönheiten und Besonderheiten aufzuweisen hat.

Der nächste Stopp ist eine Herausforderung, ein kleiner Ort, ich komme viel zu spät dort an, fast ist es dunkel, ch dachte grade noch geschafft, muss dann fragen, ein Mann zeigt mir auf dem Handy wo das ist, meint noch er kann schlecht Karten lesen, aber es seien noch 7 Meilen in den Wald hinein. Das bestürzt mich doch ein wenig , im Dunkeln was finden ist nicht meine Stärke. Ich suche und suche, und suche, zum Glück habe ich ja den Kompass, ob es was hilft?

Immer weiter in den Wald hinein, kein Schild, kein Haus, kein Licht mehr, nirgends, da zwei Whitetail Hirsche, das ist schön, doch wo ist das Hostel, dann bin ich am Ende der Strasse, nix mehr, doch da steht eine Auto mit offene Türe, eine Frau, ich kann fragen, sie sagt mir, das ich an dem Abzeig vor 2 Meilen vorbei gefahren bin, nah immerhin.

Todmüde komme ich um 21:30h dort an, da kommt noch jemand, der auch lange gesucht hat. Ich falle ins Bett und schlafe wie ein Bär im Winterschlaf, jedenfalls stelle ich es mir so vor.

Mitten im Naturschutz- und Wandergebiet, ein uriges Blockhaushostel., natürlich ohne internet. Am kommenden Tag bin ich erschöpft, das war zu viel, dies Nachtfahrt mit ungewissem Ende, daher belasse ich es bei einem Spaziergang von ein paar Km mit einem Mittagsschlaf in den Dünen am rauschenden Meer.

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Am nächsten Tag, kurze Fahrt bis nach Pescerado, doch die Fahrt nach San Franzsisko und über die Golden Gate Bridge, da bin ich neugierig und auch ein bisschen aufgeregt, wie ich das wohl schaffen werde durch die Stadt?

Doch die Aufregung war umsonst, kein  Problem an dieser Stelle, wie gewünscht.

Dann lange Stadtautobahn an den Vororten entlang, bis schließlich wieder offenes Land in Sicht ist.

Das Hostel ist in einem bzw. neben einem alten Leuchturm in den Nebengebäuden unterbracht auf freier Strecke der Ort ist 7 Meilen entfernt,ein Hotspot, viele Leute besuchen diesen,  denn dort gibt es Seelöwen  und -löwinnen in freier Natur zu sehen. Auf einem Felsen vor dem Leuchtturm aalen sie sich, chillen ( ?))wie man auf neudeutsch wohl sagt und spielen im Wasser .

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Mit dem Fernglas ein entspannendes Erlebnis, diese Viecher bewegen sich selten. Dort werden auch öfter Wale gesichtet. Nun ja ich werde wohl doch noch warten müssen, als ich dort schaue ist nix zu sehen..

 

Suchbild, die weißen Flecken sind die ee-Löwinnen.

Nun kommt die letzte Etappe auf dieser 2500 km langen Küstenfahrt.

Nochmal an der Küste sehe ich dann Seeelefanten in ihrem natürlichen Umfeld. Die riecht man auch weithin, obwohl sie sich ja öfter im Wasser aufhalten.

Merkwürdige fettleibige, unförmige Tiere, die man weithin riecht, obwohl sie doch dem Wasser so nah sind.

In die große Stadt hinein, schon wieder dunkel als ich endlich in Santa Monica ankomme. Die Küstenstraße 1 ist hier 4 spurig, ich weiß nur ich muss bei Broadway links und dann rechts in die 2the. natürlich finde ich das nicht in diesem Lichtermeer, upps, da bin ich auf dem Hightway Nummer 10 der zum Flughafen führt, durch Santa Monica hindurch, schnell wieder runter, dann muss ich hier halten  und fragen, die genaue Adresse hab ich auch nicht aufgeschrieben, dann hilft ein junger Mann auf der Strasse mit seinem Googlemaps und siehe da, ich bin nur 500m vom Hostel entfernt.

Heute zum ersten mal im Pazifik schwimmen, Spaß, Spaß, Spaß!

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Sonne satt, schäumende Ozeanwellen, auf den flachen Sandstrand  heranrollend, schwimmen ist nicht einfach, aber immer weiter in die Wellen hineinlaufen  ist schon riesig. Ich bin erfüllt von diesem Ozeantag, mehr davon wär jetzt wirklich fein.

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Ja, ich bin oft zu blauäugig, sollte ein bisschen besser vorplanen. hab ja noch viel Zeit zu lernen, es sind erst 6 Wochen und etwas mehr um.

Nur Bruchteile von dem was tatsächlich zu sehen war konnte ich hier erzählen. Diese Küste in 12 Tagen  erkunden zu wollen, ein sehr ambitioniertes Vorhaben, das nur bedingt gelingen konnte.

Wie sind die Wegstrecken, wo will bleiben und genauer schauen, wie sollten die Etappen geplant werden, doch wer weiß das schon vorher?

Auf jeden Fall lohnt es sich diese Westküste noch viel intensiver  zu bereisen, wenn ich nochmal 4 -6 Wochen Muße und die Mittel  habe, dann vielleicht  nochmal.

Morgen geht es schon wieder auf große Fahrt, in die Nationalparks, zum Gran Canyon und nach Las Vegas, in der Gruppe, im Zelt schlafen und  Wandern.

Was wird das werden ?

Gerade sitze ich in der Lobby des Hotels wo sich die Gruppe in 3 Std. treffen wird.

Neugierig,  schon?!

Vancouver – schönste Stadt der Welt ?!

Ich platze bald vor Neugierde auf diese Stadt, der Flug ist unruhig, komme ich überhaupt dort an? Das hat dann geklappt.

Soviel hab ich davon schon gehört, gelesen, in der Mediathek gesehen, erwarten mich wirklich diese Superlativen?

Blauer Himmel, blaues Meer, viele Inseln, Flüsse, wie Edelstein in der Sonne glitzernde Seen, nur dunkle Dächer, keine bunten, wie in der Gaspesie, sehe ich von oben als wir landen.

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Die Luft ist anders hier,  ganz anders, klarer, heller, frischer, es weht ein leichter Wind vom Meer her, die Möwen sind allgegenwärtig mit ihren hohen schrillen Schreien. Das Licht scheint mit Goldfäden durchzogen, alles scheint zu strahlen, fast wie mit einem  zarten glitzernden Schleier überzogen. Das viele Grün erstrahlt im Goldgrün, das Sonnenlicht scheint sich in allem zu spiegeln, erstaunlich, wie anders als alles bisher gesehene & erspürte. Einige Überraschungen, wie das Ticket für die Skyline, Bahn in die Stadt kann man in deutscher Sprache erwerben, bei Ankunft in  Downtown werden in gleich Freßbüdchen auch Bratwurst angeboten, auch so geschrieben.

Nicht das mich das besonders gefreut hätte, die  Bratwurst macht mich ja nicht an. Ist einfach seltsam und zugleich vertraut soweit von Zuhause dieses Angebot zu lesen.

Alleine diese ersten Eindrücke lassen erahnen, was sich dann  mit jedem Schritt wieder zeigt, Vielfalt, Leichtigkeit, entspannte Regsamkeit und Lebenslust.

Und das Glück ist mir hold.

Karime meldet sich, ist zurück aus Toronto und lädt mich eine ei ihr zu wohnen. Nach 2 Nächten Hostel nehme ich das Angebot an und mache zum zweiten Mal Couchsurfing auf Einladung in einem schönen Appartement in einem 33 Stockwerken hohen Haus, das nur mit Code und Schlüssel zu betreten ist, wie im Hochsicherheitstrakt komme ich mir vor.

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Die Küche wo nur ich koche und die Couch wo nur ich surfe, oder wie man sowas nennt.

Die Waterfront zu mehreren Seiten mit Häfen für die unterschiedlichsten schwimmenden Hohlkörper, bieten neben  Wassersportmöglichkeiten, jede Menge Plätze für Segel- und Motorboote,  ebenso legen riesige Kreuzfahrtschiffe dort an.

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Ich fahre mit den Bus, Seniorentarif für Menschen über 60, in ganz Kanada auch bei Eintritten öfter Mal. Für ca. 1,30€ kann man 1,5 Std. fahren auch mit dem Seabus. Das verrät mir eine ältere Chinesin beim Warten auf den Bus. Überhaupt viel wichtigen Dinge erfahre ich  durch Gespräche auf der Strasse.

 

Karime empfiehlt Granville Island, eine kleine Halbinsel eine Super Einkaufs-Mal, ich mache es dann auch. Alles was es zu essen gibt auf der Welt scheint es hier zu geben, jedenfalls für alle die das nötige Kleingeld oder besser Großgeld haben. Es ist überwältigend, welche bunten Berge an Gemüse, Obst, Kuchen, auch Fleisch, Fisch, Krustentieren, Hummer, Krabben, Krebse sowie die ganze Vielfalt an Delikatessen aus vielen Ländern, sch hier türmen.

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Auch allerlei Kunsthandwerkläden & Galerien haben ihre Markthallen mit wunderschönen Arbeiten, auch da alles was ein Herz begehren könnte,  viel geschmackvolles, edles, wertvolles, beste Qualität,  kein Touristenramsch.

Fast hätte ich mir den Bären aus der Gaspesie, auf ein T-shirt drucken lassen, aber das Foto schien mir doch nicht gut genug, war wohl doch zu nervös als ich es gemacht hab. Die Socken mit den Bären, die Biggi & Rosemarie mir letzten Jahr als Trost schenkten weil ich keine Bären gesehen hatte, bringen mir wirklich Bärenglück. Warum ?! Nun die nächsten Tage bringen noch allerlei

Nichts kaufen zu können ist sehr entspannend, ich bin sehr zufrieden mit diesem Umstand, es ist befreiend.

Anschließend erfrischt ein langer Spaziergang an der Waterfront auf der anderen Seite der Stadt mein Gemüt.

Ziel war der Stanley-Park, doch da hatte ich mir zuviel vorgenommen, viele Kilometer  am Ufer entlang über Asphalt, mit wunderschönen Aussichten haben mich geschafft.

Den nehme ich mir für den nächsten Tag vor wenn ich wieder frisch bin. Ein sehr großer Park, wie eine kleine Halbinsel mit viele alten Bäumen, das wäre was für Sophie, die Baumkennerin aus unserer Wandergruppe, denke ich. Auf manchen Wegen gehe ich länger auch alleine, an den “Hotpoints” sind jedoch jede Menge Leute unterwegs.

Karime meint den Crouse-Mountain, den müsse ich unbedingt kennen lernen.

Alles klar, mache ich.

Los geht’s!   Oben erwähnte Fahrt mit Bussen und Seabus bringen mich und viele andere zum Fuß des Berges. Ein bisschen enttäuschend, man kann den Berg nicht erwandern, eine Kabinenbahn bringt die Menschenmassen, 2. Enttäuschung, auf ein Hochplateau. Auf diesem kann noch  eine Anhöhe zu einem riesigen Windrad erklommen werden. Von dort ist die Aussicht auf die einmalige Lage von Vanvoucer  grandios.

Grizzlybären werden angekündigt mit gr0ssen Foto’s.  Sie haben dort zwei Grizzly Bären in einem weitläufigen Waldgehege. Einer  wurde verletzt aufgelesen, der andere war ein Junges, dessen Mutter überfahren worden war.  So gab man den beiden hier eine ganz eigene Heimat.

Ob die sich wirklich sehen lassen, dämpfte ich meine Hoffnung.

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Sie sollen mit Wassermelonen, die in einen Teich im Gehege geworfen werden , angelockt werden, ob das klappt?!

Und dann nach einer kurzen Weile …….trabt tatsächlich einer der beiden heran und es dauert nicht lange da kommt auch zweite. Die Leute interessieren sie nicht, einzig die Melonen, die sie wohl mehr riechen als sehen, sind in ihrem Fokus.

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Sie sind verspielt und kein bisschen interessiert an den Menschen, die hinter einem Zaun stehen.

Faszinierend diesem putzigen Spiel, dass die Beiden da treiben zuzusehen. Einer wirft sich Pose, der andere kratz sich am Stein den Rücken.

Kaum zu glauben, dass sie den Menschen gefährlich sein können, aber das können sie, denn ihr Territorium ist ihnen heilig und fressen müssen sie denn der Winterschlaf fordert 30 %ihres Gewichtes.

Anders als bei uns wir legen Winterspeck an. Sie fressen zu 80% Beeren und Gräser und nur 20 % den beliebten Lachs.

Zwar nicht so aufregend wie die Schwarzbärenbegegnung aber dennoch ein Genuss die Bären zu erleben.

Viktoria, Hauptstadt  Vancouver Island, mutet recht europäisch an, eine Stadt wie, Bonn oder Heidelberg oder  Bielefeld, ach nein nicht wie Bielefeld. Denn sie ist schon sehr hübsch, viel Waterfront, schöne Wege entlang des Wassers, recht schöne Gebäude, ein altes Marktviertel wird gerade hergerichtet. Am Abend erwartet mich auch hier eine besondere Überraschung. Nichts ahnend schlendere ich entlang des Wassers, es werden immer mehr Menschen, zweireihig sind Stühle aufgestellt direkt an der Pier, ich Frage was es hier zu sehen gibt und ob einer der Stühle zu mieten sei, man klärt mich auf.

Heute ist BC-Day   ( British Columbia), also feiern sie wieder ihren Staat, ihre Region, es gibt ein Konzert des Symphonieorchesters Viktoria, das “splash” genannt wird weil die Bühnen auf dem Wasser aufgebaut ist. Ich frage ein Ehepaar was das zu bedeuten hat und ob man einen Stuhl mieten kann , nein, die Leuten haben diese schon heute morgen 6:ooh, oder so, aufgestellt um einen schönen Platz zu haben. Da muss lachen, wie die Deutschen am Strand ihre Liege schon morgens mit einem Handtuch sichern, denke ich.

Da mischt sich ein Mann ein, ob ich einen der Stühle haben möchte, ja gern sag ich, was denn der Preis ist, zweite Reihe, das wird nicht billig sein, er sagt null, seine Gäste seien verhindert und ich könne gerne Platz nehmen. Das ist doch unglaublich oder? Wenn ich das zu Haus erzähle……..

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Die 3. Person ist der Mann der mich einlud, die Frau ist Brigitte aus Ungarn mit ihrem Freund, sie lebt seit 20 Jahren dort.

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Wird Gershwin, Starlight Express, Strawinsky  dirigiert und charmant angekündigt von einer Frau. Das ist wohl auch nicht alltäglich.

Ein Dirigent aus Köln ist auch angereist um seine/n SchülerIn, eine Violinistin & einen Violinisten  zu begleiten.

Das ganz sendet mit einem schönen kurzen Feuerwerk & einem herzlichen Abschied für diesen wunderbaren Abend. Am kommenden Tag erkunde ich in einem 10 Km Spaziergang an der Waterfront eine Halbinsel.

Dann zurück nach Vancouver, dann mit dem Bus, Amtrak heißt das Transportunternehmen, ist günstiger als die allseits empfohlene Greyhoundlinie,  nach Seattle. Es beginnt zu regnen, ein richtiger Landregen scheint das zu werden, nach 3 Wochen nur Sonne.

Doch in Seattle scheint die Sonne schon wieder.

Mit dieser Stadt, wo ich Jimmy Hendriks wahrzunehmen wähnte, kommt ein rascher Gefühlswechsel, was auch von anderen Reisenden berichtet wird.

Nirgendwo Jimmy Hendriks und doch an jeder Ecke, nur keine Gitarre erklingt. Schade!

Ohne jede Wehmut  verlasse ich Seattle in Richtung Orgeon und Kalifornien, Küstenstraße.

Endlich wieder Natur, genug Stadt für eine Weile.

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Angabe der Quelle (nur für diesen Absatz): Flegl Rechtsanwälte GmbH