Kontraste, Kontraste- Naturparks & Las Vegas

 

DSC_1134  DSC_1151   DSC_1153

San Diego, eine lebens- liebenswerte Stadt, hat mich überrascht, ein bisschen mexikanisch, war zuerwarten, erinnerte gleich an die Stimmung im aktuellen Programm des Circe de solei, mit Namen Luzia, erinnert ihr euch, vor Wochen in Montreal, er spielt mit mexikanischen Szenen.

Hier bin ich nun mit einer Gruppe recht junger Leute zusammen und wir Zelten auf einem staubigen, engen Platz in San Diego. Die Nachbarn spielen die richtige Musik zu dieser warmen, trockenen, stets sonnigen Gegend: “it never rains in southern Kalifornia” .

Nun hab ich für zwei Wochen eine junge, taffe Reiseleiterin, Molly, ihr Name, die den Van Ford mit Trailer sehr geschickt  bewegt. Die Gruppe setzt sich zusammen aus 10 englisch sprechender Frauen, und zwei Männern, ebenfalls englischer Zunge.

Jetzt kann ich meine  rudimentären Englischkenntnisse hoffentlich rasch verbessern,  aber o weh alle sprechen anders.   Es ist nicht ganz einfach. Wir werden uns aneinander gewöhnen, müssen !

Nun geht es ab in die Wüste Süd-Kaliforniens und Arizonas, zum Joshua-Treepark. Stundenlang fahren wir durch öde Landschaften, das Thermometer steigt auf 36, 38, 40, 42,  upps 44 haben wir verpasst, dann auf 46 °. Ein Glück, wir haben Air Conditione, die schafft es kaum noch, die nächste Pi-Pause findet an einer Tankstelle  für 10 Min. in der Wüste statt und erscheint schon da unerträglich.

Diese Art Wüste, ist nicht das was uns von Bildern aus Afrika oder dem nahen Osten bekannt ist. Hier ist es unwirtlich, grau steinig, hie und da schon Mal  grau sandig,  mit mit wenigen grau-grünen staubigen dürren Sträuchern. Wenig was dem Auge schmeichelt soweit es reicht. In der Ferne wird einmal ein bergiges Land sichtbar. Es ist gut gefahren zu werden, diese Tour hätte ich alleine nicht machen wollen, da wäre ich trübsinnig geworden.

Dann nach vielen, vielen Stunden kleine Lichtblicke. Diese sehen so aus, dass sich nun am Wegesrand Kakteen mit kleinen Puschelblüten zeigen und Molly, begeisterte Freudenrufe ausstößt, “cool, awesome,” letzteres bedeutet genial, wieder was gelernt.

Diese werden mehr und mehr, der Sand zeigt sich hier zunehmend  in  angenehm gelblichem Farbton.

Und dann plötzlich kommt leben in die Landschaft, wenn auch nur in Form von Sandsteinen in allen Größen, die sich gerundet, Schmeichelsteinen gleich, aneinander schmiegen. Vor diesen Steinen tauchen nun, zunächst vereinzelt, die berühmten, dem Park seinen Namen gebende, Joshua Bäume auf.

 

DSC_1183    DSC_1206   DSC_1207   DSC_1343

leider sin fast alle   Fotos der Joshuatrees zu groß, können hier nicht eingefügt werden, nun ja, bisschen schade

Das ruft wieder große Begeisterung bei Molly hervor. In der Tat sie sehen wunderschön aus die Bäum’chen insbesondere vor den Naturkunstwerken, den teil’s riesigen Steine.

Hier wollen wir eine kleine Wanderung machen, denn womöglich können wir die in der Wüste lebenden Dickhornschafe sehen. Molly hat zwar bisher noch keine sehen können, aber haltet die Augen offen, ist ihr Tipp.

Wie steigen aus, da trifft uns der Schlag wir steigen ein in einen “Backofen”, bei heller gleisender Sonne und 46 Grad im Schatten.   Aber wir machen die kleine Wanderung von  einer halben Stunde, und was sehen wir, ja Dickhornschafe, zunächst sind es zwei in weiter Ferne auf einem Hügel und dann schau da auf einem der runden Steine nochmal zwei, die sich dort gemütlich niedergelassen haben.

Die Landschaft  wunderschön, doch die Hitze unerträglich, schnell,  nein langsam, begeben wir uns von schattengebendem Stein, zu Baum und wieder Stein, um zum Auto zu gelangen. Jeder kleine Hauch von Wind schneidet heiß in die Haut.

Eine nie gemachte Erfahrung, sich in solche Hitze zu bewegen, erscheint mir eine Zumutung, der Einatem ist wärmer als die ausgeatmete Luft, ein höchst seltsames Gefühl.

Endlich wieder im Auto, wo uns die kühle Luft umarmt.

Weiter geht’s zum Ort “29 Palmen”, es ist die Hauptstadt  für Cristal Met, sagt Molly, mitten in der Wüste, wirklich nur 29 Palmen mit ganz oben ein paar Wedeln, die wenig Schatten geben und eine handvoll Häuser in der kargen Weite verstreut, doch was genau dort geschieht weiß sie nicht.

Das nächste Ziel ist mehr als verlockend, der Colorado River, in dem wir auch baden können. Bald sind wird dort, da ist er schon der Fluss. Halten raus aus dem Auto und, ja und, brennende, sengende Hitze, aber der Colorado lockt, also rasch hinein ins kühlende Nass. Es ist eine wahrhaftig hoch willkommene Abkühlung, wir sitzen und sitzen wie in einer Badewanne relativ ufernah, die Strömung ist mächtig , fast wäre ich zu weit stromabwärts geschwommen, nur mit Mühe komme ich zurück zum Ufer und zu den anderen.

 

DSC_1215  DSC_1216

In dieser Vollmondnacht schlafen wir, nachdem wir nochmal lange im Fluss, Mond und Landschaft genießend,  gebadet haben,  aufgereiht nebeneinander direkt am Flussufer, nur  mit einem dünnen Tuch bedeckt.

An Schlaf ist kein denken, keine/r tut ein Auge zu, zu heiß, nur vom Fluss kommt ein wenig lauwarme Luft, ansonsten weht es die ganze Nacht heiß. Eine nach der anderen steht auf und sucht das Wasser auf, um Kühlung zu bekommen und vielleicht doch noch eine Auge zu zu machen. Ein Erlebnis der besonderen Art.

Zumindest brauchen wir keine Zelte einzupacken am nächsten Morgen.

Weiter  zum Grand Canyon geht’s wieder in stundenlanger Fahrt durch recht unattraktive Landschaft. Öde, wenig Besiedlung, wer will hier überhaut wohnen, zudem ist die Architektur der USA in den ländlichen Gebieten,  für mein empfinden wirklich eine Zumutung.

Ein heiterer Stopp an diesem Tag ist die legendäre Route 66.

 

DSC_1222   DSC_1230

DSC_1219   DSC_1225

Noch an diesem Nachmittag gelangen wir zum Grand Canyon und Molly hat uns eine Überraschung versprochen.

Sie will uns ihre Lieblingsstelle zeigen. Ganz, ganz spannend!

Wir dürfen uns ein kleines Kopftüchhlein aussuchen, damit verbinden wir unsere Augen und gehen in einer  Polonaise- Formation einen kurzen Weg entlang, leider kennen die Mädels und Jungs das nicht,  daher wird in meinen Gesang: “jetzt geht sie die Polonaise aus Blankenaise “,  nicht mit eingestimmt, aber immerhin es ruft doch lachen hervor, die Situation ist zu komisch.

Es wahrhaft ein unglaublicher, phänomenaler Augenblick, als wir alle gleichzeitig das Tuch von den Augen nehmen und  eine unvorstellbar, riesige in scheinbar, unendlich in die Tiefe gehende  Landschaft erblicken.

Es ist atemberaubend schön.

 

DSC_1266    DSC_1298   DSC_1276

DSC_1264  DSC_1307 DSC_1299

Der Sonnenuntergang gestaltete sich nicht ganz wie gewünscht, die Sonne verbirgt sich lange Zeit hinter einer Wolke um dann ganz kurz, bevor sie  versinkt, hervorzuschauen.

Zum Zelt ist es ein gutes Stück, inzwischen hat es geregnet ein Sommermonsunregen, doch nicht so heftig wie in den Tropen, der hat Abkühlung auf 17 ° gebracht.

30° weniger als gestern, aber wohltuend. In dieser Nacht finden alle ihren Schlaf und mein, bislang viel zu warmer, Schlafsack kommt auch zum Zuge.

Denn für den kommend Tag müssen wir fit sein, wir wollen in die Tiefen wandern, die mittlere Wanderung nur  7-8 Km, aber in der Tiefe wird es immer wärmer und es geht nur bergab Rückweg klar bergauf.

Wir sind alle sehr gespannt welche Eindrücke uns beschert werden von diesem Naturwunder.

Das Wetter meint es gut mit uns, Sonne und Wolken bei 25 °, genau richtig für diesen Wandertag in die Tiefe.

Alle gehen mit bis zum Cedernplatz, dann wieder langsam nach oben.

Einige haben einen Helikopterflug gebucht, sie müssen bald  zu Flugplatz.

Ich geh mit Ross, dem Jüngsten der Gruppe er ist 19, noch ein Stück weiter in die Tiefe. Doch um den Colorado zu erreichen hätte es noch ein paar Stufen tiefer sein müssen. Ja dieser Colorado in dem wir zwei Tage zuvor gebadet hatten, er fließt durch das Tal des Grand Canyon.

An diesem Tag erleben wir Landschaften von unvorstellbarer Schönheit, denn der Grand Canyon sieht nicht nur wunderschön und imposant, mit seinen  vielfarbigen Gesteinsschichten, gibt er Einblick in die Erdgeschichte über Millionen Jahre, die einzigartig sind in der Welt.

Nun sind wir schon ein paar Tage gemeinsam unterwegs, haben gemeinsam gekocht oder sowas ähnliches, Zelte auf- und abgebaut, es hat sich ein Teamgeist gebildet. Besonders Kim, die uns alle immer wieder abwechselnd, my dear, honey der darling nennt, hat dazu einen großen Beitrag geleistet. Ich habe ihre Sprache “Kim speach” genannt, nach dem Film “King speach” , der im letzten Jahr in den Kinos war.

Dann wieder ab in den Van, heute geht es nach Las Vegas, wieder in die Wüste.

Lange Fahrt durch wenig interessantes Land, in eine künstliche, brausende, laute, heiße Stadt.

Doch  wir sind in einem vorzüglichen Hotel und für mich hat Molly eine besondere Überraschung, da ich mich beim abendlichen Partybus ausgeklinkt habe, bekomme ich ein Doppel-als Einzelzimmer mich alleine, damit ich nicht gestört werde, wenn die Party zu Ende ist.

Juchhu! Zwei Queensbetten, Wohnraum, kleine Küche, großes Bad, natürlich mit Airkondition, der Poll direkt vor meinem Fenster, aber geräuschlos, (wie die das machen ist mir ein Rätsel) nicht schlecht.

Las Vegas bei 40 ° im Schatten, es übt keinerlei Reiz auf mich aus.

Also bleibe ich an diesem Tag in meinem Refugium, gehe schwimmen um 9:00h völlig alleine im Pool, zum Frühstück ins Restaurant des Hotels, die Küche ist völlig unbrauchbar, wie die Stadt ein Feek, mache es mir gemütlich.

Das kennen die in diesem Land glaube ich nicht, schon gar nicht in Las Vegas!

Am Abend um 20:00h ,es ist schon dunkel, doch die Stadt ist ein Lichtermeer, ist mir was wichtiges  entgangen? Gehe Mal um die 4 Ecken, da entdecke ich eine Hofbräuhaus-Replik.

Es sind noch immer 38°!

 

DSC_1332    DSC_1335 DSC_1339

Es sind auch dubiose Gestalten unterwegs, ich fühle mich unwohl und gehe wieder ins Hotel. Ist nicht meine Welt.

Tag der Abfahrt in den Yosemite- Park. Unsere Gruppe wurde geteilt und mit einer anderen zusammengewürfelt, das ruft bei einigen Unmut hervor. Molly mussten wir verabschieden und bekamen Kelsey, auch eine wirklich nette, die Ihre Gruppe gut erzogen hatte. Einräumen, ausräumen, Zelte aufbauen, Essen bereiten, Van auskehren, Einkaufen, alles aufgeteilt und mit engem Zeitfenster, dem unsere Gruppe sich lässig entzog. Spannungen sind vorprogrammiert, es menschelt eben immer in Gruppen.

 

Unendlich erscheint die Fahrt, durch völlig eintönige, flache, triste Landschaft, bis zm Yosemite.

Yosemite, wir werden reichlich belohnt, plötzlich gibt es Berge, wieder Bäume, auch grüne Hänge, wir fahren hoch hinauf über den Pass bei ca 2500 Metern, der nur kurze Zeit im Jahr geöffnet ist. Dann nach dem Pass in eine wunderschöne, ungewöhnliche, bergige Landschaft, mit glatten Granithügeln, die von  Gletschern gebildet wurden.

Sehen auf dem Weg schon den “Half Moon Dome” in der Ferne, eien spektakuläre Erhebung von 2800 m ca. dort werden wir wandern. Wir alle sind sehr neugierig.

Dann hoher Nadelwald, wie fahren zu den Sequoia Bäumen, die bis 3000 Jahe alt sind, unglaubliche Natur.

Unser großer Wandertag 12 Km , davon 5,5 bis zur  halben höhe des Half Moon Domes, mit dem Vernel- und dem Nevada Wasserfall.

Doch nur  die halbe Gruppe entscheidet sich für diesen Weg, eine klettert, andere fahren mit dem Fahrrad, andere nehmen einen kürzeren Wanderweg.

Hoffentlich geben die Bilder ein  wenig die phantastischen Landschaft wieder. Dieser Wandertag war einer der anstrengendsten, die ich bisher hatte, auch einer der überraschendsten.

 

DSC_1431 DSC_1385  DSC_1432

Eine ganz ungewöhnliche Bergwelt, mit steilsten Passagen, Schluchten, Fällen, Flüssen, eröffnet sich auf dem Weg, nach jeder Kurve zeigt neues, ungewöhnliches.

Der Vernel-Wasserfall zeigt sich nach  1, 5 Std. Aufstieg auf einem recht gemäßigten  Weg, der befestigt ist und etwas enttäuscht, im Gegensatz zum Fal, der tosend hoch herab fällt.

An diesem vorbei geht es dann in steilen, hohen Steinstufen, die ich oft nur auf allen vieren schaffen kann, nach oben, um von dort auf den Wasserlauf herabzusehen, der Fluss hat sich bevor er die Steilwand herabrauscht, breit gemacht auf der Hochfläche, kleine Teiche gebildet, die natürlich, bei 26 ° und dieser Anstrengung, zum Baden  einladen.

Doch das ist streng verboten, denn die Strömung ist zu stark, nicht sichtbar, offensichtlich aber rasch und unbeherrschbar wenn man drin ist.

Von dort geht nun nicht mehr ganz so steil in Serpentien weiter, der Nevada Fall ist schon  zu sehen, doch es dauert weitere 2 Std. bis er erreicht ist.

DSC_1464   DSC_1467 DSC_1442

 

In Blick in die Tiefe, ein Blick in die Höhe zum Half Moon Dom, der  4,5 Km weiter hoch erwandert werden kann. Sonne, kleiner, breiter Stausee, der wieder zum Baden einlädt.

Nach dem Picknick, das ich alleine einnehme, hab die anderen auf dem Weg verloren, alle gehen ein anderes Tempo, bleiben staunend stehen, oder machen eine Extrapause, mache ich ein Power-Schläfchen.

Zum  Abstieg steht dann noch eine längere aber leichtere Variante zur Verfügung, das zu Wissen entspannt.

Erschöpft, aber glücklich kommen wir dann um 18:00h am Treffpunkt zusammen und berichten einander.

Der nächste Tag ist unser letzter, es geht nach San Franzisko, zur “Golden Gate Bridge”, die jedoch rot ist.

Den Namen hat sie weil sie die beiden Landarme der weiten Bay, in der die Gefängnisinsel  liegt, verbindet und daher eine perfekte Verbindung zwischen Nord und Süd Kalifornien darstellt.

Dann kommt der Abschied von der Gruppe, unser letzter Abend, er wird rauschend gefeiert auf dem Balkon von Kim und Mike, der immer wieder neue Sessel heranschafft.

Die letzten gehen um 3:00h schlafen, inzwischen kam der Kellner 2 mal mahnend etwas leiser zu sein, ja gern, um dann doch wie vorher weiter zumachen. Amelie, die Jüngste bekommt Anweisungen über ihr Händy von der Mutter, die in England offensichtlich kein Auge zu tut, aus Sorge um die wilde 19 Jährige, die das mit einer klassischen Geste in den Wind schlägt.

Doch am nächsten Abend sind Kim & Mike, Carolin, mein Travel-Angel, & ich noch in der Stadt und treffen uns für einen letzten endgültigen Abschiedsabend.

Wir verabreden uns  für weitere Wanderungen, dann auf dem Rheinsteig  im nächsten Spätsommer.

Ich freu mich jetzt auf Hawai, auch wenn ich noch einige Tage in San Franzisko habe. Eine wundervolle Stadt, sie gefällt mir, ist so ehrlich, so echt, nicht aufgedonnert, das Gegenteil von Las Vegas.

Was werde ich da noch erleben, bin wieder neugierig.

Hier zunächst noch san Fransisko

DSC_1518

DSC_1465

DSC_1544

DSC_1520   DSC<div class='adsense adsense-leadout' style='float:right;margin:12px'><script async src=

_1504" width="300" height="169" srcset="http://mona-mal-weg.de/wp-content/uploads/2016/08/DSC_1504-e1472352963408-300x169.jpg 300w, http://mona-mal-weg.de/wp-content/uploads/2016/08/DSC_1504-e1472352963408-768x432.jpg 768w, http://mona-mal-weg.de/wp-content/uploads/2016/08/DSC_1504-e1472352963408-1024x576.jpg 1024w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" />

Viel spannendes, bis heute, was dann geschah!

 

6.563 Gedanken zu „Kontraste, Kontraste- Naturparks & Las Vegas

  1. I am really inspired along with your writing skills and also with the format to your weblog.
    Is this a paid subject or did you customize it your
    self? Anyway stay up the nice high quality writing, it is rare to look a nice blog like this one
    today..

  2. <