Fiji – Intermezzo

Fiji-Intermezzo

21.10. 24.10.16

Internationaler Airport in Nadi, der grad groß um und ausgebaut wird. Die Shoppinglounge riesig und internationaler Standard, alle Shops wie überall. Ist schon langweilig. Ganz wenig aus der Polynesienkultur. Schade!

Zum Boarden geht es durch Gänge zwischen den Shops.  Hier, wie auf Samoa, sollen mehr Gäste, mehr Touristen ins Land geschleust werden. Nadi ist bisher Town, soll ab nächstes Jahr City werden, Autobahn zum Airport wird ausgebaut und mit umliegenden Gemeinden zusammengeschlossen, erzählt der Taxifahrer. Denn Nadi hat nur 45000 Einwohner. Um den Citystatus zu bekommen muss eingemeindet werden.

Mein Hostel ist schon ein Edelhostel, das Smugglers Cove ist ein Resort, hat Spa und Kosmetiksalon, die alles anbieten was Frauen und auch Männer für Schönheit oder Wohlbefinden tun möchten. Besonders das Haarentfernen, wo auch immer, ist ein großes Thema dort.  Körperbemalung mit Henna, Nagelpflege, -verlängerung und -lackierungen jeder Art und verschiedenste Massagen.

So tragen einige Damen ihre Zehennägel auf Samoa.

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Sie brauchen natürlich nie geschlossene Schuhe zu tragen. Denn Wandern ist auf Samoa nicht üblich, ebenso wenig auf Fiji. Bei den ständig warmen bis heißen Temperaturen ist Wassersport eher angesagt, wenn überhaupt. Das ist natürlich verständlich.

Im Smugglers Cave sind auch Lowbudget-Reisende wie ich gut aufgehoben, das Haus ist neu. Allerdings sollte man sich lieber auf ein geschlechtergemischtes 4er Zimmer einlassen, die sind wesentlich besser als die reinen Womenrooms, dort waren 16!!! Betten im Raum. Ich bin umgezogen, da dort die Aircon ausfiel und das war gut. Denn Nacht‘s wird es recht stickig in den Räumen ohne Aircon.

Ich ziehe also um und bin mit Matheau, einem jungen Franzosen, im Raum. Er zeigt mir Fotos, ich ihm, denn er will nach Big Island zum Vulkan und kommt aus Australien, wo er 4 Monate gearbeitet hat, er ist Bäcker. Er war auch am Ayersrock, wo ich gerne hin wollte. Sehr heiß, er hat dort 3 Nächte im Auto verbracht. Die beiderseitigen Erfahrungen aus zu tauschen passte genau.

Auf diese Weise findet ein reger Austausch von persönlichen Eindrücken und Erlebnissen mit Reisenden statt. Diese können die Reiseentscheidungen sinnvoll beeinflussen. So hatte ich immer Mal wieder nette Gespräche mit  Reisenden aus Neuseeland, die mir geraten haben nicht im Dezember nach Neuseeland zu reisen sondern erst im Januar.  Darauf hin habe ich meinen Reiseplan geändert und werde im Dezember in Australien sein und erst im neuen Jahr Neuseeland besuchen, denn dann ist dort wirklich Sommer. Dieser ist jedoch nie so heiß wie der Sommer Australiens oder die Temperaturen der Südsee.

Matheau hatte ein Auto  in Australien irgendwann gab dieses den Geist auf, er hat es einfach verbrannt. Da es dort keine Haftpflichtversicherung gibt, kann niemand nachweisen wem das Auto gehört hat.

Wat et nit all jit?!

Samstag Markt in Nadi riesig groß, viele kleine Bauern bieten ihr Gemüse und Meeresgetier sehr schön an. Die Frauen die die Strandkrebse verkaufen haben es mir angetan. Sie haben immer ca. 5 zusammengebunden und die Krebse versuchen sich stets freizumachen. Ich stelle mir vor wie sie diese am Strand fangen. Ich frage wie lange sie heute hier sind, bis alle verkauft sind, kommt die Antwort ohne zögern.

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Es macht Spaß mit diesen Frauen zu reden. Es gibt gekochten Oktopus in Kokosnusssauce wie könnte es anders sein. Er ist in einer Plastikschale und sieht appetitlich aus, garniert mit einer kleinen Orange, die sich als orangefarbe Zitrone herausstellt, und einer Pfefferschote. Ich kann nicht widerstehen und kaufe diesen für Sonntag wo „mein“ Restaurant geschlossen hat. Außerdem habe noch Meeresgemüse mit Kokoscreme gekauft. Das wird roh gegessen. Sie sagt nur waschen und dann mit der Creme essen. Es sind grüne winzige Trauben, die wie Fischroogen aussehen. Schmecken merkwürdig. Ich esse nur wenig davon, ist mir zu heikel und schmeckt mir nicht.

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Sie zeigt den Oktopus den ich dann kaufe.

Mein Restaurant ist ein kleines blitz sauberes koreanisches Restaurant. Mit ganz nettem preiswertem Angebot. Sie haben Bioreis und Gemüse, was auf Farmen einer religiösen Gruppe, den Presbyterianern, angebaut wird Farmen und Healthy Restaurants verkauft wird ,es gibt eiige in Naddi. Scheint gut zu gehen auf Fiji. Es schmeckt gut und ich fühlte mich rundum wohl, wenn ich das gegessen hatte.

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Chips aus Süßkartoffeln und super leckeres Gebäck aus Kokosnuss und Süßkartoffeln.

Was nach der Markt-Oktopus Mahlzeit mit dem Meeresgemüse keineswegs tat.

Wollt halt mal wieder was probieren. Das war das zweite Mal. Das erste Mal in Apia auf dem Markt, kunstvoll in Alufolie gepackt, aber hart und ungenießbar. Dort hat die Rezeptionistin es mit Begeisterung an sich genommen. Und meinte, dass sei ein richtiges Sonntagsessen für sie.

Kava Kavawurzel wird hier reichlich geerntet und angeboten als Wurzel und als Pulver. Ein junger Mann, ein „Local“ schleppt mich zu einem Laden, der angeblich Originalkunst aus Fiji anbietet und dort gibt es eine Zeremonie mit KavaKava einem Getränk das drogenähnliche Wirkung haben soll. Irgendwie klar wir sollen hier kaufen, denn außer mir sind noch 2 junge Australier anwesend.

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Kava Kava mit ….

Lux heißt der junge Mann der sich als “Local” bezeichnet, arbeitet mit seiner Schwester zusammen. Touristen lotsen ist wohl ihr Job. Mit T-shirt und Shorts bekleidet, sehen sie nicht nach Locals aus. Aber das ist auf Fiji wohl ohnehin ein Völkergemisch, anders als auf Samoa. Sie möchten mich gewinnen um mir am nächsten Tag als Reiseleitung mit Auto zu dienen. Zu einem horrenden Preis für 3-4 Std. wollen sie mir eine Quelle mit Schlammbad zeigen. Als ich bei der Abreise mit dem Taxifahrer spreche, erfahre ich, ei

n zu Auto mieten kostet etwa 35,00€ täglich, mit Fahrer Tagespreis nochmal 35,00 Fiji Dollar ca. 17 €.  Das wäre eine nette Alternative gewesen. Leider verpasst. Schwimmen im Ozean und im Pool, Sonnenuntergang beobachten waren entspannend.

Montag 24.10. 16 um 14.30 nach Vanuatu, Port Vila.

Seit Jahren habe ich mir dieses Traumziel im Internet angeschaut und nun reise ich tatsächlich dort hin.

Aufregend, aufregend!

Samoa – bunte Südsee-Perlen

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Samoa -Upolu- Faofao Beach Fale

6: 30 h am frühen Morgen landet die Maschine auf dem winzigen Flughafen von Apia.

Das ist ein Empfang, große Wärme, leichte Brise mit Meeresduft und die Begrüßung ist so persönlich als habe man gerade auf mich gewartet.

Das Taxi bringt mich zum Hostel, langsam, ganz langsam, da kann ich mich gleich an Samoa Zeitempfinden gewöhnen. Er sagt wegen der Tiere müsse er sehr langsam fahren.

Und da kommt eine Henne mit stolz geschwellter Brust und ihren Küken über die Straße gewackelt, zum Glück war das Auto nicht schnell.

Er zeigt auf ein Schwein, ebenfalls mit Nachwuchs, das frei herumläuft, auch Kühe, Pferde, Hunde und Katzen sind immer wieder zu beiden Seiten der Straße zu sehen.

Überall steigt Rauch auf und erfüllt die Luft für eine kurze Weile. Er erzählt das sei eine Besonderheit auf Samoa. auf allen anderen Südseeinseln sei das verboten worden. Hier werden traditionell noch bestimmte Speisen in heißen Steinen gegart. Doch der Geruch ist merkwürdig, sage ich. Ja, meint er, manche verbrennen auch schon mal ihren Müll, dazu gibt es dann eine Stelle. Wir sind da, die dralle Samoanerin an der Rezeption setzt mal rasch mal den Taxipreis herunter. Taxifahrer also wie überall.

Im Hostel treffe ich Reisende aus Singapur, Frankreich und Italien, die haben die beiden Inseln Upolu und Savaii schon bereist. Sie zeigen mir gleich auf der Karte, was ich mir anschauen sollte, wie ich dort hinkomme und wo ich gute Falen finde. Falen was ist das, meine Frage. Das sind die besonderen Unterkünfte auf Samoa! Diese lerne ich dann bald nähere kennen und lieben.

Die Stadt Apia ist heiß, sehr heiß, als ich mich zu Touristinfo begebe um außerhalb der Stadt eine Unterkunft zu finden. Wieder eine üppige Samoanerin, mit einer Blüte hinter dem linken Ohr, das schwarze, dicke Haar straff zu einem Knoten gebunden, erkennt sofort was ich brauche als sie meinen verbunden Arm sieht. Sie meint Faofao Beach Fale, das hatten auch die Jungs und Mädels heute Morgen empfohlen.

Kochen will ich selbst, sage ich noch rasch, als sie schon zum Telefon greift um das für mich sehr fürsorglich zu organisieren. Sehr freundlich schildert sie wohl was ich haben möchte und auch was sie denkt was ich brauche. Verhandelt den Preis und die kostenlose Fahrt dorthin mit einem Taxi. Es geht um die halbe Insel.

Ich besorge mir noch Internetzugang, den muss man hier kaufen. Gehe zum Markt mit den vielen Kleinbauern, die ihr frisches Obst und Gemüse verkaufen. Nie gesehene Wurzeln und Früchte, wir Taro oder Breadfruit, auch reife Mango’s, Papayas, Ananas und Avocado, in verschiedenen Sorten, so wie bei uns Äpfel. Er ist ein Erlebnis, dieser Markt, auch die Preise sind unglaublich niedrig für uns Europäer. Als ich mich mit allem reichlich eingedeckt habe, erwartet mich bei der Touristinfo Isaac, um mit mir die Fahrt zu Faofao Beach Fale anzutreten.

Isaac, ist ein „Local“, und erzählt auf der langen Fahrt interessantes von der samoischen Kultur.

Er lebt in ihr und ist offen für andere Kulturen insbesondere für westliche Musik der 70ger Jahre, die kennt er gut, obwohl er erst 34 ist.  Auch Opernmusik ist ihm vertraut, in seinem Elternhaus hat er sie oft gehört.

Zunächst geht die Fahrt hinauf auf den Hausberg Apias, hinaus aus der Stadt, rechts und links sieht man Häuser auf großen Grundstücken, zwischen hohen Palmen, großen Breadfruitbäumen und vielen Büschen, die in den verschiedensten Farben blühen. Die blütenreiche, violette Bougianvillea, neben gelben Kelchblüten, die wie Winden aussehen, sieht man immer wieder, an den Straßenrainen rot- gelbe Büsche, die zur Verschönerung von den Grundstücksbesitzen gepflanzt werden. Wir fahren vorbei an Dörfern, die als solche nicht erkennbar sind, denn sie reihen sich immer entlang der Straße und haben kein Zentrum. So geht ein Dorf ins andere über. Auffällig sind die vielen großen, prächtig wirkenden Kirchen.

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Ich frage, wie das möglich ist, die Behausungen so bescheiden und dann diese üppigen Tempel. Er erzählt, dass die Kirchen den 10ten von ihren Gläubigen bekommen. Das wird offensichtlich sehr ernst genommen, ja sagt er. Den alle gehören einer Glaubensgemeinschaft an und sind sehr religiös. Welche Glaubensrichtungen hat Samoa, frage ich. Alle die an die Dreieinigkeit glauben, Gottvater, Gottsohn und Heiliger Geist. Dazu zählen neben den christlichen Kirchen, Mormonen, 7 Tage Adventisten und Methodisten. Jedoch keine Buddhisten oder Moslime, diese dürfen sich dort nicht niederlassen. Das ist eine Entscheidung der Matei, die die Dorfgemeinschaften vertreten.  Aha, so was ist das Matei? Er erzählt jedes Dorf habe 30-40 Matei, Männer, die regelmäßige Zusammenkünfte haben wo Regeln für das Zusammenleben in den Dörfern beschlossen werden. So gibt es die Regel, dass täglich um 7:30 eine Kirchenglocke läutet und alle in der Familie zum Gebet zusammenkommen, ebenso sollen alle um 22:00h von der Straße sein, sich zu Hause aufhalten. Auch die Kleiderordnung ist dort Thema, so dürfen die Frauen in vielen Dörfern keine kurzen Hosen tragen, nur mit Lavalava darüber. Die Männer aber schon, so erzählt mir eine junge Frau, die ich an der Bushaltestelle treffe. Mehr als die Kirchen und offizielle Gesetze, bestimmen die Matai offensichtlich bis in private Bereiche hinein.  Ja, sagt Isaac, auch er sei ein Matei und habe Recht und Pflicht für seine Familie auch über seine Frau zu bestimmen. Später erfahre ich wie das in der Praxis aussehen kann.

Wir fahren inzwischen an der Küste entlang, die Fahrt dauert, denn auch er fährt sehr langsam, wegen der Tiere, wie er betont.

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Die Küste zeigt sich mal mit Sandstrand und offenen kleinen Falen und Palmen oder auch mit schwarzen Lava-Steinen begrenzt, zur Inselseite hin erhebt sich ein steiler Wall, hinter einem breiten Landstreifen an dem sich Falen. Häuser und Ruinen locker an einander reihen. Ruinen deshalb, weil an dieser Küste 2009 ein Tzunami viele Häuser zerstörte und in jeder Familie Tote zu beklagen waren. Man hat lieber neu gebaut als das zerstörte wieder auf zu bauen, sollen sie die Erinnerung wachhalten? Fluchtwege, Treppen den Hang hinauf wurden danach errichtet. Ob diese ausreichen steht dahin, sagen die Leute hier.

Wir sind da. Faofao Beach Fale mit seinen rustikalen Falen direkt auf dem feinen Sand, gleich am Rande des blauen Ozeans bei „highttide“, unter den Kokospalmen, die Schatten spenden und beruhigend mit ihren Wedeln über die Falen streichen, liegt teils am Strand und teilweise auf der anderen Straßenseite.

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Grosina, die Chefin begrüßt uns, auch Isaac kennt sie gut, wie überhaupt hier viele Leute einander kennen. Auf der Fahrt hierher wurde gehupt, gewinkt, gegrüßt, dass es eine Freude war .

Falen sind die nach allen Seiten offenen Häuser, die Sozialräume für jegliches Treffen sind, auch zum Ausruhen, chillen, relaxen, Pause machen, warten Einzelner dienen. Immer sieht man Menschen, die dort miteinander reden, auf den Bus warten oder auch offizielle Treffen in den großen Falen, wie Besprechungen.  Dann gibt es Falen, die eigens für die Treffen der Matei’s errichtet wurden. Die Falen die vor jedem Haus stehen, nehmen auch Besuchende als erstes auf, daher stehen sie vor den bescheidenen Wohnhäusern der Familien, die teilweise auch Fale sind.

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Die Bilder mögen für sich sprechen. Zu dieser speziellen Bauweise auf Samoa hat ein Schweizer geforscht und ein Buch geschrieben. Die offene, immer sichtbare Lebensweise hat Margret Mead Anfang des 20ten Jahrhunderts beforscht und diese als paradiesisch beschrieben. Ihre Thesen wurden dann später wiederlegt.

In Faofao schwimme ich zum ersten Mal wieder nach drei Übtagen mit meinem lahmen Flügel, der hier unter idealen Bedingungen rasch Fortschritte macht.

Der Ozean ist hier zu jeder Tageszeit warm, morgens früh um 6 vor Sonnenaufgang, abends um 20:00h im Dunkeln, das Wasser ist immer klar, auf dieser Seite der Insel ist Ebbe und Flut nicht so eindrucksvoll. Auf Savaii , der zweiten Inseln die ich dort besuche ist das ganz anders.

Ich koche selbst und habe bald einen netten Kontakt zu Sue der Tochter und Tina der Nichte von Grosina, die dort für die anderen Gäste kochen. Der Hausherr hat einen sicher 70cm langen Tunfisch gefangen, da bekomme ich eine dicke Scheibe ab und kann heute rohen Tuna essen. Eine einmalige fantastische Gelegenheit frischen Tunfisch von einem Kleinfischer.

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Mein Nachbar Pouwel aus  Tscheschien, wir wollen gemeinsam per Autostopp zur Schildkröteninsel. Das erste Auto ein Kleintransporter hält gleich, nimmt uns beide in den Fahrerraum auf. Denn es ist ein Fischer, der seine morgens gefangenen Fische zu den Kunden und Resorts bringt. Auf der Ladefläche steht der Kollege, der das Angebot ausruft. Wir fahren die ganze Fischverkaufstour mit, so interessant ist die Fahrt in entlegene Regionen und auch die Unterhaltung. Er erzählt von seinem schweren Geschäft, morgens fischen und dann mit dem Kleinlaster über die halbe Insel, er ist immer müde, sagt er. Doch das hört man von allen hier. Er spricht von einem besonders nahrhaften Blattgemüse, der „Laupele“, die alle im Garten haben, die aber nie auf dem Markt zu finden ist. Ich horche auf, die hatte auch Isaac schon erwähnt, als sei es eine Wunderpflanze. Ob er mir die nicht einmal zeigen kann, frage ich, doch schon, wenn er sie sieht will er halten.

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Wir fahren noch lange, doch dann hält er unvermittelt an springt aus dem Auto und kommt mit einem großen gezackten Blatt wieder. Das ist Laupele. Können wir nicht etwas mehr davon bekommen, gegen Bezahlung, dann könnte ich die einmal kochen. Er sagt ich soll die alte Frau dort fragen. Ja, sie will mir die gewünschten 8 Blätter für einen horrenden Preis geben. Das ärgert den Fischhändler, er geht in den Garten und erntet reichlich, es scheint die Frau nicht zu stören. Super am Abend koche ich Laupele, die Wunderpflanze aus Samoa

Beim Abschied bedankt er sich das wir mitgefahren sind.

Wir steigen in den Bus nach Apia, die Schildkröten können wir später noch sehen. Auf zum nächsten Abenteuer.

Die Busfahrt von Apia zurück nach Faofao mache ich alleine denn Pouwel hat sich einen Roller gemietet, mit dem er die Insel erkunden möchte.

 

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Um 17:00h letzter Bus an der Küste entlang über den Berg nach Faofao. Es ist Rushhour in Apia, alle die von den Dörfern in der Stadt arbeiten fahren zurück. Der Bus ist rappelvoll, wenn Bus immer schon interessant war, hier ist es ein Abenteuer. Auf den kleinen Holzbänken sitzen, die meist beleibten Samoaner und Samoanerinnen und halten jeweils noch jemanden auf den Knien. Immer noch steigen Leute zu. Dann hält der Bus. Die meisten steigen aus. Ich bin verwundert als der Bus dann parkt. Es klärt sich bald. Nach 15 Min. kommen alle wieder beladen mit dicken Einkaufstaschen und Paketen, die dann auch noch verstaut werden im übervollen Bus. Los geht die Fahrt, mit lauter Popmusik geht es übers Stock und Stein. Am offenen Eingang postiert sich stets ein junger Mann, der allen beim ausladen behilflich ist.

Es ist schon faszinierend wie gelassen und selbstverständlich, dass alles hingenommen wird. Auch wie die Leute gegenseitig diese Mängel ausgleichen.

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Am nächsten Tag will ich den Costalwalk machen, eine Wanderung zu einem Vulkanfeld. Schon früh versuche ich per Autostopp zum Einstieg des Wanderwegs zu kommen. Autostopp auf Upolu ein reines Vergnügen alle Autos halten und wenn sie auch nur sagen wollen, dass sie gleich da vorne abbiegen müssen. Alle sind interessiert und freuen sich über den kurzen Kontakt.

Gleich hält ein Paar aus Neuseeland. wir sind gleich im Gespräch und entdecken gemeinsame Interessen, die Pflanzenwelt Samoas. Irina ist Samoanerin und kennt vieles hier auch die Früchte und da legt sie mir die Sasalapafrucht ans Herz. Da sagt er wir können doch am Resort dort abbiegen und versuchen einen Saft der Frucht zu bekommen. Gesagt getan, wir bekommen dort tatsächlich einen Sasalapa -Smoothi mit Erdbeergeschmack

Ich komme sehr spät zum Wanderweg und muss ein ganzes Stück in den schattenlosen Weg entlang bis ich zum dichten Wald an der Küste komme. Auf einem Lavafeld entlang der steilen Küste schlängelt sich der Weg mit interessanten Ausblicken.

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Nun will ich nochmal einen Ortswechsel vornehmen. Einmal die ganze Küste erkunden und eine schöne Fale finden, sowie die Schwenkes in Lufilufi aufsuchen, die mir Klaus, der vor 30 Jahren dort war, so dringend empfohlen hat zu besuchen.  Mit Isaac mache ich mich auf den Weg. Wir erkunden die verschiedensten Orte und Strände, auch die Resorts schauen wir an, interessante Unterkünfte, wo jedoch jeder Kontakt zur Bevölkerung der Insel ausgeschlossen ist.

Schließlich fahren wir nach Lufilufi und finden dort nach einigem hin und her die Schwenkes.

Der Empfang ist so überaus freudig, die Einladung zu bleiben so als gehöre ich zur Familie, dass es schwer fällt diese abzulehnen. Mika und Theresia Geschwister, die vor 30 Jahren Klaus und Gabriele kennenlernten., sehen mich als Gesandte von “Dr. Klos“, wie Mika immer wieder sagt. Er habe immer gewusst und gebetet, dass „Dr. Klos“ wiederkomme und nun habe Gott mich geschickt.

Ich entscheide dort zu bleiben und schicke Isaac weg. Nun ist kein wegkommen mehr aus dem Dorf Lufilufi.

Mika, der jetzt den Namen Tussa trägt, das sagt er immer mal wieder, es scheint wichtig, spricht mit gedämpfter Stimme wenn er sein unerschütterliches Gottvertrauen betont.

Auf dem Weg zeigt er mir rundum die Familien für deren korrektes Verhalten in der Gemeinschaft er verantwortlich sei. Auch  die kleine Bananenplantage, die direkt an die Frauen-Fale angrenzt, so wie den Umu, eine Außenkochstelle aus Lavasteinen, dort wird die traditionelle Breadfruit und die Tarowurzel gegart. Beides schmeckt sehr lecker.

Und diese Feuerstelle frage ich und zeige auf eine schwarze Stelle die noch raucht, er antwortet ohne Scheu, ohne im geringsten zu denken er tue etwas nicht korrektes.

Dort verbrennen wir den Müll.

Mein Bild von der gezeichneten Idylle bekommt einen ersten Riss. Neben der Abfallentsorgung per Feuer liegen auch Einzelteile eines Fernsehers. Der ist vor 2 Jahren beim Tzunami zerstört worden, erzählt Tussa.

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Ich sehe noch den Schweinestall innerhalb des Hauses, oben offen zu Küche hin, die eigentlich nur aus einem Regal und einem Kühlschrank besteht, der jedoch seit langen nicht mehr funktioniert. Sehe  die Fale mit Wohn-Schlafraum und Esstisch. Da kommt gerade das freilaufende Schwein in den Raum, in dem schon Hunde, Katzen und natürlich die Hühner ein und ausgehen, mit einem Besen hin und wieder mal verscheucht, wenn sie was essbares auf dem Tisch erhaschen wollen.

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Tisch, Stühle, Bank, alle sind ramponiert, es fehlen Stücke an der Rückenlehne, ein Tischbein steht schief, als wolle es gleich einknicken. Das Oberteil eines  Geschirrschrankes steht auf dem Boden eine Türe ist ausgewechselt in weiß, das heißt es war einmal weiß, es scheint weiß unter der Schmutzschicht durch. So verbirgt sich auch die Farbe der Armlehnen der Stühle unter einer graubraunen Schmutzschicht.

Die Spüle ist draussen aufgebaut, da trinken auch die Tiere schon mal.

Tussa zeigt auf die Katzen und sagt, die sorgen dafür das keine Raten kommen.

Ach ja, da ist die Toilette. da das Wasser zur Spülung, wir holen es vom Fluss, denn vor 2 Jahren hat der Tzunami die Leitung zerstört. Trinkwasser wo holt ihr das, frage ich schon etwas irritiert, an der öffentlichen Wasserstelle im Dorf, sagt er als wäre das völlig selbstverständlich. Ja, es dauert alles etwas länger auf Samoa, meint er, als er meine Irritation bemerkt.

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Er zeigt noch seine Fale, die er mit seinem 22 Jahre alten Sohn bewohnt und die wirklich sehr dürftig aussieht mit zwei Bettstellen,  Samoaner und Samoanerinnen schlafen auf einem Holzkasten bedeckt mit einer dünnen Decke. Das Dach ist notdürftig gedeckt mit  alten Wellblechstücken, mit Rissen und Löchern. Dieses Wellblech ist neben den Palmwedeln durchaus hier üblich, doch ein Dach in diesem Zustand habe ich bisher nicht gesehen.

Tussa erzählt hier auch von seinen Hüftschmerzen und den ständig zu heißen Füssen. Was soll ich dazu sagen?!

Vor seiner brüchigen Fale steht allerdings eine große, offene Fale mit Betonsäulen, die in Schuss gebracht ein gutes Wohnhaus sein könnte. Er sagt es sei sein Elternhaus und daneben sind seine Eltern auch beerdigt. Das ist hier so üblich, da man unveräußerbares Land besitzt.

Vor dem Dinner läutet um 19:30 eine Dorfglocke, da versammeln sich die Familien zum Gebet an einem Altar, der Tussa betet auf englisch, damit ich es verstehe, und bedankt sich inniglich dafür bei Gott, dass dieser mich in sein Haus entsendet hat, was seiner  göttlichen Weisheit zu verdanken sei, denn es sei eine große Ehre, die ihm Tussa und der Familie zuteil werde.

Theresia hat sich zurück gezogen, wuselt in der Küche für das Abendessen, es gibt Weißbrot und Tunfisch aus der Dose, im Laden an der Ecke gekauft. Danke, ich möchte nicht mehr essen so spät, ich habe Allergien und muss sehr speziell essen, begründe ich, denn, auf das Frühstück bin ich nicht mehr neugierig.

Das verstehen alle. Auch bei Tisch erzählt Tussa. Seine Schwester, deren beide Töchter 18 und 22 Jahre, die inzwischen eingetrafen und auch sein  Sohn, haben still platz genommen. Er bekommt ein größeres Stück vom Tunfisch, das hat mich nun nicht mehr verwundert. Am nächsten Morgen bekommt er als einziger eine Hälfte meiner Papaya, von Theresia zugeteilt.

Er ist unendlich begeistert davon, dass ich nun da bin und Gott mich geschickt hat, davon ist er überzeugt, dem Grund dafür komme ich nicht auf die Spur. Im nachherein könnte man mutmaßen.

 

Doch ein kleines Erlebnis am Abend, lässt die  Zwiespältigkeit und auch Widerstand, gegen dieses System durchscheinen. Die jungen Mädels wollen zum Bingo fahren, da kommt ein Bus der sie abholt.  Tussa wird richtig böse, hier wäre Besuch, da hätte die Familie zuhause zu bleiben, versucht er das zu verhindern. Doch es gelingt nicht, sie gehen sogar Theresia fragt mich, als er nicht zugegen ist, ob sie gehen könne. Ihre Töchter sind wortlos gegangen, sie hat gezaudert, jetzt ist der Bus weg.

Tussa hat verloren. Das ist der Zeitenwandel, versuche ich zu trösten, manches verändert, sich oft ist das auch gut. Er denkt nach, kann es aber nicht verstehen. Sein Ärger sitzt tief. Hat nun auch das Bild vom idealen Mataisystem mächtig angekratzt.

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Inzwischen hat Theresia ein Bett  für mich gebaut, ich schlafe neben ihr, eine Matratze hat sie aufgetrieben, diese gute Seele, und auch ein Moskitonetz, ein wirkliches Queensbett, sage ich und bedanke mich herzlich bei ihr.

An Schlaf ist in dieser Nacht nicht zu denken. Ein heftiger Tropenregen mit starkem Wind, veranlasst Theresia die Plastikplane an allen Seiten herunterzulassen, es wird heiß in unserer vierer Frauen -Fale, mich quälen die Metallspiralen, die durch die Matratze stechen zusätzlich. Auch das Gefühl, eines der Tiere könnte bei mir Unterschlupf suchen beruhigt mich keineswegs. Der Morgen naht, an länger bleiben ist nicht zu denken, nur bringe wie ich es der überaus freundlichen Familie, die sich  von meinem Besuch geehrt fühlt, insbesondere Tussa nahe, der ja in diesem Besuch sogar eine göttliche Fügung vermutet, ohne zu brüskieren?

Doch behutsam Schritt für Schritt gelingt es, ich rufe Isaac an, er fragt wann er kommen solle, ich sage, jetzt.  Er kommt und bringt mich zu Fähre nach Savaii, so habe ich dann entschieden.

Diese Mischung aus Bigotterie und patriachalen Mateistrukturen beschäftigen mich noch lange. Auf Savaii versuche ich mehr darüber zu erfahren.

Wie im Mittelalter, in Dreck und Speck,  in einer so wunderschönen Natur zu leben, macht mich fassungslos.

15 Stunden habe ich  bei Schwenkes verbracht, eine Erfahrung in einer samoischen Familie mit deutschen Wurzeln, heldenhaft wie ich finde.  Sicher gibt es sehr verschiedene Arten auf Samoa zu leben, diese ist halt eine Form. Vielleicht hat man sich von “Dr. Klos” und nun von mir als dessen Gesandte Hilfe erwartet, frage ich mich.

Ab nach Savaii, Isaac bringt mich zur Fähre.  Sie fährt um 12h wir schaffen es gerade.

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Am frühen Nachmittag bin ich Manase in  Janes Beach Fale, ein Tipp von den beiden Jungs aus Frankreich, die ich am ersten Tag in Apia traf. Es scheint Lichtjahre her zu sein und doch ist es nur etwas mehr als eine Woche.

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Hier ist der Strand wie in den kühnsten Träumen. Ich sitze und beobachte das kommen und gehen des Wassers, denn hier ist der Gezeitenstrom gut zu beobachten. Schwimmen ein reiner Genuss zu jeder Tageszeit, bei jedem Wasserstand. Hier ist auch Aquajogging möglich, denn die Strömungen erschweren zuweilen das Schwimmen.

Zum Schnorcheln muss man ein wenig weiter am Strand entlang oder in die Nähe des Riffes, dort sind auch Schildkröten zu sehen. Hier direkt vor meiner Fale, die diesmal auf einem grünen Grasteppich steht, ist weißer Sand bis weit ins Meer hinaus. Das Meer ist hellgrün überm Sand und schimmert blaulila oder auch blaurosa, je nach Sonnenstand. Die Palmen haben sich zum manchmal zum Meer hin geneigt.  Hier ist gut sein. Erst mal erholen, dann nach neuen Erlebnissen schauen.

Auf der Insel ist eine Besonderheit, die Blowholes, das sind Löcher in der Lava nahe der Steilküste, durch die es bei höherem Wellengang eine riesige Fontaine bläst.

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Manches wäre noch zu erforschen doch, die Busse fahren nur sehr spärlich. ich versuche wieder per Autostopp, das ging doch so leicht auf Upolu. Hier ganz anders, kaum jemand hält, ich warte lange und es ist eine weite Strecke bis nach Faleolupo, dem westlichen Zipfel der Insel. Ein langes Stück laufe ich bis mich jemand mitnimmt bis zu diesem Ort. Dort erfahre ich von einer Frau im Tante Emmaladen, dass es keinen Bus mehr nach Manase gibt heute.

Buspläne gibt es sowieso nicht, hier weiß kein Mensch so wirklich wann die Busse wo sind und wohin fahren. Ein junger Mann sagte gestern auf die Frage wann der Bus komme, soon, das heiß also bald, es dauert eine 3/4 Stunde. Die Uhren gehen hier anders als anderswo. 

Ich sitze in Faleolupo fest.

Doch das steht ein Kleinbus von der Universität Apia. Junge Leute steigen gerade ein, auch einige ältere,  Studierende und Lehrkörper, denke ich. Ich frage einfach, was soll ich sonst tun? Doch meine Bitte wird erst mal zurückgewiesen, nein kein Platz, es sei ein Privatbus, eine ältere Frau, die an Fenster sitzt, ist sauer, sie sagt ich solle doch ein Taxi nehmen. Ich habe kein Geld sage ich, dann solle ich nicht reisen, sagt sie abweisend. Missverständnis, ich konnte hier kein Geld bekommen weil es keinen Automaten gibt.

Nicht schön, sowas hatte ich bisher noch nirgendwo erlebt. Aha, so ist also Savaii, denke ich.  Erstmal abwarten, nicht gleich wegrennen, nicht herausfordern lassen. Irgendwie muss ich nach Manase und per Autostopp wird es sicher sehr lange dauern.

Ich bleibe stehen und sage nichts mehr. Da nähert sich ein älterer Mann, barfuss, im Hawaiihemd und Lavalava dem Bus, wo kommt der jetzt her?

Er fragt mich was ich möchte, vorsichtig erkläre ich meine Lage und bitte darum mitgenommen zu werden. Denn die Gruppe fährt genau nach Manase, wie ich bald erfahre.

Der Mann sagt ein paar Worte, nicht laut, ganz selbstverständlich, die ich nicht verstehe, klappt einen Sitz auf und sagt ich möge Einsteigen und setzt sich dann neben mich. Im Bus ist erstmal eine Stille eingekehrt, doch die Stimmung lockert sich, es wird samoische Musik gespielt. Ich erfahre nun, dass es sich um Studierende der samoischen Kultur handelt, die ein Exkursion mit ihren LehrerInnen machen. Der Mann neben mir ist ein Professor, er erzählt was sie den Tag über gemacht haben um samoisches traditionelles Leben auf der Insel zu erkunden.

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Dann zieht er ein Kokospalmenblatt von etwas 15 cm länge hervor, die Gruppe hat inzwischen begonnen die Lieder die gespielt werden mit zu singen.

Er sagt, das seien traditionelle Weisen, es entwickelt sich mehr und mehr eine lustige,  ausgelassene Stimmung. Da zieht er wieder das Palmblatt hervor und beginnt die samoischen Weisen auf diesem Palmblatt mitzuspielen. Das ist einfach grandios.

Ich drehe ein Video vom Palmblattspiel  und von der singenden  Gruppe und fotografiere. Dann holt er ein Blatt Papier hervor und singt die Töne in das Papier, die damit einen Instrumentenklang bekommen. Faszinierend!

Das ist ein  Erlebnis samoischer Kultur wie es besser nicht sein kann. Nur der Beginn war etwas holperig.

Als ich mich in Manase bedanke und verabschiede kommt die Frau, die zu Beginn doch ziemlich sauer war und sagt es sei nett gewesen, dass ich dabei war. Der Professor verabschiedet sich mit Umarmung und Wangenkuss, es sei eine Freude gewesen mich mitnehmen zu dürfen und ich könne doch den Abend mit ihnen verbringen. Ich bin gerührt. Die Gruppe wohnt nur 200m weiter in einer Beach Fale. Für die Einladung bedanke ich mich nehme sie aber nicht an.

Was für ein völlig unerwarteter Einblick in samoische Kultur.

Noch einige Tage will ich den samoischen Ozean genießen bevor ich mich auf den Weg nach Vanuatu mache.

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Abschied von Savai, bleiben ist nirgendwo!

 Fales – Fotos

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Hat diesmal lange gedauert bis ich diese bunten Perlen aufgereiht hatte.

Tut mit leid und jetzt ist auch noch viel zu lesen. Manchmal kommst dicke!

Fiji– ein kurzes Intermezzo, Transit mit 3 Tagen Aufenthalt, ob sich daraus was sinnvolles machen lässt?

Spieglein, Spieglein an der Wand, welche ist die Schönste im Hawaienland

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Maui, Maui, Maui,

so viele Superlativen hörte ich von dieser Insel. Doch ist sie wirklich die Schönste von allen?

Als ich am Abend dort ankomme und nach Weiluku mit dem Airportshuttle fahre überraschen mich die kurzen Wege und die recht sparsame Beleuchtung.

Am nächsten Tag überrascht dann die schöne Landschaft, wirkte alles etwas trist.

Sie ist die Valley-Insel, die zahlreichen Hügel und Berge bilden stets einen Rücken der zum Meer hin verläuft, daher entstehen unzählige Täler und ein ganz besonderes Landschaftsbild.

Der Zuckerrohranbau wahr hier über lange Zeit Haupteinnahmequelle und weiten Teilen der Insel wird es bis heute angebaut. Bis heute, das ist wörtlich zu nehmen, denn in diesem Jahr 2016 wird die letzte große Zuckerrohrfarm aufgeben. Mit dem Anbau ist kein Geld mehr zu verdienen.

Ein Zucker-Museum gibt es schon an der Strasse nach Weilea, das im Süden liegt.

WEI- das heißt Wasser in der hawaianischen Sprache und ist in vielen Ortsnamen zu finden. Die Insel ist nicht die wasserreichste, das ist Kauai, doch auch hier hängen täglich Wolken in den Bergen, die jedoch die Strände rund um die Insel nicht zu tangieren scheinen. Dort ist stets strahlender Sonnenschein, das Meer ist klar, ich konnte keine Stelle entdecken wo das nicht so war. Regen hab ich einmal am Abend an der Nordküste erlebt. Aber das will nichts bedeuten, ich war nur eine Woche am Ende des Septembers dort.

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Ein sanfter, milder Wind umschmeichelt die Haut und vermag immer ein wenig zu erfrischen, denn die Tages-Temperaturen um  28-30 ° halten sich in der Nacht immer noch auf 20° oder auch Mal darüber, da hilft auch der Wind nicht.

Immerhin scheint der Wind als neue Einnahmequelle attraktiv zu sein.  Es gibt zur Energiegewinnung zwei größere “Windfarmer”. Auch Sonnenkollektoren erfreuen sich einer gewissen Beliebtheit, sie sind auf zahlreichen Dächern zu sehen. Sonnenenergie zu nutzen macht doch wirklich Sinn in diesen mit Sonne reich beschenkten Ländern.

Lahaina, ein altes Städtchen, das bis 1845 Hauptstadt der Inseln war, bevor Honolulu dies wurde, liegt südöstlich.

Heute tummeln sich auf der Hauptstraße, mit den vielen kleinen Geschäften mit ihren interessanten Angeboten, viele Touristen.

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In Lahaina wird das Paradies verkauft, da ist natürlich alles möglich.

Es wird ein traditioneller Hula- Tanznachmittag angekündigt, klingt spannend doch er findet einer Shoppingmal statt.  Ich lasse mich überraschen.

 

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Der Hula-Tanz ist Teil einer Gesundheitsmesse, die an diesem Tag in dem recht großen Einkaufszentrum stattfindet. Die Plakate im Hintergrund werben für Untersuchungen der Nieren, dazu ab es auch zu Beginn einen Vortrag.

Es gibt auch einige interessante Gebäude aus der Zeit Beginn 20tes Jahrhunderts. ein Seemannskrankenhaus, ein taoistisches Museum und ein Tempel, ein Regierungsgebäude, das noch älter ist.

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Diese alte Schuhmacherwerkstatt entdeckte ich in einem versteckten Winkel, dort werden Ledersandalen hergestellt wie sie früher von Soldaten getragen wurden.

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Zwischen diesem Städtchen und dem reinen Touristenort Kaanapali liegt mein Lieblingsstrand, der Babybeach, geschützt durch ein Riff kommen dort nur kleine Wellen an, was ansonsten nirgendwo zu finden ist, da kann ich meinen Gips mal abnehmen und den Arm baden. Das macht zunehmend mehr Freude wenn Fortschritte in der Bewegung sichtbar werden.

Außerdem hat die Bucht einen wunderschönen, feinen, hellen Sand, der weit ins Meer reicht; klares und warmes Wasser, das einlädt stundenlang zu planschen oder wenn möglich zu schwimmen oder zu schnorcheln.  Für mich kam auf Maui nur ersteres infrage, doch das war schon Klasse.

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Auch die Landschaft hinter den Stränden ist wirklich wunderschön, die Hügel sind grün, die Augen können dort ausruhen, wenn glitzerndes Meer und Sonne sie ermüdet haben.

Die Berge und Valleys laden auch zum Wandern ein.

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Kaanapali – dort sind kilometerweit große Hotelanlagen, deren Namen wir alle schon Mal gehört haben, Marriott, Hyatt, Wyndham, die mir grad einfallen. Auch auf der Südseite Weilea gibt es diese an der ganzen Küste. Doch alles ist architektonisch, geschmackvoll an die Landschaft angepasst, in üppige  Park’s eingebettet.

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Fährt man hier weiter in Richtung Süden nach Makena, was nur mit dem eigenen Auto oder per Autostop geht, kommt man zum Big – und Little Beach, zwei Strände mit sehr schönem Sand jedoch hohem Wellengang. Schließlich ist dies die Insel der Surfer.

Der Little- Beach ist etwas versteckt und nur über einen Felsen zu erreichen, was aber leicht geht. Er ist der heimliche FKK-Strand, offizielle gibt es sowas nicht in Hawaii /USA.

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Das alles mit dem Bus zu erreichen, nicht möglich auf Maui.

Am ersten Tag fahre ich mit dem Bus zum Busbahnhof, denn von dort werde ich versuchen die Insel zu erkunden. Dieser Busbahnhof an sich ist schon etwas besonderes.

Ganz eng ist die Einfahrt um ein Parkhaus herum, zwei Busspuren führen über einen Zebrastreifen, dieser wird immer von einer sehr emsigen Busbahnbediensten gesichert.

Sie regelt den Verkehr und ist auch für alle Fragen wann kommt der Bus, wohin fährt die Nummer sowie so oder solche Dinge zuständig. Sie bringt den Busfahrern auch Mal ein kaltes Getränk.

Doch leider ist sie nicht an allen Tagen dort, ihr Kollege ist genau das Gegenteil.

Auch ein Fahrgast schenkt ihm einen Lutscher, den er dankend annimmt. Fahrgäste helfen einander mit Dollars aus wenn mal was nicht passend ist. Denn die Busfahrer geben kein Geld heraus

Tagelang gibt es keine Busfahrpläne zum mitnehmen, die Antwort, hier hängt doch einer.

Beim Warten komme ich mit einer alten Dame ins Gespräch, sie erklärt mir welcher Bus wohin fährt, das ein Tagesticket, das richtige ist für mich und auch, dass ich nahezu immer wenn ich irgendwohin möchte, erstmal zu diesem Center muss. Außerdem, das Geld muss passend sein, es gibt nix zurück.

Einfach spannend dieses Treiben um die Busse und in den Bussen. Viele Tipps und viel zu sehen.

Nun ja, es scheint so, dass der Individualverkehr, wie in USA, auch hier Trumpf und Statussymbol ist. Viele fahren, einen großen Hochsitzer, die wohl SUV  genannt werden.

Der öffentliche Nahverkehr bringt die Leute, oft auch Alte oder körperlich eingeschränkte insbesonderen zu den Shoppingmals, die so zahlreich und riesig sind, dass sich die Frage aufdrängt: wer soll das alles kaufen.

Wie in den USA sind viele Menschen auch hier übergewichtig. Kein Wunder, Lebensweise: wenig laufen, alles mit dem Auto, Fastfood- Nahrungsangebot wie in den USA. Traditionell hatten sich hier, wie in Oahu im 1900 Jahrhundert, viele Asiaten nieder gelassen, doch leider wurde deren Lebensweise vom amerikanischen Stil völlig verdrängt.

Wahrzeichen der Insel ist die Schildkröte, die in allen Variationen auf allen Produkten vermarktet wird. Doch wo ist sie tatsächlich zu finden, da gibt es viele Hinweise, welche sind zuverlässig?

Ich mache mich auf den Weg nach Paia von dort in Richtung Ha’iku,  gibt es einen Strand wo die Schildkröten, öfter mal an Land kommen. Es hält kein Bus dort.

Ich nehme den Umweg über Makawao, ein ebenfalls historisches Örtchen nahe der Berge, um die chinesische Apotheke, die es dort gibt zu besuchen. Das lohnt sich, denn der Ort gefällt mir sehr mit seinen kleinen schmucken, Häusern, Galerien und Lädchen, dem vielen grün am Rande eines Valleys und den vielen bunten und duftenden Blüten.

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Doch hier geht es nicht weiter mit dem Bus, nur zurück zum Center. Da ich das nicht will versuche ich es mit Autostopp, nicht so einfach auf dieser Insel. Was  auf Kauai ein Kinderspiel war kostet hier richtig Zeit und in der heißen Sonne ist es nicht die reine Freude, sondern eher unter der Rubrik: Erfahrung abzuheften.

Die Dame die mich dorthin mitnimmt, meint sie habe dort noch nie etwas gesehen.

Schließlich schaffe ich es zum Schildkröten Strand und beobachte dort stundenlang, was sich zeigt von diesen Tieren. Ich habe Glück sehe einige, der recht großen Tiere, schwimmend und dann zwei im Wasser liegende, die aussehen wie Steine, nahe beim Strand.

 

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Der schwarze Hügel ist die Schildkröte

Erkennen kann man sie nur weil sie ab und zu einmal den Kopf vorstrecken, was sehr lustig aussieht. Fotos sind kopflos und daher ziemlich unspektakulär. Eher Suchbilder.

Im Nordshore- Hostel treffe ich Leute, die tatsächlich eine Bucht gefunden haben wo es sehr viele Schildkröten gibt. Es ist die Napalibucht. Sie liegt noch weiter im Westen, ist eine Privatbucht und nur über ein Nachbargrundstück zu erreichen.

Dort sind sie zahlreich und man kann neben ihnen schwimmen, sie interessieren sich jedoch überhaupt nicht für Menschen.

 

Religionsgemeinschaften jeder Richtung sind auf dieser kleinen Insel zu finden. Einige Gemeinschaften laden mit großen Transparenten zu einem kostenlosen Sonntagsessen ein.

Die Menschen hier seien sehr spirituell, wird von manchen erzählt. Wenn sich sich das an der Zahl der Religionsgemeinschaften ablesen lässt mag es stimmen.

Was ich auch höre, dass viele sich einer Religionsgemeinschaft anschließen um in einer sozialen Gruppe zu sein, dem Alleinsein zu entfliehen, klingt logisch.

Das erzählt mir Lori, die mich anspricht als ich auf den Bus warte. Sie wohnt in Wailuku, hat dort ein Haus, ihr Mann ist verstorben, sie weiß nicht so richtig was nun noch mit dem Leben anfangen. Soll sie verkaufen, das Haus würde so 350 000 Dollar einbringen, aber wohin, fragt sie mich, auf der Strasse an der Bushaltestelle an der sie nur vorbeigehen wollte

Sie möchte gerne meine Telefonnummer, doch darüber bin ich nicht errechbar. Aber meine emailadresse,  schreibe ich eben auf, da kommt der Bus. Sie fragt die Busfahrerin ob sie nicht eben einen Moment warten könne bis ich die Adresse aufgeschrieben habe. Diese schmunzelt  und wartet bis das geschehen ist. Manches ist so sympathisch und anderes wieder skurril.

Der Dresscode auf Hawaii soll  kurz Thema sein.

Denn den gibt es nicht, oder doch?

Alle ziehen alles an was geht oder nicht geht, es scheint völlig Gleichgültig zu sein. Soviel verrücktes, unpassendes, buntes, gestreiftes, vielfältig, unterschiedlich gemustertes und gemixtes, altes, neues, zerrissenes, zu großes, zu kleines, habe ich bisher nirgendwo gesehen. scheinbar kannst du die letzte Klamotte aus Urgrossmutterszeiten aus der Mottenkiste holen und anziehen, du wirst damit  keine Aufmerksamkeit bekommen.

Anzug, Kostüm kaum, nur die BusfahrerInnen haben Hawaiihemden mit schwarzer langer Hose oder Rock, so auch VerkäuferInnen in den großen Geschäften, das war’s.

Dresscode ist Flipflop’s, Wasserflasche und Handy.

Ich habe den Dresscode von Rosemarie übernommen,Hose oder Rock, Top und offene Bluse. Weils praktisch ist. Aber interessieren tut das niemand, eigentlich sympathisch.

Übrigens, das Nordshorehostel hat eine sehr angenehme Atmosphäre für Leute die nicht so viel Trubel mögen. Partys sind dort nicht angesagt, es achtet nett aber streng darauf das die  Ruhezeiten eingehalten werden. Klasse ist der Airportshuttle. Nicht so schön war das Internet, sehr ineffektiv immer wieder lange Ausfälle.

Restaurants habe ich dort nicht mehr gesucht, nach dem sich das auf den anderen Inseln schon als sehr schwierig erwiesen hatte.

Ein Restaurant auf Big Island in Hilo war allerdings große Klasse, das Cafe Pesto. Sehr gute Holzofen- Pizza zu moderaten Preisen. Der Service, aufmerksam und freundlich.

Auf Maui fehlt mir der spektakuläre Sonnenaufgang und Wanderungen in den Bergen. Daher fällt mir eine Entscheidung schwer.

Doch für mich war sie die amerikanischste Hawiiinsel, das finde ich schade, denn ursprüngliches suchte ich vergebens. Daher sind mir die drei anderen besuchten Inseln näher, sie haben sich deutlich  mehr davon bewahrt.

Abschied von Maui und Vorfreude auf Samoa, eine weitere Polynesien Inselgruppe südlich des Äquators, da wird es wohl noch wärmer ?!

 

Big Island & Vulkane – glühende Faszination

dsc_1959 dsc_1969Hilo werde ich schon wegen, seiner süß duftenden Blüten, der üppigen Bäume und  seinem täglichen Bauernmarkt, der die schönsten sonnengereiften,  exotischen Früchte bot,  nicht vergessen. Nirgendwo konnte ich diese so gut und günstig entdecken.

Auch auf den anderen Inseln, die ich besuchte gab es Früchte, jedoch niemals in diese Fülle und Frische. Besonders die Papayas habe ich genossen,  interessant verschiedene Sorten auszuprobieren, Geschmack, Farbe und Inhaltsstoffe unterscheiden sich. So werden der grünen Papaya große Heilkräfte zu gesprochen. Drachenfrucht, Breadfruit, Mangos unterschiedliche Arten, manchmal auch zweifelhafte Genüsse. waren jedoch eine willkommene Abwechslung. Longanfrüchte, die ich von China kannte, gab es hier ebenfalls, das beste Naschwerk, jeden Tag. Zahlreiche andere Früchte, die zu probieren sich gelohnt hätte, müssen warten.

Doch was es auf Big Island noch zu sehen gibt, wusste ich zwar, doch ahnte ich nicht wie  es auf mich wirkt.

Hilo, warm, sonnig, ein sanfter, warmer Wind, auch einmal am Tag Regen, schon Mal heftiger, aber niemals kühl. Mal nass zu werden ist eine willkommene Erfrischung, zumal der Regen oft wie durch eine Duschdüse herunterkommt, dann nur für einige Minuten und schwupp ist die Sonne wieder da und trocknete alles auf. Doch der Wind scheint keine hohe Luftfeuchtigkeit zuzulassen, die Luft ist stets frisch.

Kurzum das Wetter ist höchst angenehm in Hilo, jedoch wieder etwas anders als auf den Inseln Kauaii und Oahu.

Doch als ich in Volcano -Village mitten im Regenwald ankomme, ändert sich das drastisch.

Es regnet fast unentwegt, mal mehr mal weniger, kurze Zeit zeigt sich auch mal die Sonne. Es ist feucht, kein Wind, der die Feuchtigkeit weg trägt, die Nächte werden feucht- kühl. Drei Baumwolldecken reichten nicht, es musste eine Wolldecke her und das auf Hawaii.

Es ist überraschend wie sich 25 Meilen von Hilo entfernt die Wetterlage komplett verändert hat. Natürlich stimmt das was ich erlebe grad für diese Zeit. Wie es über’s Jahr ist da müssen wir den Wetterfrosch befragen.

Jedenfalls scheint es auf allen Hawaiiinseln Mikroklimazonen zugeben.

In Vulcano-Village hatte ich wiedermal unverschämtes Glück. Etwas später als ich kommt Juli aus Bosten im Hostel an. Sie hat ein Auto und möchte genau das unternehmen was ich auch wollte, aber ohne ein Auto nicht hätte können

Nun  ich  dann mit Juli aus Bosten unterwegs. Gleich am Abend noch fahren wir zum leuchtenden Vulkan der aus einer Entfernung sichtbar ist.

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Am nächsten Tag, nach der Vulkan-Glut-Besichtigung aus der Ferne, machten wir früh morgens eine Tour über die ausgedehnten Vulkan-Lavafelder, vorbei an rauchenden Kratern und den vielen Lava -Skulpturen, bizarre Kunstwerke die die Natur geschaffen hat.

 

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Auf dieser Tour ändert sich das Wetter ständig, erst neblig, dann regnerisch, auch Mal sonnig, stürmisch, wolkig, wieder sonnig, bis sich schließlich die Sonne durch gesetzt hat und uns rasch wärmt und trocknet. Dann können wir unsere vielen Fotostopp’s im Sonnentop und Shorts machen, alles andere wäre zu warm.

 

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Was wir sehen  ist die Lava in allen Aggregatzuständen. Die unterschiedlichen Vulkanausbrüche,  haben immer wieder andere Formen und andere Konsistenzen hinterlassen. Mal gibt es grisselige Lava wie Sandbänke, dann wieder aufgetürmte Brocken, wie flüssiger schwarzer Brei aussehende strömende Formen. Wie geflochten, wie in Form gebürstet, wie zurecht gelegt oder  bearbeitet, sehen andere Lava Skulpturen und Felder aus. Die Farben wandeln sich, zu schwarz kommt rötlich, gelblich, bläulich, ohnehin sieht das schwarz oft dunkelblau aus.

Faszinierend was hier in Jahrmillionen, noch bis vor einigen Jahren  entstanden ist. Das Faszinierendste jedoch, dass ein frischer, rotglühender Lavastrom an wenigen  Stellen seit 25 Jahren  in den Ozean strömt und die Insel ständig vergrößert, wenn die ins Wasser fließende Lava erstarrt.

Wir fahren bis zur Küste, wo der Pazifik in brausenden Wellen gegen die Lavasteilküste schlägt.

 

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Beide gleichermaßen begeistert reift in uns  mehr und mehr der Wunsch, eine Lava-Bootstour zu diesem glühenden Lava-Strom zu unternehmen.

Zurück im Hostel schauen wir im Internet und flugs sind wir für den Abend angemeldet.

Wir haben eine Stunde Fahrt bis zum Abfahrtsort des Bootes, Juli  muss auch wieder zurück fahren. So ein Glück, dass Juli gerade mit mir dort ankommt und sich freut über die Begleitung. Ohne sie hätte ich das alles nicht erleben können.

Rasch kochen, essen und ab in den Jeep zum Strand wo das Lavaboot startet.

 

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Eine halbe Stunde Instruktionen des Kapitäns, ein junger Mann um die 40, in Shorts und Hawaiihemd, der salopp und coole, von dramatischen Situationen berichtet, was alles passieren könnte. Daher dürfen auch Leute mit Einschränkungen oder Schwangere nicht auf diese Boot. Doch er habe noch immer alle heil wieder an Land gebracht seit vielen Jahren, aber nass wird es werden, festhalten und nicht von den Plätzen aufstehen, schärft er uns eindringlich ein.

Mir wird langsam mulmig, denn meinen Arm mit dem Gips habe ich wohlweislich unter der Regenjacke verborgen, erst wollte ich fragen, ob das geht, dann doch besser gut verstecken, bevor ein NEIN kommt und mir das Erlebnis entgeht.

Dann rauf auf’s Boot, auf den Katamaran, der ja bekannter Massen recht sicher ist, über eine Leiter, das Boot wurde mit einem LKW angekarrt, als alle platziert sind, wird das Boot vom LKW ins Wasser gelassen. Ja, eine ungewöhnliche Art auf’s Wasser zu kommen zu einer Bootstour. Doch das nur am Rande.

Los geht die rasante Fahrt über die mir  groß erscheinenden Wellen, an der malerischen Küste entlang in die Abendsonne hinein, denn wir haben den 17:ooh Termin gewählt um auch den Sonnenuntergang auch zu erleben.

Das Boot schlägt hart auf die Wellen auf die Wellen auf, ich habe gut zu tun mich festzuhalten und den Arm im Gips zu schützen. Doch das Abenteuer lockt, wir sind beide aufgeregt, was wird uns dort erwarte.

Juli wird die Foto’s machen, denn ich kann mich keinesfalls von der Stelle rühren, auch nur das Handy halten undenkbar.

Nach einer Stunde auf dem Ozean näheren wir uns dem Lavastrom. Schon weithin sehen wir eine riesige Wolke, die  aus dem Ozean aufsteigt. Dann wird die Luft um uns wärmer und wärmer, ja heiß, wir sind plötzlich im  heißen Wasserdampf der sich bildet wenn die Lava den Ozean berührt.

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Dann rasch auch wieder raus aus der Wolke und da, ganz nah vor uns, fließen und tropfen glühende Ströme Lava aus dem schwarzen Küstenstreifen in den Ozean. Es ist noch heißer als zuvor, die Wellen schlagen gegen die rötlichen, dicken Glutströme, es zischt und braust,  Wasser verdampft, macht Wolken, es soll Sulfur in diesem Dampf sein, keine Ahnung was das bedeutet.

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Ein faszinierendes, aufregendes Schauspiel, das uns die Natur da kreiert. Spannend,  nicht zu fassen, doch so nah, eine seltsame Angst auslösende bei mir. Juli ist mit dem fotografieren beschäftigt.

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Könnte die Erde eines Tages an vielen Stellen so aufbrechen?

Schließlich ist auch die Eifel ein Vulkangebiet.

Wieder und wieder sind wir sehr nah, am heißen Strom, die Lavaglut scheint zum Greifen nah, kurz auch wieder im heißen Dampf, wo wir keine Sicht mehr haben. Es ist fast dunkel geworden, die rote, brodelnde Glut, die dort in breiten und schmalen, breiigen Strömen aus der Erde quillt wird noch deutlicher sichtbar. Hinter dem schwarzen Küstenstreifen geht nun die Sonne unter.

Ich bin wie gebannt in dieses Naturschauspiel, alles um mich scheint vergessen. Tief berührt muss ich die Tränen zurück halten. Eindrücke, werden eingebrannt, sind wohl nie mehr zu löschen.

Juli ist mit dem Fotografieren beschäftigt. Das scheint ein anderes erleben zu sein.

Später erfahre ich, dass es auch andere ähnlich reagiert haben.

Da kommt der Co-Käpiten mit einem Eimer Wasser, er hat es aus dem Meer geholt, es ist heiß, kaum anzufassen. Langsam nehme ich mein Umfeld wieder wahr, die Menschen um mich, meine rechte Hand, die krampfhaft festhält.  Juli, die sich auf die andere Seite begeben hat, wird zurück gerufen. Das ist wirklich gefährlich bei dem Wellengang so unmittelbar vor dem Lavastrom und der Küste.

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Noch einmal vorbei, so nah als möglich, so heiß, dass es grad noch auszuhalten ist, so atemberaubend, dass es unvergessen bleibt.

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Dann geht es in, für meine Vorstellung, wilder, halsbrecherischer Fahrt über den Ozean zurück.

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Immer wieder kracht das Boot auf die heranrollenden Wellen, alle werden nass, den das Wasser spritzt zu beiden Seiten weit auf das Deck wo wir sitzen. Bei jedem harten aufsetzen stossen die Frauen kleine spitze Schreie aus. Sind es Angst- oder Lustschreie, keine Ahnung. Insgesamt macht die Rückfahrt wenig Spaß , leider kann das Erlebnis dann erst am nächsten Tag nach wirken

Es scheint des Kapitäns Freude zu sein, zu zeigen was er kann und auch etwas Schrecken zu verbreiten. Möglich er denkt das erhöht dann den Abenteuerwert der Tour.

Wir kommen heil an. Ich gelange mit meinem Gipsarm, unbemerkt über die Leiter, wie alle anderen, wieder auf sicheren Boden.

Am nächsten Tag machen Juli und ich noch eine kleine Wanderung von 2 Stunden, in den Regenwald und einen Lavakrater.

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Dann reist Juli weiter nach Hilo. Ich nehme einen freien Tag, es war super gut das alles mit Juli zu unternehmen, doch auch ziemlich anstrengend.

Jetzt kann auch ich eigentlich  abreisen aus Big Island, das größte Erlebnis, die glühende Lava, habe ich gesehen.

Zu gerne hätte ich die Wanderung dort an die Küste gemacht, doch das ist nicht gelungen ohne Auto. Vielleicht ein ander Mal, wer weiß?!

Hi Juli, wen you see your wonderfull fotos in this blog, please send me a message. I could not rich you. I thank you so much for the good times and events we had.

 

Impressum

Angaben gemäß § 5 TMG:

Mona Monkos
Münstereifeler Straße 30
53359 Rheinbach, Deutschland

Kontakt:

Telefon: 0049 02226 168988
E-Mail: naturheilpraxis.monkos@googlemail.com

Quelle: https://www.e-recht24.de

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Angabe der Quelle (nur für diesen Absatz): Flegl Rechtsanwälte GmbH