Tasmanien- exotische Tierwelten, vielfältige Naturwelten, überraschendes Museum

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Tasmanien

Nach stundenlanger Sitzung im Reisebüro ist es geschafft, die Wochen Australien sind geplant und gebucht.

Zuerst nach Tasmanien für eine knappe Woche. Eine Rundreise mit einer Gruppe, da kann ich in der kurzen Zeit am meisten sehen.

Hobart, eine mittlere Kleinstadt an einem Naturhafen, ist die Hauptstadt. Das Hostel heißt „Pickled Frog“ und sieht auch so aus. Die 70ger Jahre lassen grüßen. Witzig, noch bunter als ich es vor einem Jahr in Calgary erlebt hatte.

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Bei schönstem Sonnenschein gehe ich zum Sonntags-Bauernmarkt. Die Tassi-Bauern und Produzenten präsentieren ihre feinen Produkte, die Preise sind noch um einiges höher als in Melbourne. Kokosnussyogurt 200ml 9,00$ das sind ca. 6,38€, Ziegenkäse nur150g zu diesem Preis. Dennoch der Markt ist reizvoll, es spielen zwei junge Frauen einige Stücke Klassisches auf ihren Cellos, ein Gitarrist unterhält mit Country und sanftem Rock.

Es gibt jede Menge Fressbuden. Nein, nein so kann man die wirklich nicht nennen. Denn dort sind tasmanische Spezialitäten im Angebot dazu gehören frische Austern mit Riesling aus Südaustralien, den übrigens Deutsche hier anbauen; die Spezialität Tassi‘s Scallops, eine Muschelart an die ich mich noch nicht rantraue, Lachs, Rindfleisch. Känguru und Krokodilfleisch wird hier nicht angeboten, das kommt später auf den Tisch in Ostaustralien.

Am nächsten Tag beginnt die Tour. Wir fahren in den Naturpark der Westküste.

 

 Eine 10 km Wanderung zum Montezumawasserfall ist angesagt. Ich freue mich riesig, endlich Mal wieder etwas länger auf den Beinen.

Montezuma läßt sich nicht hochladen!

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Stopp und wieder eine Wanderung beim Lake St. Claire einem Naturschutzgebiet mit einem für Tasmanien typischen alten Regenwald. Wir sehen ein Stachelschwein, auf dem Weg ein Wallaby, am Abend soll hier an einer Stelle ein Platypus zu sehen sein. Doch dafür ist es noch viel zu früh.

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 Weitere Stopps mit landschaftlich schönen Ausblicken und immer mit längerem Laufen kommen hinzu. Chris unser Guide ist ein Sport-, Natur- und Menschenfreund. Seine zugewandte, freundliche Art ist für alle motivierend, lässt aber auch ausreichend Freiraum. Für jeden Wunsch hat er ein offenes Ohr. Der Clou; als er nach Musikwünschen fragt wage ich meinen Wunsch nach der neuen CD der Rolling Stones auszusprechen und denke da muss er passen. Nein muss er nicht, zwei Minuten später höre ich zu meiner besonderen Freude die Neue Blues & Lownsome, ich kann es nicht fassen und genieße diese Fahrt, es ist eine Wucht. Später hebe ich den Daumen und sage danke, das war Spitze. Er verweist auf einen Gast, der diese Aufnahmen auf einem USB Stick hatte.

Am Abend gehen wir in die Bar gegenüber, eigentlich sind nur wenige Häuser dort in Tullah, Es verwundert das es dort eine Bar gibt, die Außen recht spröde wirkt, wer wird die überhaupt aufsuchen. Doch meine Bedenken verfliegen sofort als wir den Gastraum betreten und herzlich begrüßt werden. Sie singen einen Tassi_Song für uns und wir müssen uns unbedingt ins Gästebuch eintragen mit unserem Herkunftsland.

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Der nächste Tag bringt uns die große Wanderung zum Cradle Mountain, der von zwei Seen umgeben ist, landschaftlich ein Kleinod, zu erwandern eine Herausforderung. Zumindest für mich, steile Passagen, die nur zu erklimmen sind an einem Seil. Juchu, ich hab‘s geschafft dorthinauf mit zu wandern. Leider alles in Wolken! So ist Natur, wenn man sie braucht ist sie nicht da!

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Bewunderung für meine Fitness, befremdet mich immer etwas, ich nehm‘s mit Gelassenheit.

Wir laufen zu einer riiiiesigen Düne, die sich bis 6 Km. weit ins Land erstreckt, klettern hinauf, sie ist recht hoch, von oben ein weiter Blick bis zum Meer. Der Riesenspaß – mit Anlauf in den steilen, sandigen Hang springen.

 

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 Dann geht es weiter nach Lancenton der zweitgrößten Stadt Tasmaniens, nachdem wir durch eine wunderschöne Kulturlandschaft gefahren sind. Dort mache ich mit Jo-Anne eine Wanderung zu einer Flussschlucht sehr früh am Morgen, nah bei der Stadt, wo wir auch eine alte Mühle entdecken.

Weiter geht es an der Ostküste vorbei nach Binoche. Ein kleiner, schmucker Ort, mit einem Hügel, der einen weiten Blick auf das Meer freigibt und als Walbeobachtungspunkt bezeichnet wird. Alleine mache ich einen Spaziergang dorthin, Sonne und ein steifer Wind begleiten mich, ein phantastischer Blick übers weite, blaue, weißschäumende Meer belohnen mich.

 

 

Die Spezialität Tasmaniens, die Jakobsmuscheln, die schon erwähnten Scallops, sehe ich hier im Markt wieder. Auf Tassi backen sie  die in einen “Pie”, eien amerikanische Tarte, mit einer Currysauce. Ist eine sehr leckere Sache, dieser Pie mit 3 oder 4 Muscheln drin. Da ich gerne selbst koche wollte ich auch das mal ausprobieren. Ich befrage einige Leute, unseren Guide, die Verkäuferin an der Fischtheke, die wiederum den Kollegen zu rate zieht, nach möglichen Zubereitungsweisen. Nehme zunächst mal 200g davon und bereite eine köstliche Mahlzeit damit. Es war um einiges besser als der Pie. Ob ich die nochmal finde, das wär fein.

Am Abend gehen wir gemeinsam zum Pinguin beobachten, Hier sollen die kleinen Pinguine in großer Zahl, nach Einbruch der Dämmerung an Land kommen.

Da ist Geduld gefordert. Jetzt ist es fast dunkel, doch nichts geschieht. Da will sich die Gruppe auf den Weg nach Hause machen. Ich bleibe, unser neuer Guide, leider mussten wir nach 3 Tagen auf Chris verzichten, gibt mir seine Rotlichtlampe damit kann ich weiter beobachten.

Drei der poussierlichen Tiere hatten wir zwischen den großen Steinen gesichtet, und die kamen ganz vorsichtig aus ihrem Versteck hervor und lugten nach beiden Seiten. Dann wieder zurück, wieder vor, zurück, vor.

Leider lassen sich die Pinguinfotos nicht hochladen! Sorry!

So ging da ne ganze Weile, es wurde dunkler, ich wollte schon abziehen, als ich beobachte wie diese drei immer aufgeregter den Kopf zum Meer hinwenden. Und dann plötzlich sehe ich sie, vom Meer herauf watscheln, 4,5 7, 10, immer mehr kommen hinter einander aus dem Wasser auf die riesigen Steine um sich zu erzählen, so scheint es, und um dann später im niedrigen Gebüsch ihren Schlafplatz zu finden. Mit dem Rotlicht kann ich diese, sicher 20-25 Pinguine, lange beobachten. An den Stein geschmiegt liege ich fast neben ihnen, sie können mich nicht wahrnehmen, gemein was!?

Aber irgendwas merken sie doch, sie wirken unruhig, einige machen sich auf den Weg ins Gebüsch. Ohje, da muss ich auch entlang um zum Hostel zu kommen. Da schleiche ich mich davon, vorsichtig steige ich über einige hinweg, die es sich tatsächlich unter den kleinen Büschen gleich neben dem Pfad, gemütlich gemacht haben.

Überglücklich über dieses Erlebnis gehe ich im Dunkeln zum Hostel, dort begegne ich dem Guide, der sofort sagt, du hast sie gesehen, nicht wahr?

Er sah es mir an. Ja, das freut mich meint er. Jo Anne, die habe ich vermisst, mit ihrer tollen Kamera. Ich hätte leuchten können und sie die Foto’s machen. Denn mit Beidem war ich doch etwas überfordert.

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Der kommende Tag beschenkt uns wieder mit strahlender Sonnenschein. Wir fahren zu einem Tierpark der verletzte oder aufgefundene, junge Tiere aufnimmt und deren Fortpflanzung ermöglicht. Hier ist es auch möglich die besondere Spezies von Tasmanien, den tasmanischen Teufel zu sehen. Er ist nur auf Tasmanien heimisch und hat schon ganz aussergewöhnliche Verhaltensweisen. Wenn es ums Fressen geht macht der Tassi-Teufel vor nichts halt. Geschwister streiten sich um jeden Bissen. Die weiblichen Tiere zeigen dem männlichen Tassi-Teufel durch beißen ins Hinterteil, dass sie es nicht mögen oder grad nicht paarungsbereit sind. Daher haben ältere männliche Tiere oft schwere Narben am Hinterteil. Es sind sehr scheue Tiere, denen man kaum auf die Spur kommt. Es sei denn man trägt stundenlang Aasfleisch mit sich herum. Das lieben sie und riechen es kilometerweit, je nach Alter des Aases. Also viel Spaß dabei, wer den Geruch um sich mag kann es versuchen.

Wir sehen Wombats, die ebenfalls auf der Insel zu Hause sind. Sie sind Schweinen sehr ähnlich graben sich aber in die Erde ein, sie kacken quasi kleine Würfel. Wombat-Poo, sieht man häufiger in der Natur rumliegen. Am Cradle Mountain gab es einen Wanderweg der Wombat-Poo genannt ist. Man kann sich denken warum.

Kängurus hüpfen hier zutraulich auf dich zu und freuen sich auf Futter das dort gekauft werden kann. Für die Tassi-Teufel gibt es das nicht, diese sind nicht zu zähmen. Außerdem sehen wir die schönen weißen Pfauen, schwarze Schwäne, es gibt auf Tassi nur diese, viele Vogelarten und die kleinen Kängurus, die Wallabys.

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Danach geht’s weiter an der pitoresken Küsten entlang zur Wineglassbay, wo wir einen längeren Spaziergang zu einem Aussichtspunkt machen um eben diese Weinglasform zu sehen. Auch der Weg hinauf auf den Hügel gibt viele schöne Blicke in die Landschaft frei.

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Dann besuchen wir noch den Honeymoon Strand, was fast alle belustigt. Nur ein junges Paar, das vor einem Tag neu dazu kam, nimmt diesen Besuch sehr ernst. Wir erfahren dann warum: die Beiden sind tatsächlich auf Hochzeitsreise. Er ist ein Schafbauer, der seine Farm im Inland auf Australien hat und die Beiden können nur für ein paar Tage weg vom Betrieb. Wir gratulieren, doch unser neuer Guide hat für solche Feierlichkeiten offensichtlich wenig Sinn, daher fällt das Ganze etwas trocken aus.

Zurück in Hobart treffen wir uns am Abend nochmal mit Chris. Als er „den Stab“ an seinen Kollegen weitergab hatte er gedroht, wenn wir nicht kämen, dann müsste er weinen. So sitzen wir nun zusammen in einem Pub inmitten der Leute aus Hobart. Das ist eine echte Basiskneipe, die es an Gemütlichkeit und Lautstärke mit unseren Kneipen aufnehmen kann. Ich esse eine Kartoffelsuppe und die ist frisch gemacht, lecker, ohne Bockwurst.

Bald geht es ans Abschiednehmen, es waren so schön Tage auf Tasmanien.

Marrria und ich sind wieder im „pickled frog“ . Maria mit 3 r, denn sie kommt aus Mexiko.

Wir treffen uns am nächsten Morgen gehen zum Markt und unbedingt, so sagt sie, zum Mona -Museum.

Das alleine ist schon die Reise nach Tasmanien wert. Das Museum von außen völlig unscheinbar hat die außergewöhnlichste Innenarchitektur die ich je sah. Foto’s können diesen Bau kaum nachvollziehbar zeigen. Ausstellungen lassen sich ohnehin schwer beschreiben die Exponate sprechen für sich.

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Abschied von Tassi, Abschied von Hobart  Abschied von den Mädels und Reisekameraden und Chris dem besten Guide der Welt! Es war eine schöne Zeit. Everybody a Merry Christmas

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