Kleine Sundainseln- sooo viel Meer und Strand

…… und jede Menge Merkwürdigkeiten!

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Bali war auch  im Februar beeindruckend mit seinem fulminantem Empfang, ob ich dort noch einmal unterwegs sein werde steht noch in den Sternen. Nun fordern die populären “Gillis”, was so viel wie kleine Insel heißt, in Sasak, der Sprache der ethnischen Minderheit auf Lombok, ebenso andere Inseln des Archipels -Step by Step- die Aufmerksamkeit.

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Worauf der wohl wartet? Wär’s errät Glückwunsch!

  • Lombok nordwestlich, Senggigi mit Gilli Meno, Gilli Air,
  • Sekotong mit Gilli Nanggu, Gilli Sudak, Gilli Kedis, Gilli Layar
  • Lembongan mit Nusa Penida, Nusa Ceningan, (Nusa-laut Wörterbuch: Eiland)
  • Flores mit Komodo und den Drachen

 

Lombok nordwestlich, Senggigi, Gilli Meno, Gilli Air

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Ankommen auf Bali und dann gleich weiter mit dem Schnellboot nach Lombok. Auf der Insel Lembongan steigen unzählige aus und auch wieder ein, es scheint eine populäre Tour zu sein.

In Senggigi, einem kleinen Ort, der mehr oder minder aus Hotels, Restaurants, Tourenanbietern und Geschäften für Touristen besteht, hab ich ein Hotel nicht weit von der Bootsanlegestelle gebucht. Eine gute Wahl, wie sich bald zeigt. Balinesischen Ambiente, wunderschöner Garten, ein Tempelchen, wo täglich mit duftenden Sandelholzstäbchen geräuchert und mit Blüten geopfert wird, was für eine Weile das allgegenwärtige oft lästige Verkaufsgebaren draußen, vergessen lässt.

Der Weg über die Hauptstraße mutet ein wenig wie „Spießrutenlaufen“ an. Falls dies nicht bekannt sein sollte im Internet gibt es dazu Aufklärung.

Es ist kaum möglich einfach nur mal hier oder dort zu gucken, sofort wirst du in ein Verkaufsgespräch verwickelt, was lange dauern kann, denn zunächst mutet es wie Interesse an, „woher kommst du, wie ist dein Name, reist du alleine, wo wohnst du“, die letzte Frage, falls du sie beantwortest, zeigt sofort welche Kategorie Tourist du bist dann folgen entsprechende Angebot. Vor allem die Tourenverkäufer sind intensiv in dieser Form unterwegs, doch auch Restaurants haben „Anpreiser“ neben der Speisekarte an der Straße stehen.

Fahrten werden auch gerne und oft angeboten,“where are you go“,wenn du zu Fuß bist, vor allem von Motorrad oder -rollerfahrern. Dabei gibt es ein vorzügliches Transportmittel innerhalb eines größeren Radius, das preiswert ist, jede Strecke 5000 Rupien, und wo man mit Locels, Menschen die dort Leben gemeinsam fährt, das „Bemo“. Ähnlich den Tuctuc’s in anderen asiatischen Ländern. Doch auch hier will man Touri‘s gern mehr, oft bis zum 10fachen, bezahlen lassen.

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Auf einer Fahrt zum lokalen Markt um frisches Obst zu kaufen, will er Fahrer mich bei einem Stand am Wegesrand, der ausschließlich Äpfel aus Übersee anbietet, absetzen. Doch die Frauen im „Bemo“ helfen mir und sagen, nein da gibt es einen richtigen Markt, gar nicht weit von hier.

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Was sollte das?  Der Markt ist auch End- und Anfangsstation des Bemos. Ein wirklich lokaler Markt auf dem ich kaufen kann, was mir Spaß macht.

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Thja nicht ganz, eine nette Frau, die etwas englisch spricht, schließt sich mir an und erklärt dies und das, ich freue mich sie fragen zu können denn manches skurrile ist dort zu sehen. Beispielsweise ein Block  aus roter Paste, es ist ein Gewürz, das aus den Schalen der Garnelen hergestellt wird. Sie will helfen damit ich das Obst bekomme was ich möchte, ich kann das zwar gut alleine will sie aber nicht vor den Kopf stoßen. Sie verhandelt quasi für mich und steckt dann von den Verkäuferinnen einen kleinen Lohn ein. Natürlich habe ich das bezahlt, mit dem zu hoch angesetzten Preis. Was will ich machen, sie sieht ihren Vorteil und noch zweimal bezahle ich ihre Dienste mit meinem Einkauf. Schließlich will sie mir noch eine Massage aufschwatzen bei sich zu Hause, darauf lasse ich mich nicht ein. Gehe zu einem Bemo das mich zurück zum Hotel bringen soll, natürlich mit anderen, die diesen Weg ebenfalls nehmen entlang der Küste, es ist zugleich eine kleine Küstentour.

Der Fahrer fordert das 4fache des üblichen Preises. Ich weigere mich beharrlich, teils spaßig, teils ernst, wechsle mein großes Geld in kleine Scheine in einem Laden und setze mich durch. Alleine geht’s, helfen dir Leute die vorgeben für dich das Beste zu verhandeln, vergiss es, es ist immer zu deinem Nachteil.

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Auch bei Tourenbuchungen lohnt sich verhandeln. Es scheint eine richtige Transport-Mafia dort am Werke zu sein. Das zeigte sich später noch einige Male auf den Inseln.

Die Gilli‘s

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Gilli Meno und Gilli Air, die 3. Insel Travangan oder kurz Gilli T genannt, lasse ich aus, denn ihr Ruf als Partyinsel eilt ihr voraus, dazu habe ich wenig Lust.

Gilli Meno‘s schönster Aspekt: sie ist gänzlich ohne Motorenlärm, dort fahren nur Pferdewagen und Fahrräder. Das macht die Insel zu einem erholsamen, gemächlichen Auszeitort. Spazierengehen, die Insel umrunden, durchqueren, erkunden macht Freude und führt, wenn man Glück hat, zu einem Warung, das ist der Name für einfache, traditionelle Gasthäuser auf den Inseln, das den Namen „not 5Stars“hat, diese aber verdient hätte, so gut und reichlich ist das Essen.

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Insbesondere das Schnorcheln an der Meno Wall einem Korallenriff zwischen dieser Insel und Travangan zog mich hierher. Dort sind paar riesige Barakudas, eine Wasserschlange sicher einen halben Meter lang, die sich rasch davon schlängelt als sie meiner gewahr wird und einiges andere an bunten Unterwasserlebewesen, zu sehen.

Wer Erholung sucht, Ruhe und Beschaulichkeit, sowie weiße Strände und blaues Meer mag, wird sich hier für eine Weile wohlfühlen. Nicht umsonst wird sie als Honeymoon Insel bezeichnet. Doch dafür würden mir noch einige schönere in den Sinn kommen.

Eine Nacht habe ich gebucht und am nächsten Tag geht es weiter zu Gilli Air, die kleine Schwester, ganz nahe bei, jedoch eine trubelige, an der gesamten Strandpromenade mit Restaurants, Geschäften, Boots- Tauch-Schnorcheltouranbietern gesäumt ist. Bei mehreren Erkundungsschnorchelgängen, wird schnell deutlich, wenig spektakuläres das Wasser jedoch ist kristallklar. Mit schönen Stränden kann sie aufwarten, das sollte nicht unerwähnt bleiben. Allerdings haben alle Inseln ein Problem: der Müll-, vor allem der Plastikentsorgung. Immer wieder sieht man wilde Müllablagestellen aber auch Verbrennungsstellen wo dieser arglos verfeuert wird. Quasi täglich bei Sonnenuntergang werden diese zwiespältigen Rauchopfer gebracht, die dem wohlriechenden Räucherstäbchenduft schnell den Garaus machen.

Zurück in Senggigi, nach wiedermal einer Rückfahrt auf dem Sozius eines Motorrollers. Das wichtigste und einzige Wort was ich auf Indonesische lerne ist „Hati Hati“ es bedeutet, langsam, vorsichtig. Beschwörend bekommt es jeder Motorrollerfahrer von mir ins Ohr geflüstert oder besser gerufen, denn es ist allenthalben laut auf den Straßen, diese Dinger sind, wie auch bei uns, extreme Lärmbelästiger, nur hier benötigt man sie zum Transport von Mensch und allem was es so gibt. Bei uns sind diese Krachmaschinen aus Hobby unterwegs.

Gilli Nanggu, Gilli Sudak, Gilli Kedis, Gilli Layar

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Am kommenden Tag bringt mich ein Bemo, mit Sack und Pack, in den Südwesten in die Provinz Sekotong, in den Ort gleichen Namens. Vor dieser Küste liegen die alles verheißenden Gilli’s für Tauch- und Schnorchelbegeisterte. Das Bungalowhotel Coral Palmbeach gibt auch gleich beim einchecken Informationen für die entsprechenden Bootstouren mit Preisangaben. Das ist gut, es lassen sich gleich die Tage planen, der Preis per Boot kann, wenn man Mitfahrende findet, geteilt werden.

Am darauffolgenden Tag will ich gleich los, das Boot ist bestellt für 9h, doch es kommt nicht, ja gleich sagt man mir. Da geschieht wieder das Überraschende was Reisen und insbesondere das Alleinreisen so überaus spannend und interessant macht.

Meine Bungalownachbarn, die erst abends spät ankamen machen sich startklar für eine Bootstour und fragen was ich denn so mache heute. Als sie meinen Wartestand hören laden sie mich spontan ein mit ihnen zu kommen. Das ist -juchhu- ein Spitzenangebot. Ich bestelle mein Boot ab und mache mich mit den vieren, die auch ein Auto haben auf den Weg. Ein lustiges Grüppchen: Loreen und Aurora aus Panama, Emilio aus Holland und Jonky aus Lombok, alle jung, kennen sich vom Internat oder Schule, Loreen war einige Monate in Deutschland und spricht schon recht gut Deutsch.

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Das Schnorcheln auf den Inseln ist ein Genuss, es sind einige große Schwärme und zahlreiche Arten an Fischen hier unterwegs, die darauf warten mit aufgeweichtem Brot aus einer Flasche gefüttert zu werden, das scheint üblich. Ich hoffe nochmal Clownfische zu Gesicht zu bekommen, was ich missen muss. Wir essen gemeinsam auf Gilli Sudak, die Insel mit Restaurant, ansonsten sind diese unbewohnt. Auf der kleinsten Insel Kedis, die man in nur 5 Minuten umrunden kann, lerne ich Harry kennen. Im Gespräch erfahre ich, dass er bei der Regierung angestellt ist und für die Sammlung und Entfernung des Plastikmülls zuständig ist. Das signalisiert eine gewisse Seriösität und als er vorschlägt mich am kommenden Tag zur Gilli Layar zu bringen, wo die schönsten Korallenriffe dieser Region sind, schlage ich alle Bedenken in den Wind und stimme zu.

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Er holt mich ab mit dem Motorroller, mal wieder auf dem Sozius, zum Glück nicht sehr weit. Hati Hati bekommt auch er mehrfach zu hören. Mit dem Boot, das er angeheuert hat mit „Käpten“ geht es zur Insel Layar. Ich gehe gleich bei Ankunft ins Meer, denn ich möchte sehen wie sich die Unterwasserwelt verändert wenn der Wasserspiegel fällt. Jetzt ist Flut, tiefes Wasser unter mir, ein farbenprächtiges, vielfältiges Korallenriff mit einer zauberhaften Fischwelt.

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Drei Stunden später geht auch Harry ins Wasser, er hatte gleich gesagt, erst wenn der Wasserstand niedriger ist, wird alles schöner. So war es denn auch. Bei mittlerer Wasserhöhe zeigen die Korallen ihre ganze Farbenpracht, die Meeresbewohnerinnen, die nun direkt in Schwärmen um mich herum schwimmen, wir schauen uns gegenseitig erstaunt an, so scheint es, ihnen fehlt jetzt die Wassermenge.

Mit der Strömung bewege ich mich kaum merklich am Riff entlang, ich fliege, denn ohne jegliches zutun geht es langsam dahin. Da zeigt mir Harry die Clownfische, die sich recht tief befinden, für mich nicht sofort erkennbar. Es ist wie ein Traum aus Tausend und einer Nacht, Sonnenlicht, wirft seine goldenen Strahlen wie einen zarten Schleier in die Meerestiefe durch das glitzernd die Fische schweben, sie schweben neben und unter mir oder kommen entgegen, entlang des Meeresgartens mit Rosen, Tulpen, Vergissmeinnicht und violetten und gelben Blütenformen wie sie die Erdgärten nicht kennen. Dann Ende des Riffes. Es ist wie ein Erwachen aus bunten Träumen. Diese fremdartige Unterwasserwelt zu beschreiben gelingt nur mangelhaft es bleibt ein hoffnungsloses Unterfangen.

An Land muss ich erst einmal Wärme tanken. Nach dem Mittagessen will ich unbedingt diesen Unterwasserflug unternehmen. Könnte ich nur Tauchen lernen, es muss noch viel, viel schöner sein. Rasch merke ich, das ist recht flach jetzt wie komme ich an den vielen Spitzen aufragenden Korallen, die jetzt nicht mehr tief sind, vorbei. Ich muss mich ganz flach machen. Nur ein kleines Stück dann ist es wieder tiefer, doch da hab ich sie schon gestreift nicht abgebrochen, zum Glück, aber mir den Oberschenkel mächtig zerkratzt. Dann bin ich im Tiefen und erlebe den Flug mit einem schmerzenden Bein nicht ganz so begeistert, zu meiner Freude sehe nochmal einen Clownfisch. Danach geht übers Meer zum Hafen bevor die Sonne im Selben versinkt. Clownfische und Nemos sind unterschiedlich in den Farbstreifen. Schwarz weiß orange oder weiß orange, doch beide Arten immer wieder eine Freude. Wahrscheinlich ist es ihr Schmollmund und die großen Augen, die dem Kind‘chenschema ähnlich unsere Gefühle triggern.

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Ein wunderbarer Tag, über den ich mich bestens mit meinen neuen Nachbarn im Hotel, die auf Layar Tauchen waren, austauschen kann. Am kommenden Tag fahren wir gemeinsam nach Selong Belanak an der südlichen Küste, wo ich zwei Tage bleibe und meine Pläne für die Weiterreise konkretisiere. Um dann vom Hafen Lembar, der nur 25 Km entfernt liegt, über Bali nach Lembongan zu schippern.

 

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Lembongan mit Nusa Penida, Nusa Ceningan, (Nusa-laut Wörterbuch: Eiland)

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Nicht weit, aber abenteuerlich. Fähre um 14h Überfahrt nach Bali 4 Std., keine Fähre nach Lembongan, die geht erst morgen und zwar nicht direkt sondern nach Nusa Penida, auf der Fahrt sehen wir in einiger Entfernung Delfine springen, eine schöne Begrüssung. Dann weiter mit dem Bemo zu einem Boot das nach Nusa Ceningan bringt, über die gelbe Brücke mit Gepäck und schon bin ich da. Ein Elektromobil mit Fahrer des Hotels holt mich ab.

Das ist die Kurzversion.

Was sich alles auf diesem Weg ereignete lässt sich nicht aufschreiben, es bleibt eine Erzählgeschichte, für einen lockeren Weinabend.

Lembongan, man sagt es sei wie Bali früher einmal war. Die Kluft zwischen Tradition und Moderne scheint hier leicht überwindbar. Schöne Strände, teils mit hohen Wellen, ein Surferparadies. Die Roller sind mit Surfbretthaltern ausgestattet und viele sind so unterwegs.

 

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Es gibt zwischen diesen Inseln einige Korallenriffe, aber das ganz besondere ist das Schwimmen mit den riesigen Manta Ray’s.

Eine Bucht in der sich diese grandiosen Meeresbewohner immer wieder aufhalten. Um 8h morgens geht es in einer 20minütigen Bootsfahrt dort hin. Das Wasser ist nicht warm dort, der Wellengang gewaltig, wie eine Nußschale wird das Boot mit uns 10 Leutchen hin und her gebeutelt, hoch spült das Wasser an den Steilwänden der Bucht hinauf.

Plötzlich wird es aufregend, „ab ins Wasser“, ruft unser Käpten und springt gleich als erster hinein, wir alle folgen. Gleich zwei Manta Ray’s sind in unserer unmittelbaren Nähe, schwimmen auf uns zu, unter uns her, direkt neben uns vorbei. Schon beängstigend, mit den großen weißen Mündern, Spannweite der Seitenflossen 3 Meter oder mehr, es kommen zwei weitere dazu, einer liegt entspannt am Grund der Bucht, es ist wohl der größte, alle anderen schwimmen scheinbar neugierig aber wie selbstverständlich um uns herum. Ein aufregendes auf einander zu schwimmen und dann abdrehen. Respektvoll bewundernd mit den nicht scheuen, sich sichtlich wohlfühlenden Manta Ray’s, deren Bewegungen leicht, elegant, schwingend, die Seitenflossen wehend, gleich Seidentüchern im Wind, wie Riesenvögel doch unter Wasser in der kleinen Bucht, wo wir Landratten mühsam gegen die hohen Wellen ankämpfen, bis es zurück geht ins Boot.

https://en.wikipedia.org/wiki/Manta_ray

Wir steuern noch weitere Korallenbuchten an, sehen manch schöne Unterwasserlandschaft und -leben. Noch einmal sehe ich eine Gruppe von Clownfischen, die schwarz, weiß, orange gestreift sind, anders als die Nemos, die weiß, orangefarbene Streifen haben. Doch beiden gleich ist der Schmollmund und die neugierig schauenden Augen, da greift wohl das Kind’chenschema, dass sie uns so unmittelbar zu bezaubern vermögen.

Aufregender und erlebnisreicher kann ein Tag kaum sein.

Die weitere Zeit auf der Insel ist ausgefüllt mit Spaziergängen zum Mangrovenwald, faulenzen am Pool, lecker essen im Bali Eco Deli, weswegen ich eigens in eine gemütliche Unterkunft in Jungbut batu umgezogen bin und Wohlfühlmassagen. Hier ist es ursprünglicher, es betreiben die Dorffamilien, die kleinen Bewirtungs-, Hotel-, Bungalowunternehmen, es gibt einen sehr kleinen, urigen Markt, auch die Fähre nach Bali ist nicht weit.

Im Hinduismus spielt ist die Ahnenverehrung tief verwurzelt, jede Familie hat ihren Altar an dem die Verstorben täglich mit  Reis und Leckereien versorgt werden und andere Opfergaben, wie kleine Schalen mit frischen Blüten, die Ahnen erfreuen sollen. Welche Bedeutung dieser  Friedhof hat war nicht herauszufinden. Doch das die Verstorbenen auch hier weiterhin gut “bedacht” werden ist offensichtlich.

DSC_1416Die letzte Etappe vor der Rückreise nach Hause, ist Flores und Komodo

Flores und Komodo- wird es eien großer Abschluß?

Kambodscha – Ankor wat, prachtvolle Tempel für alle Ewigkeit

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Phnom penh Kambodscha’s Hauptstadt

Kambodscha beginnt ein wenig holperig, nach der Leichtigkeit in Vietnam wo alles kein Problem war. Eigentlich ungewöhnlich für ein kommunistisches Land, so dachte ich schon nach den Erfahrungen der Einreise in China.

Nun geht es nach Phnom penh. Diese Stadt, ein sehr gemischte Atmosphäre, ist sie asiatisch, westlich oder doch irgendwas ganz Anderes?

Der Straßenverkehr noch bedrängender für Leute die gerne per pedes erkunden, als in anderen Großstädten Asiens. Auffällig viele großvolumige und großräumige Autos, vor allem SUV also Geländelimusinen, auf den Straßen. Die TucTucfahrer mit ihren  unablässig aufdrängenden Art  ihr Angebote unbedingt zu nutzen, deutlich nerviger  als in Thailand. Restaurant-und Nachtclubviertel noch offensichtlicher für das horizontale Gewerbe werbend als in Bangkok. Bettelnde Frauen mit Kindern und Kinder, nicht nur vereinzelt, erschütternd sichtbar, waren weder in Bangkok, schon gar nicht in Hanoi zu sehen. Der Unterschied arm zu reich ist hier prägnanter als irgendwo anders auf meiner Reise.

Später höre ich von Mitreisenden, dass Kinderprostitution hier quasi  bereits in den Familien geplant wird. So wie früher in christlicher Kultur, ein Mädchen oder Junge “für die Kirche”, sprich Priester oder Nonne, geplant war, so wird hier ein Mädchen an Menschenhändler eingeplant.  Der Versuch westlicher Vereine, die Familien mit Geld und Bildungsangeboten für die Mädchen, für  einen anderen Weg zu gewinnen, wurde vielfach angelehnt

Die Stimmung in dieser Stadt signalisierte bereits manch hinterfragenswertes, dies ist die Spitze.

Da ist das Billabong Hotel eine erholsame, Wohlfühloase mit seinem tropischen Garten und dem Pool darin. Ich bekomme ein schönes Zimmer, upgrade, zum Wohlfühlen in jeder Hinsicht.

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Der Königspalast das Monument was ich mir in dieser Stadt anschaue, neben den Straßenmärkten die den Weg säumen und, wie fast überall, interessantes zeigen. Zuckersaftgewinnung aus Zuckerrohr oder Herstellung von Fettgebäck auf der Straße.

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Das Palastgelände ist hochherrschaftlich, mit einer Silberpagode, deren Fußboden aus Silberplatten ist. Dieser ist jedoch größtenteils nicht zu sehen da er zum Schutz mit Teppichen abgedeckt wurde. Viele silberne Buddhafiguren in den Vitrinen rundum weisen auf eine ausgeprägte Silbertradition.

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Modell Ankor wat aus Holz im Königspalast

Mein Sinn ist schon sehr bald auf Siem reap und Ankor wat gerichtet. Die Aussicht diese legendären Bauwerke zu sehen, zu denen jährlich neue Forschungsergebnisse vorliegen, die die bisher geschriebene Geschichte wandeln und erneuern, steigert die Spannung.

Kambodschas gigantisches Weltkulturerbe,

vorsichtige Annäherung

Wiedermal eine Busfahrt gemeinsam mit Reisenden dieses Landes, in Richtung Siem Reap, Mittagessen an einer Raststelle, eine Art Halle an zwei Seiten offen mit Kochstelle, ist im Fahrpreis inkludiert. Das hatte ich noch nicht, nur die Verständigung ist nicht einfach, was von den angebotenen Speisen ist fleischlos, was ist drin, will ich das wirklich essen. Mit dem Zeigefinger wähle erkennbares aus, es schmeckt gut. Immer wieder abenteuerliches auch auf den Fahrten.

Siem Reap eine mittelgroße Stadt, Verkehr überschaubar erkunde ich gleich zwei Tage mit dem Fahrrad bevor ich mich morgens um 4h und einem geliehenen Mountainbike in einem TucTuc nach Ankor wat auf den Weg mache. Mit dem Fahrrad will ich die weitläufige Tempelstadt erkunden und völlig unabhängig von Tempel zu Tempel radeln. Sonnenaufgang in Ankor wat, die berühmten Türme direkt vor einem See, der die Gebäude spiegelt.                                                                                                       DSC_1009

3 Stunden sind so rasch vergangen nur dieses gigantische Heiligtum mit seinen unzähligen, symmetrischen Hallen, Höfen, Gängen, Skulpturen und steilen Treppenaufgängen zu den Türmen, in Augenschein zu nehmen. Bis heute ist dies die größte Tempelanlage die je erbaut wurde. Die quadratische Symmetrie, die der hinduistisch bedeutenden Zahl 4 folgt, bedeutet absolute Vollkommenheit, der höchste mittelere Turm Meru, verkörpert das Zentrum der Welt.

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Um dieses Heiligtum herum eine, nicht nur als Wasserreservoir dienender 100m breiter Wassergraben, der nur an der Westseite überquert werden kann. Die Spiegelungen der Tempel im Wasser symbolisierten den Ur-Ozean. Die zahlreichen Figuren und Reliefs stellen Szenen aus der hinduistischen Mythologie dar.

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Zahlreiche Forscher verschiedener Ländern versuchen seit Jahrzehnten die Geheimnisse, zur Bedeutung, des zu dieser für die Zeit 9-15 Jahrhunderts architektonisch unvorstellbaren Bauten und Stadtanlage des mächtigen Khmer reiches, zu lüften. Hinduistische Elemente sind dem Gott Shiva, dem Zerstörer gewidmet und vom Volk der den Khmer unter König Suryamvarman II im 12. Jahrhundert in 37 Jahren Bauzeit errichtet.

Der Name Wat kommt aus buddhistischer Tradition, bedeutet Kloster, und erst mit der Hinwendung zum Buddhismus erhält der Tempel diesen Namen.

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Im 13. Jahrhundert wandten sich die Khmer unter dem neuen Herrscher dem Buddhismus zu, davon geben spätere Tempel wie Ankor Thom Zeugnis.

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Einige weitere, weniger gigantisch anmutende, Tempelanlagen befinden sich in diesem ca. 37 x 37 qkm großen Gebiet.

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Neueste Forschungen ergaben, dass es sich um eine Millionenstadt gehandelt haben muss, in der die Lebensräume der Bevölkerung aus einfachen Materialen wie Holz, Bambus und Palmen gebaut waren, die natürlich zerfallen sind. Denn aus religiösen Gründen durften nur Tempel und Königshäuser aus unverwüstlichem Stein gebaut werden, so sind auch nur diese, wenn auch teilweise nur rudimentär, erhalten. Denn die Natur hat über die Jahrhunderte manches wieder vereinnahmt. Tröstlich und schade zugleich.

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Tempel und Stadt waren in Mitten eines vermeintlich undurchdringlichen Regenwaldes gebaut worden, was Rätsel bis heute aufgibt.

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Die Tempelanlage Ta Prohm zeigt wie sich die Natur im Laufe der Jahrhunderte der massiven Gebäude bemächtigt hat. Schön wie die riesigen Baumwurzeln, in fast liebevoller Geste, sich um die scheinbar unverwüstlichen, hohen Sandsteinquader schlingen.

 

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Andere Anlagen wurden aufwendig restauriert nachdem man sie vom -liebevoll- verschlingenden Urwald freigelegt hatte.

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Eine Hochkultur dieses Ausmaßes konnte sich entwickeln da König Suryamvarman II ein geniales Bewässerungssystem erfand, das dem Land jährlich höhere Reisernten bescherte,mehr Menschen sehr gut ernährt werden konnten und Überschüsse erwirtschaftet wurden. So wuchs die Bevölkerung rasch an, trieb Handel und kam zu Reichtum über Jahrhunderte, bis zu einem bis heute unerklärlichen Wandel des Klimas, der Regen blieb aus, die Felder konnten nicht mehr bewässert werden, Missernten und sinkende Erträge führten in der Folge zu Hunger und Armut und zum Untergang.

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Eine unbeschreibliche Faszination, eine besondere Form von Spiritualität geht von dieser Hochzeit zwischen Natur und Kultur aus. Naturmythologie und hinduistisch sowie

buddhistische Mythologien verbinden sich.

Ankor wat, so großartig es ist, doch Spiritualität hier zu empfinden fällt schwer. Ganz anders als in den Tempeln von Myanmar und Laos.

Das bis heute freigelegte zeigt die Gebäude, zur Lebensweise und anderen kulturellen Errungenschaften, wie Literatur, Musik, Kunst, außer der religiösen Ausrichtung, konnte bisher von Forschungsteams nicht vorgelegt werden.

Die Fahrradtour in diesem Gelände wird eine anstrengende Angelegenheit, so dass ich den Nachhauseweg nicht ganz schaffe. Ein Gefährt, eine Art Motorrad an dem man einen Anhänger festgezurrt hat und der hoch mit Säcken beladen ist, hält gerade um weiteres aufzuladen, mein Frage ob man mich samt Fahrrad mitnehmen kann ich die Stadt, wird auch ohne Sprache verstanden. Der Mann greift sich das Rad, packt es auf seine Säcke obendrauf und bindet es mit den Expandern fest. Seine Frau und auch helfen mit, ich setze mich neben die Frau auf ein Brett vor der Ladung und ab geht die Fahrt in die Stadt. Auf dem Weg gibt es noch einige belustige Blicke oder ein kurzer Kommentar, der das Paar zum Schmunzeln bringt dann erreichen wir die Stadt und ich werde mit Rad verabschiedet. Mein Obulus wird gern angenommen mit der hier üblichen Geste des Dankes, gefaltete Hände und Verbeugung. Auf gleiche Weise bedanke ich mich und bin heilfroh das alles sich so prima fügte.

In Siem Reap finde ich gleich mehrere vegetarische Restaurants, von bester Qualität wie ich bald herausfinde. Damit wird diese Stadt in mehrfacher Hinsicht zur Genussstadt.

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Mit diesem Tuc Tuc von Mr. Dan wäre ich gerne zum Flughafen gefahren worden, doch mir sind die kabodschanischen Kiep ausgegangen. Aber es hat sich einmal wieder genial gelöst, eine Mitfahrgelegenheit mit einem Kanadier, der ebenfalls zum Airport muss, ergibt sich als an der Rezeption, just im letzten Moment.

 

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Der Flug von Siem reap nach Denpasar bringt mich zur letzten Etappe meier Reise, zu den kleinen Sundainseln, was gibt es dort noch zu entdecken?

Noch ist die Lust zu entdecken reichlich vorhanden.

Vietnam- weltgrößte Gastfreundschaft

da verblassen selbst Weltnatur-und -kulturerbe!

 

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Vietnam-Begegnungen mit Menschen und Weltkulturerbe

Hanoi-

blau-grüne Großstadt

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Diese Großstadt hat von Beginn so viel liebenswertes, freundliches und entgegenkommendes, da macht’s Vergnügen mehr und mehr zu erkunden. Die Farben grün und blau scheinen zu dominieren, es gibt zahlreiche Parks, die meist einen See haben der wiederrum himmelblau und baumgrün spiegelt. Entlang. Als ich eben innerlich voll begeistert von diesen Grünanlagen am See entlang spaziere, mit einem Blick auf die winzige Insel mit einem noch winzigeren Tempelchen, werde ich je in die rauhe Wirklichkeit geholt. Aus einem makellos, weißen Blütenteppich des Blumenbeetes kreuzt kurz vor meinen Füßen eine Ratte meinen Weg, läuft auf die andere Seite zu einem Baum, was sie dort sucht ist unklar, dreht sich einmal im Kreis und läuft zurück ins sichere Versteck. Aus meinen Träumereien erwacht, schüttle ich mich angewidert. Später erfahre ic erstaunliches zu diesen Tieren, die mir so gar nicht gefallen.

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Viele Straßen der Stadt säumen schattenspendende Bäume. Neben dem schier unerträglichen Verkehrsgewühle auf allen Straßen, groß oder klein, gibt es immer wieder ursprüngliche Gäss‘chen zu entdecken, mit Gemüse-Obstständen, wo Frisöre auf der Straße ihr Handwerk ausüben, wo gebrutzelt, frittiert und gegrillt wird von morgens bis abends spät, wo die Korbmacher, Schuhputzer, Besenverkäuferinnen ihr fahrendes Gewerbe betreiben, wo es Hostels, Bars und einfache Restaurants gibt. Gleich um die Ecke haben sich schon edle Geschäfte sich angesiedelt. Wo sich dann Tempelanlagen, Museen, Hotels, Regierungs- und Bürogebäude anschließen um zwei Straßen weiter wieder in kleinen Gässchen zu münden.

DSC_0023 DSC_0019 DSC_0013 In Hanoi ist insgesamt nicht wirklich viel vom Tourismus zu sehen, dafür umso mehr vietnamesisches Leben.

Neben diesem Leben auf den Straßen, lockt das Frauenmuseum.

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Es würdigt Frauen in klassischen Lebensrollen ebenso wie in den außergewöhnlichen Leistungen, zum Beispiel als befehlende Offizierinnen und Soldatinnen im Krieg gegen die USA in den 60gern, als Erfinderinnen und Designerinnen.

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Das wärmsten empfohlene Wassertheater, darf im Programm nicht fehlen.

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Dann verlangt das Laptop die ganze Aufmerksamkeit, es zieht keine Energie mehr, wenn das nicht zu beheben ist, bedeutet es das aus für den Blog, April.

Drei Monate vor Ende der Reise, dumm gelaufen. Doch wer diese Werkstatt findet ist gut bedient, echte Cracks scheinen hier am Werke. Die Frau des Eigners und deren kleiner Junge waren auch immer mal dabei. Hier die Wathsappnummer für alle Fälle, hahaha:Phong Computerrepair +88983011081 eine coole Sache!!!

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Es ist Fluch und Segen zugleich, denn es braucht verdammt viel Zeit um die Fotos einzufügen-

Das Mixdorm, in dem ich gelandet bin, hat mal wieder Vorteile, Matthias ein Ingenieur schaut sich‘s an und meint, hier in Hanoi findest du garantiert jemanden der es reparieren kann. Noch am gleichen Morgen fahre ich mit Uber, dem kostengünstigen Taxisystem, auf dem Sozius eines Motorrollers zu einer 5 km entfernten Werkstatt. Als diese, einer Bastelgarage ähnlichen, Werkstatt endlich gefunden ist, stellt sie sich als ein doch recht kompetenter Laden heraus. Am gleichen Tag, rollere ich da wiedermit Uber hin um den reparierten Laptop wieder abzuholen, Er tut es wieder. Allerdings nicht sehr lange. Noch einmal muss ich die „Zauberlehrlinge“ dort aufsuchen. Kosten so gering, kaum erwähnenswert. 4 € für ” Uber”den Fahrdienst, 10€ Reparatur.

Alles läuft so cool, dass selbst diese dummen Sachen immer auch was Nettes haben. Denn immer sind es Begegnungen mit den Menschen, die über das sachliche Anliegen hinaus interessiert sind.

Nachdem ich dem Literaturtempel und der ersten Universität Hanois, die von Chinesen vor ca. 1000 Jahren gegründet worden war, einen Besuch abgestattet hatte, holte mich Son, mit dem ich den Kontakt aus Luang Prabang aufgefrischt hatte, zu einem gemeinsamen Mittagessen ab, sehr überraschend mit seinem PKW, denn hier sind Motorroller üblich.

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In bester Unterhaltung, mit vorzüglichsten, vegetarischen und biologischen Speisen im Homefood, eine runde, gelungene Überraschung.

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Später entdeckte ich noch ein veganes Restaurant, das gerade am Tag als ich dort aß zu einem kostenlosen Nachtisch, einem superköstlichen Pumpkinflan, einlud. Ich beginne diese Stadt zu lieben.

„Wenn einem so vieles Gutes widerfährt……“

 

Sapa Stadt in den Bergen

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Frauen der Mongminderheit

Dennoch mache ich die drei Tagestour mit dem Bus nach Sapa in die Berge, zu den Minderheiten der Mong und Sai  und den Bilderbuch-Reisterrassen, nahe der chinesischen Grenze. Das Wetter spielt mit, es ist sonnig und nicht so warm wie in der Stadt. Die Menschen leben hier in einer Art Familienverbund, den sogenannten Tribes.

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Miku‘s Chill-House, ein Homestay in einer solchen Familie der Dong Minderheit, war mir schon in Thailand empfohlen worden. Bei meiner Ankunft weckt Miku’s Mutter, sie trägt eien bunt kariertes Kopftuch wie alle Dong, an einer Art Spinnrad sitzend und Hanffäden aufwickelnd sofort mein Interesse. Das Gerät steht direkt neben einem Holzverschlag in dem das Hauschwein wohnt, unter einem Plastikregenschutz. Denn hier in den Bergen ändert sich das Wetter mehrmals am Tag. Es ist wieder Wetterlage, vier Jahreszeiten an einem Tag, wie sie auch hier scherzhaft sagen. Sie sind ohnehin ein recht lustiges, freundlich interessiertes Völkchen.

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Gleich am ersten Tag schlendern drei Frauen und ein junges Mädchen 3 Stunden lang mit mir zum Wasserfall. Sie erzählen, fragen, zeigen, wollen gern mit mir fotografiert werden und scheinen alle Zeit der Welt zu haben. Eine trägt ihren 1jährigen Sohn auf dem Rücken, der Mal schläft, mal schaut und wieder einschläft ohne einen Mucks.

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Die Familien arbeiten zusammen, fertigen Handarbeiten, ernten Hanf und verarbeiten ihn in Handarbeit zu einem webbaren Faden. Weben Hanfstoffe aus denen sie ihre eigene Bekleidung fertigen und auch für Geschäfte in Hanoi arbeiten. Die Indigopflanze, die den Stoffen eine tief lila-blaue Farbe gibt wird hier angebaut. Fast alle Frauen haben blaue Hände, denn nicht nur die Stoffe nehmen diese ungewöhnliche Farbe an. Eine dieser langen Hanfwesten mit der Kragenstickerrei möchte ich kaufen, doch nur die 3 Jahre alte von Miku’s Mutter passt mir. Also wird diese die Meine, nach Langem hin und her anprobieren, feilschen, überlegen. Doch hier gibt es keine Möglichkeit an Bares zu kommen, wie ist das zu lösen. Da meldete sich Matthias, er ist grad in der Stadt Sapa und will jetzt ebenfalls in das lange Tal zu den Dong und anderen Minderheiten. Das kommt wie gerufen, er bringt mir das nötige Kleingeld bei Miku vorbei, wir haben noch einen gesprächigen Vormittag und dann machen wir uns in entgegengesetzte Richtung auf den Weg.

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Meine Wanderung durch die Dörfer, den Bambuswald, entlang der Reisfelder gibt mir einen wunderbaren Einblick in das Leben der Menschen dort. Ich komme vorbei an einem Dorf der Sai Minderheit, die rote Kopftücher tragen und sehr geschäftstüchtig sind, nur wer was kauft darf ein Foto machen. Der Weg ist abwechslungsreich, die kleine Wandergruppe die mir begegnet, kommt zur rechten Zeit, denn ich stecke fest, bin abgerutscht von dem schmalen Steg am Reisfeldrand und mit einem Fuß tief in die Matsche ein gesunken. Nur mit der Hilfe eines kleinen Jungen, der sich mühelos balancierend über die schmalen Pfade bewegt, kann ich den Fuß aus dem Sumpf ziehen. Zum Glück sind wir gleich am Wasserfall, dort kann ich meinen Lehmklumpfuß komplett ins Wasser stecken.

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Sich dort heimisch zu fühlen ist so leicht. Hier könnte man bleiben, die Fertigkeiten der Dong lernen sich einklinken in ein einfaches Leben, so scheint es jedenfalls.

 

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Doch nach drei Tagen zieht es mich wieder nach Hanoi, das Hostelbett ist gebucht.

Fehlanzeige! Es wurde nicht eingetragen, mein Bett ist anderweitig vergeben, am späten Abend noch muss ich woanders hin. Rasch finde ich was anderes, besseres und bin sogar froh, daß es so kam.

 

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Ha long Bay- Weltnaturerbe „kleiner Drache“

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Von Hanoi mit dem Bus nach Cat ba Island, der gute Tipp einer Reisenden aus Brasilien in Sapa.

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Denn von der Insel kann man dann eine Tagestour in die Bay machen, die schönere Sicht und sauberes Wasser verspricht.  Cat ba Vision sind die Anbieter, bei denen die Tour ein wenig mehr kostet, die aber dafür recht weit hinausfahren. Das Boot ist nicht voll, mit der Gruppe, es sind vielleicht 20 Leute, macht es Spaß eine Kajaktour in die Höhlen des „kleinen Drachen“ zu unternehmen, die Kaarstkegelberge zu umfahren, das Schnorcheln ist weniger interessant, keine Fische oder Korallen, das hätte man sich sparen können.

 

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Die Landschaft ist außergewöhnlich und faszinierend, mit der wandernden Sonne sind wir, bis sie ins Meer sinkt, unterwegs. Die schwimmende Fischfarm mit den Haifischbecken zu besichtigen war eine nette Abwechslung. Ein gelungener Tag.

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Bus und Boot bringen mich eine Etappe weiter nach Ninh Binh. Binh bedeutet Frieden, erfahre ich später auf der Mekongdeltatour.

Tham coc, ganz in der Nähe auf dem Land ist das sogenannte „trockene Ha long Bay“, mit einem malerischen Fluss zwischen den steilaufragenden Kegelbergen und Fahrradwegen. Das verlockt ein Rad zu mieten und sich mit dem Kajaksportsfreund Tim zu verabreden, der ebenfalls in Tham coc Station gemacht.

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Vorbei an Tempeln, einer chinesischen Pagode, die man in den Kegelberg hinein geschmiegt hat, zu einem Gebiet mit Teichen, Gärten und Reisfeldern auf denen Büffel und Schweine ihre Freiheit genießen, bietet der Tag Augenschmaus und Bewegung.

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Den Rückweg trete ich alleine an denn der Hobbyfilmer Tim mit dem ich unterwegs war, wohnt nahe diesem Gebiet in einem Bungalow. Die wenigen Kilometer kein Problem, den Schleichweg habe ich schon auf Mapsme herausgefunden.

Abenteuer, lauert hier an jeder Ecke!

6 Kilometer bevor ich das Ziel erreicht hab, einen Platten, Nah, denn Prost, es heißt schieben, kurz vor Einbruch der Dunkelheit, zum Glück Mapsme hilft weiter. Die Leute sehen mein Pech und weisen mir hilfsbereit den Weg zu einer Fahrrad Werkstatt, was heißt Werkstatt, der Mann repariert wenn’s sein muss. Er tut es fachkompetent und rasch, das Loch zeigt er mir, ich war in einen Nagel gefahren, bei den Wegen die ich gefahren war kein Wunder. Er klebt noch und prüft, da biept es in meiner Tasche, meinem Handy ist der Saft ausgegangen, nah prima! Jetzt bin ich in der Fremde, ohne Karte, im Dunkeln mit einem Fahrrad dessen Schlauch geflickt ist, aber dass kein Licht hat.

Jetzt bin ich bedient!

Im letzten Abendschein fahre ich noch, dann schiebe ich wieder auf den schmalen Vorstadtwegen zwischen nahezu unbeleuchteten Häusern zum weit entfernten nächsten größeren Licht. Zwei junge Männer zeigen mir den Weg etwas näher zu Stadt, wieder schieben, ohne Licht fahren traue ich mich nicht obwohl es hier viele machen, was mir immer wieder ein Kopfschütteln entlockte.

Da sehe ich auf einsamer Straße ein Geschäft, hell erleuchtet, einige Leute stehen vorm Laden andere sind an den Auslagen interessiert. Sie sind dann auch plötzlich an meinem Missgeschick interessiert und versuchen zu helfen. Die Chefin des Ladens hat sofort erkannt wo es fehlt, ich bekomme Saft für mein Mobiles, inzwischen haben wir uns radebrechend verständigt, sie wissen wo ich hin möchte und einer zeichnet einen Plan. Inzwischen hab ich wieder Saft auf dem Handy und kann mapsme bemühen. Nun ist es stockdunkel nur die Stadt ist beleuchtet und ich entschließe mich jetzt doch, ohne Licht, in der Stadt auf Rad zu steigen. Das findet hier jeder ganz normal. Zwei Stunden hat die Aktion gekostet. Aber viele hilfreiche vietnamesische Leute getroffen und über den eigenen Schatten gesprungen. Werde ich den Kopf immer noch verständnislos schütteln wenn ich Gefährte ohne Licht sehe in Asien?

 

Hoi an-quirlige ehemalige Handelsstadt mit Kulturerbe

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In Ninh binh geht es zum Bus nach Hoi na, morgens früh steht ein Motorbike vor der Türe, wo bleibt der Bus? Er will mich zum Bus bringen, das ist ganz üblich. Was mit meinem Koffer? Ja, den nimmt er beherzt vor sich auf den Roller, ich sitze auf, mit Rucksack und meiner “Hühnertasche” in der Hand, geht es durch den noch dunklen, frühen Morgen zum Busbahnhof. Wer hätte das gedacht, es geht!?

Nach gefühlter Ewigkeit hält der Bus in Hoian.

Die 75000 zählende kleine Stadt ist schnuckelig, Hoian Stil ist ein Zuckerbäckerstil, nahezu jedes Haus hat ein kleines Geschäft. Zahlreiche Schneiderinnern und Schneider, die ihre Dienste anbieten, für kleines Geld nähen sie alles was das Herz begehrt. Hier lasse ich meine „blauärmelige“ weiße Bluse neu schneidern, für 17 € inklusive Stoff, wirklich schön geworden. Aus der Handels-hochzeit hat diese Stadt viele schöne Häuser und eine japanische Brücke, die zwei malerische Stadtviertel miteinander verbindet. Sie war einst eine blühende Handelsstadt, am Flussdelta des Song Thu Bon, wo sich Kauf- und Handelsleute aus Europa ebenso trafen wie Asiatische. Die Kontore und Versammlungshallen blieben erhalten, nachdem im 19ten Jahrhundert das Flussdelta mehr und mehr versandete und Hoian seine Bedeutung als Handelsstadt verlor. Doch vom Krieg verschont geblieben und heute noch bewohnt, sind sie zu Touristenanziehungspunkt erster Güte geworden. Die bunten Lampions, für unsere Augen etwas kitschig, gehören sie zu dieser in der Nacht bunt beleuchteten Szenerie aus vergangener Zeit. Hier finden sich eine Vielzahl an Restaurants einfach bis gehoben, auch die vegetarische und vegane Zunge bekommt was Leckeres angeboten, ebenso Kunst- und Souvenirgeschäfte, die exotisches aus asiatischer Produktion für jeden Geschmack anbieten.

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Am südchinesischen Meer gelegen hat sie einen palmenbewachsenen, feinen, weißen Sandstrand, der von glasklarem, warmem Meerwasser begrenzt wird. Im April des Jahres ein chilliger Ort zum Erfrischen, nach einer Fahrradtour entlang des Flusses.

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Nach Ho chi min city, kurz HCMC genannt, fliege ich von der 30 km entfernten Großstadt Da Nang.

Koffer ist weg, jetzt noch die mitgerbachten Leckereien schmausen, Messer raus um die Butter aufs Brot zu streichen……..da fällt es mir wie Schuppen von den Augen, das Messer, schon wieder im Handgepäck,… also werde ich das dritte -gute-Messer heute zurücklassen müssen.

Zu blöde.

Ohne Hoffnung auf eine Lösung frage ich doch nochmal am Schalter nach. Und plötzlich gibt es eine ganz simple Lösung, sie schaut auf meinen Gepäckschein, stellt fest ich habe noch 2 Kg Gepäck frei, und bittet mich eine Tüte, mit Messer und anderen Sachen zu packen und als Gepäckstück einfach zusätzlich ein zu checken.

Ich bin so was von verblüfft, wieso bin ich da noch nicht drauf gekommen ?????

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Wenn das Ho Chi Min wüsste?!

Von HCMC, mit dem Zubringer zum Busbahnhof, nach 2 Std. in der Sonne warten, weil alles überfüllt war, der Bus unendlich Verspätung hatte, geht es los zu Küste, um noch heute mit dem Schnellboot zur Insel Phu quoc zu kommen.

Das klappt nicht mehr, doch im Bus lerne ich Cat kennen, eine junge Vietnamesin, die vorsichtig fragt was ich so plane und mir behutsam klar macht, dass ich die Insel heute keinesfalls erreiche.

Als wir in ihrem Heimatort ankommen ist es 22:00h, inzwischen hat sie mir ein Ticket auf dem Boot morgen früh gecheckt, und fährt mich mit ihrem Motoroller und meinem großen Gepäck, da haben wir es wieder, zum 10 km entfernten Hafen, wo sie mir ein Hotelzimmer besorgt und den Weg zum Boot dann am Morgen weist.

Heute bin ich zum 2.Mal verblüfft über die blitzschnelle Lösungsorientierung und spontane Hilfsbereitschaft der VietnamesInnen.

 

Phu Quoc- vietnamesische Insel

Wird als paradiesische Insel angepriesen, mit vielen schönen Sandstränden und Schnorchelgründen um die kleinen Inseln im Süden Phu quos herum. Auf einer Bus- und Bootstour dorthin ist in der Tat ein recht interessantes Korallenriff zu bestaunen, doch es wohnen kaum Fische dort. Wohl alle auf den Tellern gelandet?!

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Und das war‘s dann auch auf der Insel. Die Strände sind sehr stark mit Abfall verschmutzt, das Meer vor dem Sandstrand trübe und schmieriger Belag auf den Steinen. Ob es an der Wärme des Wassers liegt oder andere Gründe verantwortlich sind, entzieht sich meiner Kenntnis. Jedenfalls zeigt sich für mich wenig paradiesisches auf dieser Insel, trotz solch stimmungsvoller Momente.

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Hier lerne ich jedoch einen jungen Vietnamesen kennen der in Vietnam für die circa 100 Adidas Produktionsstätten arbeitet, er ist interessanterweise verantwortlich für die Einhaltung der Sozialstandards.

Wieder eine Tagestourmit Boot nach Ha tien und Lokalbus nach Can tho 5 Stunden ohne Klimaanlage. Immer wieder steigen Vietnamesen und Vietnamesinnen ein und aus, viele tragen einen Mundschutz, die Luftverschmutzung scheint enorm zu sein, scheinbar ist es auch ein Modeartikel, denn man sieht ihn in vielen Mustern und bunten Farben. Als einzige Touristin auf der Tour zum Mekongdelta, bin ich von großem Interesse für die anderen Fahrgäste.

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Can tho- Stadt am Mekongdelta


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Mekongdeltatour mit „T“ unserem studentischen Guide und einem französischen Paar mache ich gleich am nächsten Tag. Um 5h geht es los auf einem kleinen Longtailboot in den beginnenden Tag hinein zu den schwimmenden Märkten auf dem Mekong. Es ist eine ganz beschauliche Morgenstimmung, das Boote gleitet mit wenigen anderen auf dem lehmigen Fluss dahin. Der kleine Motor gibt nur ein leises Summen von sich. Schweigend geht es dahin in den Sonnenaufgang, dann wird der Fluss und seine Bewohner auf den Booten und an den Ufern sehr lebendig.

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Hochbeladen schwimmen die Mekongboote an einander heran und tauschen Waren aus, Melonen, Weißkohl, Ananas, Zwiebeln, viele grüne Gemüse sind zu sehen, Wurzeln aller Art, werden auf die Boote von Wiederverkäufern umgeladen, die diese an Land als Einzelhändler anbieten.

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Doch „T“ erzählt, dass der Markt deutlich geschrumpft ist in den letzten Jahren, da sich der Markt immer mehr auf LKWs verlagert hat.

Von „T“ erfahren wir einiges über das Leben auf und neben dem Fluss. Früher gab es unzählige Krokodile im Mekong, heute werden diese in Farmen gezüchtet und ihr Fleisch als Delikatesse verzehrt. Ratten sind hier keine Seltenheit, aber die Leute machen das Beste daraus, sie wird gegessen. Die Reisfeldratte wird sogar gezüchtet zu diesem Zweck. Das könnte doch die Lösung für den Hunger in der Welt sein. Es wären nur noch die regionalen Bedenken gegenüber dem Fleisch dieses Tieres auszuräumen. Wenn alle Fleischverzehrer sich zum Verzehr dieses Tiers entschließen könnte wären gleich mehrere Probleme auf einmal gelöst. Als Vegetarierin regt mich der Gedanke nicht weiter auf.

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Die Fahrt geht weiter zu einem ursprünglichen Dorf in einem der Seitenarme des Mekong, wir halten an einer Nudelfabrik, die jedoch nur noch für Touristen auf diese Weise produziert. Der Teig für die Reisnudeln besteht zu 80% aus Reismehl und 20 % aus Tapioka und wird wie ein Crepe auf einer Platte ausgestrichen und mehr angetrocknet als gebacken und dann ausgelegt zum trocknen.

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Die großen Massen an Nudeln die im Land verzehrt werden, lassen sich so wohl nicht mehr herstellen. In einem weiteren Seitenarm des Mekong sehen wir einen regionalen schwimmenden Markt bei dem täglich alle Anrainer ihren täglichen Bedarf an Obst und Gemüse decken.

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Das Leben entlang des Flusses lässt sich vom Boot aus gut beobachten. Die Stelzenhäuser stehen sehr hoch über dem Fluss derzeit, denn die Regenzeit und mit ihr hohe Wasserstände steht vor der Türe. Doch es kommt immer weniger Wasser aus den Zuflüssen des Mekong und das scheint ein Problem zu sein für die Bewässerung der vielen Reisfelder entlang der über 4000 Km.

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Eine kurze aber spannende Reise in eine andere Welt, die schwimmende Welt auf dem Mekong und entlang des Flusses. Was machen die Augen auf den Schiffen? Sie schützen deren Bewohner vor den bösen Geisten des Flusses. Auch der Kommunismus vermochte diesen Glauben nicht auszurotten.

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Can tho,

eine Stadt mit mehrere buddhistische Tempel, mit einem, wie es scheint, aktiven religiösen Leben. Im Tempel Munirangsyuo, sprechen Mönche Passanten an und laden zum Essen ein, so geschah es auch mir und ich geriet in eine ziemlich laute Gebetsstunde, die ich dann fluchtartig wieder verließ ohne mich beim Essen einzureihen.

Die Pagode Pita khosa rangsay ein dreistöckiges Gebetshaus eingezwängt zwischen den Häusern einer engen Wohnstraße, schein ebenfalls gut besucht an einem ganz normalen Wochentag. Weitere Tempel wären noch zu besuchen gewesen, doch ich entschied mich für das exotische kleine Taro-Museum, das bei Tripadvisor von Besuchern als hoch interessant beschrieben wurde. Doch zuvor suchte ich noch das vegetarische Bach Thao Restaurant, das in der De Tham Street, ganz in der Nähe liegt.

Eine junge Frau an deren Tisch ich mich setzte, erklärt mir die Speisekarte, einiges kenne ich tatsächlich nicht.

Ich bestelle und bin sehr angetan, bei allen seltsamen Bräuchen hier, vegetarisch können sie gut.

Die junge Frau verabschiedet sich und sagt sie möchte mich zum Essen einladen und sie habe schon bezahlt, alles Gute für meine Reise, und ist weg. Ich sitze das mit offenem Mund, das ist sicher ein Versehen, ich hab was falsch verstanden, ist mein Gedanke. Als ich das Restaurant verlasse gehe ich und will zahlen, nein, nein sagt man mir, alles sei bereits bezahlt.

Muss ich langsam an eine höhere Macht glauben oder gibt es engelgleiche Wesen auf diesem Planeten?

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Das Tarot-Museum ist eigentlich noch gar nicht eröffnet, die Mutter des Betreibers öffnet, einen Moment solle ich warten, dann wäre ihr Sohn so weit mir alles zu zeigen. Dann eröffnet sich wiedermal eine neue Welt vor mir. Sammelstücke von Tarot-Karten aus zwei einhalb Jahrhunderten, die dazugehörigen Anleitungen und Bestimmungen der Einzelnen Karten, eine unüberschaubare Zahl verschiedener spiritueller Lehrer und Lehrerinnen, die jeweils neu oder ergänzend interpretierten und neue Spiele auflegten und drucken ließen.

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Phil, der Philosophie in Frankreich studierte, hat sein ganzes Hab und Gut in diese Sammelleidenschaft von Tarotkarten gesteckt und 2 Stunden lang führt er mich in diese Welt ein. Eine Welt voller spannender Geschichten aus geheimen, esoterischen Kreisen, wie beispielsweise den Templern. Madame Lenormand, eine Französin soll den Ursprung für diese Karten gelegt haben, so erzählt er und von ihr hat er noch ein Originalbuch, denn nahezu alles Geschriebene von ihr, hat der Erbe ihr Neffe, nach ihrem Tod verbrannt, so wird berichtet.

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Das Museum beherbergt einen erlesenen, esoterischen Schatz und sein Besitzer hat ein außerordentliches Wissen zu diesem Thema. Ein -must do- wenn man in Can Thao am Mekongdelta ist.

 

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Er selbst bereitete gerade einige Meditationstage vor mit seiner Gruppe, die ebenfalls ein Hauch von Esoterik zu umgeben scheint. Denn auf meinen Wunsch hin, diese Meditation miterleben zu dürfen, lehnt er nicht ab, sagte aber es handle sich um einen geheimen Kreis und er wolle erst einmal mit dem Klosterabt sprechen ob das möglich sei. Es schien mir dann doch etwas zu „spanisch“ und ich entschied von meiner Seite nicht mitzukommen.

 Abschied von Vietnam, mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Es ist ein erfrischendes, hinreißendes Land, vor allem wegen seiner offenherzigen Menschen. Trotz seiner vielen wenig optimierten Lebensbereiche, wie beispielweise die Müllentsorgung oder des völlig ungebändigte Straßenverkehr, der wie in anderen asiatischen Ländern, Fußgängern jedes recht abspricht die Straßen und auch die Bürgersteige zu nutzen.

Doch Exotik der asiatischen Lebensweise, sowie das Selbstbewusstsein der Menschen, ist hier waschecht und kein fake nur für Touristen. Einiges erlebte in diesem Land war überwältigend im positivsten Sinne.

Ade Vietnam, wir sehen uns wieder!

Die Fahrt nach Chau doc zur Grenze ist keine große Sache, für das visum on arrivel alles vorbereitet, so klappt es dann auch ohne große Probleme. Außer, daß der Beamte, der eigens „anreisen“ muss, mir dafür 35$ statt üblicherweise 30$ abnimmt. Ich bin die Einzige im Bus die ein solches Visum hier beantragt.

 

 

Laos – kleines Land mit explosivem Erbe

Mekongflußfahrt und Weltkulturerbe Luang Prabang

Slowboat auf dem Mekong

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Die Landschaften entlang des Flusses sind ungewöhnlich. Nur sehr wenige Dörfer sind an den Ufern zu sehen, hin und wieder hält das Boot, lädt ab oder etwas auf, ansonsten geht es tatsächlich recht langsam stromabwärts.

Alles sieht friedlich und geruhsam aus. Stress scheint hier nicht zu existieren. Und doch bekommt das kleine Land keine wirkliche Ruhe.

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Denn noch immer sind 80 % der landwirtschaftlichen Fläche mit Streubomben sog. Blindgängern aus dem USA- Vietnamkrieg verseucht.

Nicht selten verlieren Bauern oft auch spielende Kinder, Arme, beine Augenlicht oder auch das Leben, wenn sie arglos auf dem Land arbeiten oder herumtollen.

Zwischen 1964-1973 bewarfen die Amerikaner dieses Land mit einer unglaublichen Menge von Bomben 270 Mio.! um den Vietcong auf dem südlich verlaufenden Ho chi min Pfad den Nachschub abzuschneiden und die, sich vermutlich dort versteckenden, Kommunisten  zu treffen.

Laos war nie beteiligt am USA-Krieg gegen Vietnam und ist bis heute, 45 Jahre danach, Opfer. Die USA hat sie mit ein paar lächerlichen Mio. abgefunden, die nur ein Tropfen auf den heißen Stein sind um auch nur annähernd die verursachten Schäden zu beseitigen. Sie haben den Land Unsägliches zugemutet und zugefügt, Verantwortung dafür übernehmen Fehlanzeige.

Am 02.05.2017 berichtete Spiegel online aktuell darüber.  Das Thema sind die mutigen Minenentschärferinnen, Frauen die täglich unterwegs sind auf den Feldern um Minen aufzuspüren und sie gezielt hochgehen lassen. Diese tapferen Frauen, Mütter, Töchter und Großmütter, die  für diese hochgefährliche Aufgabe ausgebildet wurden sind wahre Heldinnen  in Laos.

Luang Pragang

 

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Am Abend könnte man meinen am Rhein zu sitzen.

Luang Prabang,  Touristenzentrum des Landes  ist  Weltkulturerbe. Einige Straßen mit architektonisch interessanten Gebäuden der französischen Kolonialzeit, zwischen diesen, laotische Tempel, die die Häuser selbstverständlich an Schönheit bei weitem übertreffen, am Mekong und einem Nebenfluss gelegen, ergeben ein Bild wie aus längst vergangener Zeit.

Eine Fressmeile entlang des Mekong, Restaurants die französische Esskultur signalisieren, laotisches und anderes europäische, bieten auf Terrassen am Fluss essbares, gleich fühlt man sich wieder im hier und jetzt.

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Das Leben am Fluß ist hier beschwerlich, ständig müssen Güter des täglichen Lebens von den Booten den steilen Treppenweg heraufgeschleppt werden. Nur an einer Stelle hat man eine Möglichkeit für Fahrzeug gebaut.

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Die Tempel, die mich zunächst nicht verlockten, haben dann doch genügend Anziehungskraft besessen einmal in Augenschein genommen zu nehmen.

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Was mich dort erwartete war nicht zu ahnen. Gänzlich anderer Baustil als die bisher gesehenen religiösen Stätten. Auch für europäische Augen, eine edle, künstlerische, ja liebevollen Gestaltung, die spirituelle Stimmung  hervorzurufen vermag.

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Der Nachtmarkt Luang Prabangs ist außergewöhnlich schön und hält ein, für Asien, ebenso ungewöhnliches Angebot bereit. Er ist an Exotik und Buntheit kaum zu übertreffen

 

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Es finden sich viele handgewebte Schals und andere handgefertigte Sachen. Indigo ist die traditionelle Farbe, die Pflanze wird hier kultiviert, die Farbe daraus gewonnen. Auch alle anderen Farben werden aus den verschiedensten Wurzeln, Rinden und Blättern gewonnen um die Stoffe aus Baumwolle oder Hanf zu färben.

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Die Werkstatt mit Webstühlen, an denen die Frauen Tag für Tag sitzen und weben, lässt sich besichtigen. Dort werden auch Workshops angeboten, wo Interessierte färben und weben erlernen können.

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Der Markt ist das Ereignis jeden Tages, er ist Treffpunkt und Abendbeschäftigung. Ein riesiges Angebot lockt Hunderte Abend für Abend hier her. In einer Seitenstraße gibt es Buffetangebote für kleines Geld. Das vegane Buffet ist das preiswertes und es hat zudem die beste Auswahl.

Rasch ist dort aus einem Brett und zwei Balken Tisch und Bank aufgebaut wo sich Gäste zum Speisen niederlassen können.

Das tue ich ebenfalls und sitze neben einem jungen Mann aus Vietnam, mit dem ich rasch im Gespräch bin zum Thema Ernährung. Sein Name ist Son, was Berg bedeutet, er und seine Frau haben vor einer Weile begonnen mit einer makrobiotischen Ernährungsweise. Er kommt aus Hanoi und fliegt einen Tag vor mir dorthin. Wir bleiben in Kontakt über Netzwerke des Internets. Und sehen uns vielleicht wieder, denn 2 Tage später fliege ich ebenfalls dorthin.

Ebenfalls der Morningmarket, ein Gemüse und Fleischmarkt, ist eien Ereignis. Schon sehr früh am Morgen bieten die Leute aus den Hilltribes, die Schätze ihres kleinen Gartens oder im Regenwald gesammeltes oder anderswo gekauftes  an.

 

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Eine seltsame, getrocknete Wurzel, liegt hier immer wieder zum Verkauf. Was ist das, frage ich, es ist nicht heraus zu finden, doch irgendwann steht Dendrobium angeschrieben, das muss sie sein. Bei weiterer Recherche komme ich der Sache näher, ein Deutscher, Markus Weber fand 2004 forschend eine psychoaktive Wirkung heraus. Aha, jetzt lüftet sich das Geheimnis etwas!

Ebenfalls wird die Wurzel in der chin. Medizin in Rezepturen verwendet. Was nicht verwundert, China ist ja nicht weit, sodass ähnliche Heilmittel hie wie dort zu finden sind. Leider kein Foto, hab’s nicht mehr gefunden, schade.

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Auch Hühner und Gänse, so wie Schweinefleisch aus eigener Aufzucht haben sie von weither angeschleppt. Auch viele Arten von Pilzen, die ich nur zum Teil kenne.

Doch da begegne ich Vanizia, sie ist Laotin, lebt in Australien und wird augenblicklich mein Guide für diesen Markt. Sie erklärt geduldig und beantwortet gern meine Fragen. Es macht Spaß nun über alles Fremde auf dem Markt etwas zu erfahren. Eine lebende Schildkröte in einem Eimer kommt nicht in den Suppentopf, wie ich vermutete, sie ist ein heiliges Tier hier und soll einem Tempel zum Geschenk gemacht werden. Wilde Bienenwaben aus dem Regenwald sind im Angebot. Mir fremde Früchte sind als Kostprobe aufgeschnitten, alles was Vanizia empfiehlt probiere ich auch.

Nach dem Markt trinken wir einen frisch gepressten Mangosaft zusammen und tauschen unsere Kontaktdaten aus. Dann zieht es uns beide, vom Schauen hungrig zum Frühstück, sie zu ihrer Familie und mich in mein Hotel.

Die Tage in Luang Prabang sind heiß, sehr heiß, an meinem letzten Tag hier werden 38,5 Grad gemessen. Schön und noch erträglich ist es sehr früh morgens. Daher hab ich mich getraut und einen Motorroller gemietet, der mich zum 30 Km entfernten Wasserfall bringen soll. Die Straße ist recht gut doch sind die Brücken eine Herausforderung, übe die Holzbretter die quer den Boden bilden sind zwei Bahnen längs Bretter gelegt, die der PKW mit seien Reifen rechts und links treffen muss und ich mit dem Roller muss eine Bahn richtig treffen. Bei jeder Brücke zittere ich ein wenig, doch es gelingt. der Wasserfall liegt in einem recht dichten Wald nur ein paar Pfade und hie und dort ein kleines Bambusbrückchen zwischen den hohen Bäumen führen zu der mächtig hohen Steilwand von der das Wasser, trotz der langen Trockenperiode, in breitem Fluss herunterschießt. Doch das Beste, es sammelt sich in vielen Stufen immer wieder zu Seen in denen nicht nur gebadet sondern sogar geschwommen werden kann.

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Ein super erfrischendes Vergnügen bei dieser Hitze ins kühle, blaue  Süßwasser zu steigen. So tummeln sich alle die den Wasserfall besuchen irgendwann in einem der Schwimmbecken. Den ganzen Tag im kühlen Wald und im Wasser macht die Fahrt zurück erträglich, obwohl der Fahrtwind wie ein Heißluftherd anmutet.

 Der Flug nach Hanoi ist kurz, das Ein- und Auschecken lang, auch weil ich nicht bedacht habe, dass ich ein Visum brauche. Doch die Busfahrt wäre länger, vor allem aber mühseliger gewesen. Ohne Visum darf ich nur zwei Wochen im Land bleiben. Im Hostel angekommen hat man schnell eine Lösung, in drei Werktagen wird gegen 38$, ohne großes Federlesen, ein Visum für 4 Wochen besorgt.

Hanoi – was erwartet mich, Neugier ist genügend da.

 

Chiang mai – Thailands Norden

Chiang Mai

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Sie ist die zweitgrößte Stadt Thailands und hat eine Altstadt die umrahmt ist von einem Wasserkanal sowie von einer teilweise erhaltenen Stadtmauer mit vier Toren zu allen Himmelsrichtungen. Um diese herum hat sich eine riesige Neustadt ausgebreitet.

Die Auswahl an Hostels ist hier enorm, da fällt die Entscheidung schwer. Meine Wahl das neue @Box Hostel nahe beim Osttor der Altstadt war goldrichtig. Cooles Design, alles sehr praktisch, kleiner Pool zum abkühlen, bei der Hitze die zu dieser Zeit dort herrscht, ein Genuss. Fahrräder kostenlos verlockend, was jedoch bei dem Verkehr in der Stadt nicht ganz ungefährlich ist.

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Einige sehenswerte Tempel und der Nachtmarkt waren Anziehungspunkte und lohnenswerte Ziele.

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Besuch bei den Elefanten, beeindruckend.

 

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Zwei Ausflüge zu „Hilltribes“, Minderheiten in den Bergen um Chiang mai herum, zeigen ein völliges anderes Leben. Spannend das Leben der Mong, die Kaffeeplantagen im Regenwald betreiben. Hoch in den Bergen lebt eine andere Minderheit.

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Übernachtung in einem Homestay bei einer Familie. Ihre Lebensumstände scheinen sich seit hunderten von Jahren nicht verändert zu haben. Oder doch?!

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Viele haben ein Auto, andere Motorroller, Fernseher sind wohl auch in jeder einfachen Hütte zu finden und auch Handy’s sind selbstverständlich.

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Interessant wie einfach dennoch die Behausungen sind, die Strom- und Wasserversorgung, Sanitäranlagen. Das Bedürfnis dies zu optimieren scheint nicht da zu sein. In diesem Dorf ist auch kein Garten zu sehen, keine Plantage in der Umgebung. Es ist nicht auszumachen was deren Broterwerb ist. Einige vermieten kleine Holzhäuschen an Touristen.

Die Landschaft hoch in den Bergen bezaubernd. DSC_0873   DSC_0848

Zurück in Chiang mai entscheide ich den Weg über Laos nach Vietnam zu nehmen. Ein sehr preiswertes Angebotspaket: Bus nach Chiang dao, hier eine Übernachtung mit Abendessen, schleusen zur Grenze, Slowboot 2 Tagestour nach Prabang. Das buche ich und mache in dem Billighotel zum ersten Mal auf der Reise Bekanntschaft mit Bettwanzen. Eine scheußlich juckende Sache die mich 2 Tage plagte.

Laos, unerwartet völlig anders als Thailand, hier gibt es französische Einflüsse eine interessante Melange.

Thailand – zu recht geliebt

Thailand’s Hauptstadt

Bangkok, die quirlige Großstadt, von vielen Urlaubern besucht, macht es den Eindruck als gäbe sich Europa im März hier ein Stelldichein. Natürlich ist das nur in den touristischen Straßen so, als ich wegen meiner Kontaktlinsen mit dem Bus weiter raus zu einer Augen, Nasen-Hals-Ohrenklinik fahren muss, bekomme ich ein anderes Bangkok zu sehen.

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Wirklich aufregend finde ich die Stadt nicht, was ich wahrnehme ist eher skuril.

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Wäre wohl ein längerer Aufenthalt nötig, doch mich zieht es mit aller Macht zu den Inseln, die feinste Schnorchelgründe versprechen.

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 Thailand’s Inselreichtum

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In Bangkok kann ich eine Tour buchen bei Lompraya, mit Bus und Schnellboot zur Insel Koh Tao.

 

Ein schönes neues Hostel hatte mir der nette Staff im D-Hostel in Bangkok empfohlen. Ein richtig stylisches, mit famosen Duschräumen und großen, sehr guten Einzelbetten im Femaldorm, halten mehr als versprochen. Frühstück auf der gemütlichen Schattenterrasse, zwar ein bisschen langweilig, weil täglich absolut das Gleiche, ist inkludiert. Nett und bemüht, die Tage dort erholsam zu gestalten sind alle dort arbeitenden insbesondere aber der Manager Nicki, der mir als einziger im Ort die korrekte Verbindung zu den Surin-Island ausfindig macht. Das Hostel „The Dearly“, in der Bucht Ao Chalok Baan Khao liegt, nur 10 Minuten von der Pier, ach ja ein Hostelshuttle holt ab für kleines Geld.

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Von hier ist die beliebte Sharkbucht und die Pinnaclebucht zu Fuß zu erreichen, in beiden sind sehenswerte Korallen und Fische zu bestaunen. In der Sharkbucht sind recht große Reefhaie zu sehen, die sich immer dort zu Hause fühlen wo das Meer noch in einem guten Gleichgewicht ist. Sie scheinen ungefährlich zu sein.

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In der Pinnaclebucht gab es Schwärme von Zebrafischen, den blauen Neon’s und zu meiner Freude mehrere junge Giant Clams, mit einem floureszierenden violetten  oder türkisfarbenen Rand, es sind die Augen dieser gigantisches Alter erreichenden Meeresbewohner. Sie öffnen und schließen diesen wenn man ihnen zu nahe kommt. Am Great Barrier Reef hatte ich eine etwa 150 Jahre alte gesehen. Ein höchst faszinierendes Lebewesen, neben Kugelfischen und den vielen bunten Fischarten, ein weiteres Hightlight für mich.

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Die Bootstagestour zu verschiedenen Buchten um die Insel herum und der vorgelagerten Insel, einem Naturschutzgebiet, war ein Erlebnis auch wegen der Begegnung mit einer riesigen Schildkröte, die zwei grasgrüne Fische auf ihrem Rücken trug.

Himmel und Meer machen blau!

 Meereserlebnisse auf Kho tao, gehts noch besser ? Ich jedenfalls gebe mich dieser Hoffnung hin und mache ich mich auf den Weg zu den Surin-Islands, um noch mehr Meer zu erkunden.

Surin Islands

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Nicht ganz so einfach die Reise dorthin, denn das Schnellboot von Sabina Reisen geht nur einmal täglich, die Touristenzahl ist in diesem Naturschutzgebiet soll begrenzt bleiben. Gut so !

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Ein Bungalow zu mieten war unmöglich so kurz vor Anreise, also übernachten im Zelt, eine dünne Matte und Schlafsack ist gegen eine kleine Gebühr zu bekommen. De Schlafsack tausche ich nach der ersten Nacht gegen eine weitere Matte aus, denn mein dünner Seidensack genügt vollauf.

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Ein Zelt direkt an der traumhaften Sandbucht der Nordinsel, einschlafen und aufwachen mit Meeresrauschen, seltsamen, unbekannten Vogellauten und Grillengezirpen. Lauschen wie sich die Sandkrebse um das Zelt herum eingraben oder für ein Nachtbad ausbuddeln, das ist geborgen sein mitten im Schoße der Natur.

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Gleich am ersten Morgen zur Schnorcheltour mit dem Longtailboot und ab in die türkis-blau-grünschimmernden Fluten.

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Auf dem Weg zur gegenüberliegenden Bucht läuft mir doch tatsächlich ein sicher 1,5 Meter langer Waran über den Weg, der einen gemächlichen Spaziergang in den Busch zu machen scheint. Was ist hier noch an Tieren unterwegs, langsam erkenne ich, das ist Natur pur.

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Also Vorsicht, nicht unbedarft ins Reich der Tiere eindringen. Der Kletterpfad zur nächsten Bucht wo sich Schildkröten tummeln sollen, die sich jedoch an diesem Tag nicht sehen lassen, ist eine Herausforderung.

Eine Überraschung auf dem Rückweg durch den Regenwald, plötzlich in den Bäumen ein Höllengeschrei und Getöse, „die Affen rasen durch den Wald…..“, vor mir her, um mich herum, über mich hinweg, von Ast zu Ast hechtet eine Horde von Affen mit aufgeregtem Geschrei in den tiefen Wald hinein. Wer hier Angst vor wem hat ist nicht klar. Jedenfalls sind sie nicht handzahm, wie die Affen auf Bali im Affenwald und daher auch nicht so dreist wie diese. Wie vom Donner gerührt sehe den Flüchtenden nach ohne auch nur ein einziges Foto machen zu können, sie waren zu schnell oder ich zu langsam.

Die Tage sind vollgepackt mit Bootsfahrten zu den wunderschönsten Korallen- und Meerestierbuchten um die beiden Inseln herum. Jeden Tag Stunden im warmen, glasklaren, blauen Meer mit den Fischschwärmen schwimmen, hie und da mal einer Meeresschildkröte begegnen, die eilig davon schwimmt und dann der Clou, wie lange hab ich auf die gewartet?

Clownfische!

In dem grünen Anemonenbusch, tief unter mir, 5,6,7, schwimmen umeinander und machen ihrem Namen alle Ehre. Hin und weg, schaue ich und kann nicht genug kriegen, da sehe ich auch die Jungen, sie haben noch keine Farbe, sind grau und weiß, doch noch verspielter als die Erwachsenen orange-weiß gestreiften.

Aufgeregt rufe ich einen Schnorchler, der eine Kamera hat und der auch in die Tiefe schwimmt um Fotos zu machen.

Später erfahre ich, dass in der Bucht vor unseren Zelten auch welche sind. Da ist gerade Ebbe, weit laufe ich durchs seiche Wasser hinaus bis ich schnorcheln kann und dann direkt vor meinen Augen Anemonenbüsche in denen die pousierlichen Nemo’s ihr Spielchen treiben.

Lange verweile ich und bedauere zum wiederholten Male keine Unterwasserkamera zu haben.

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Zu dem keinen Mokendorf, einem Seenomadenvolk zur Südinsel, geht die letzte Tour. Interessant und zwiespältig zugleich, ist der Besuch bei den Leuten, die einerseits ihrer Tagesbeschäftigung nachgehen und andererseits Armbänder und Halsketten an die ständig mit Booten herangekarrten Touristen verkaufen.

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Mit einem frohen, ganz und gar zufriedenen Gefühl verlasse ich die Inseln, um mich auf den Weg in den Norden nach Chiang Mai zu machen.

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Zwei Reisetage mit Bus, Nacht- und Tageszug.

In Champorn habe ich 5 Stunden Aufenthalt und hab Gelegenheit die Crepebäckerinnen, Mutter und Tochter sie machen das 365 Tage im Jahr, auf dem Bahnhof zu beobachten. Ein Vergnügen diesen zuzusehen. Sie sind perfekt organisiert und vorbereitet, produzieren flink und behände für die Leute im Zug dünne Pfannkuchen, die sie dann auf eienem Tablett in Papier verpackt am und im Zug verlaufen, wenn dieser dort für einige Minuten hält.

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Myanmar – Yangon – buddhistisches Vollmondfest

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Yangon- buddhistisches Vollmondfest in der Shwedagonpagode

Beim kurzen Flug von Ngapalibeach nach Yangon lese ich ausnahmeweise in der Bordzeitschrift und entdecke, zu meiner Überraschung eine Information zur Shwedagon Pagode, der größten und berühmtesten Pagode in Yangon, die zu besichtigen anstand, dass genau am 12.03.2017 am Vollmondtag eines der größten buddhistisches Fest des Jahres stattfindet.

 

Schon vor dem Sonnenaufgang strömen die Gläubigen zu der riesigen Tempelanlage in Yangon. Es ist wohl eines der wichtigsten Feste in der buddhistischen Welt, der Vollmond vor der heißen Saison.

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Beginn ist der Sonnenaufgang um 6:14h, es endet mit Sonnenuntergang. Über den gesamten Tag finden dort religiöse Rituale und Opferungen, Gebete und Gesänge der Gläubigen und Priester statt. Das wichtigste scheinen die Opfergaben und Spenden zu sein.

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Auch ich begebe mich per Taxi kurz nach 6:00h dort hin und werde zu einem Nebeneingang gefahren, speziell für „Foreigner“. Der Eintritt kostet 8000,00Kyats, das ist für europäische Reisende zu verkraften, es sind um die 5,-€. Am Abend kann ich wiederkommen, falls ich den Sticker auf meiner Bluse nicht verloren hab.

Der Aufzug bringt die Leute zwei Stockwerke hoch, dann geht’s durch einen Glastunnel hoch über der Straße zu den Tempelanlagen, in denen man sich leicht verlieren kann. Einzig die Hauptpagode ist stets auszumachen und wird in einer Art Prozession von den Gläubigen umrundet.

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Viele tragen Blumengebinde und duftende Girlanden mit sich. Einige bringen Obstschalen als Opfergabe, andere wie es scheint, tragen die schönste Bananenstaude würdevoll auf dem Kopf zur Pagode um sie dar zu bringen. Über große Lautsprecher ertönt der aus Bagan bekannte, litaneiartige Gesang. Hie und sieht man Grüpp‘chen mit weißem oder goldenen Schmuckgebilden aus Papier an Holzstöckchen befestigt oder gebastelte Papiergirlanden. Manchmal tragen junge Männer Gongs, die in einem bestimmten Rhythmus geschlagen werden, diese ziehen dann in einen der vielen Tempel ein, Knien auf dem Boden und beginnen verbeugend zu beten.

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Es wirkt ernsthaft, inbrünstig und würdevoll, vielen stehen große Bitten an Buddha ins Gesicht geschrieben. Doch das alles wirkt keineswegs verbissen, die Kinder können spielen wie sie möchten, ein kleiner Junge hat seine Tröte mitgebracht und trötet fröhlich vor sich hin, niemand fühlt sich gestört im spirituellen Tun.

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Andere Kinder spielen nachlaufen, wieder andere zeigen Interesse am Gebet der Eltern und tuen ihnen gleich. Es ist auffallend, dass alle ein Handy mit sich tragen und das Fotografieren und Posen vor den Heiligtümern scheint ein wesentlicher Teil dieser Rituale geworden zu sein. Denn vor 3-4 Jahren hatte praktisch niemand eine solche Möglichkeit. Die Gläubigen sind also in der modernen Technologie angekommen. Sie wird ohne Scheu genutzt, manchmal werde ich gefragt ob man mit mir ein Foto machen dürfe.

Es ist ein unbeschreibliches Erlebnis gewissermaßen Teil dieses besonderen Festes der Buddhisten Myanmar‘s sein zu können. Auch den Sonnenuntergang lasse ich mir nicht entgehen. Im Vergleich zum Morgen finden sich jedoch wesentlich weniger Menschen hier ein als der Morgen. Möglicherweise waren ganze Familien von weither angereist, die nun wieder auf dem Heimweg sind. Diesmal fahre ich mit dem Bus zur Pagode. Wieder mal nimmt sich ein junger Mann meiner an und begleitet mich zu den unteren Treppen, diesmal betrete ich mit allen Gläubigen das Heiligtum. Auf dem langen Treppenaufgang bieten die HändlerInnen rechts und links ihr reiches Angebot an Devotionalien feil.

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Beeindruckend die Pagode im Abendlicht zu erleben. Immer noch sind viele Gläubige hier unterwegs, eifrig ihr Vollmondfest zu feiern mit wieder anderen Ritualen als sie am frühen Morgen zu sehen waren.

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Der Abschied von Myanmar war mit diesem außergewöhnlichen Erlebnis ein Höhepunkt.

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Nun geht es ins hochtouristische Thailand. Was gibt zu entdecken, für mich ist hier alles Neuland. Zunächst steht Bangkok auf der Liste, diese Stadt sollte ich wohl nicht auslassen?!

Myanmar- Ngapalibeach geniessen!

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Myanmar- Ngapalibeach

 

Die gebuchte Bed and Breakfast Lodge liegt nahe beim kleinen Flughafen der Gegend. Thandwe, der kleine Ort in der Nähe ist Namensgeber. Mehrere kleine Orte reihen sich an einander in der Bucht der Ngapalibeach am Golf von Bengalen. Leicht lässt es sich an der Hauptstraße entlang radeln, wenig Auto und Scouterverkehr, viele Restaurants und kleine Lädchen am Weg.

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 Ebenso sieht man zum Strand hin, Resort neben Resort, die schon Luxus signalisieren, eines mehr als das andere. Mit wunderschön angelegten Parks hinter hohen Mauern lässt sich westlicher Standard vermuten. Hier hat der Tourismus bereits Fuß gefasst. Doch die Gäste sind nicht so zahlreich, dass es Gedrängel gäbe am Strand, wie ich bei einem Strandspaziergang später feststelle.

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Ein halber Tag mit dem E-Scouter reicht um den Küstenweg bis zum Ende zu erkunden. Zwischen den Resorts führen Pfade zum Strand, zur anderen Seite hin liegen die Dörfer, deren Menschen auch nach einigen Jahren Tourismus, noch immer in äußerst bescheidenen Hütten leben. In der kleinen Hafenbucht, auf der gegenüberliegen Seite der Ngapalibeach, liegt ein Fischerdorf, Hütten auf hohen Pfählen direkt in einer Bucht. Hier trockenen Fischer ihren Fang auf großflächigen Plastikplanen am Wegrand.

Die Bucht ist leider übersät mit Plastikmüll. Plastikmüll zeigt sich überall, ebenso gibt es in den Dörfern offene Müllverbrennungstellen, das Problem ist offensichtlich. Es gibt kaum ein Bewusstsein zu Unrat, Müll und Plastik, bei jedem Kauf werden auch kleinste Teile in Plastik verpackt. Muss die Erfahrung wieder 30-40 Jahre gemacht werden mit viel Schaden für die Umwelt bis das sich ändert? Es wird hier gelebt wie eine neue Errungenschaft. Doch das Übel liegt in der Produktion und, dass es den Menschen hier als erstrebenswerte Errungenschaft verkauft wird.

Ngapalibeach auf der Strandseite ist wunderschön, eine kleine Insel, Pearl Island ist vorgelagert, sie verspricht unberührte Wasserwelt zum Schnorcheln. Ein Ausflug mit dem Holzboot dauert 20 Minuten, die Bootsleute bringen auf Wunsch zu verschiedenen Schnorchelstellen. Es macht Spaß, die kleinen alten Holzboote, sie sind bunt angemalt „blättern“ aber schon an vielen Stellen, immer wieder muß Wasser aus dem Boot geschöpft werden, kleine Krebse und Kakerlaken sind ständige Bewohner in den Pfützen unter den Bretten auf denen die Sitzplätze sind.

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Nur 4 oder 5 Personen finden Platz darauf, ich bin alleine mit zwei Bootsleuten. Es ist eine Frage des Preises, alleine 20000,00 kyats, zu mehreren teilt man sich 35000,00kyats.

Die Unterwasserwelt ist etwas mager, es sind nicht viele Fische zu sehen insbesondere kaum größere, doch die kleinen Schwärme die um einen herum schwimmen und einige recht große Korallen, die wie riesengroße Schüsseln mit welligem Rand aussehen.

Tagsüber lässt sich der Strand, neben dem Baden im warmen, klaren Wasser auch wunderbar für längere Spaziergänge nutzen.

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Überall auf dem breiten Sandstrand finden sich kleine Kunstwerke, die von den Sandkrebsen unterschiedlichster Größe hergestellt werden. Diese rennen, als ginge es um ihr Leben, ständig in die gebuddelten Höhlen. Die oft sehr kleinen, sandfarbenen Krebs’chen sind kaum zu sehen, nur durch ihre Kügelchenkunst geraten sie ins Blickfeld. Die ganze Pracht ist in der Tat nicht einmal eine Eintagskunst denn die Flut vereinnahmt sie in schöner Regelmäßigkeit.

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Die Sonnenuntergänge ziehen wirklich alle Touristen an den Strand, einerseits um in den auf Sand „aufgebauten“ Restaurants zu speisen oder doch zumindest einen Cocktail zu genießen, anderseits um das Naturschauspiel zu erleben und sei es auch zum so und so vielten Male.

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Massageangebote am Strand, sind ebenfalls ein willkommene und zum Wohlgefühl beitragende Abwechslung.

Schwimmen ist bei einem oft kräftigen Wellengang nicht ganz so beliebt. Allerdings mit riesigen Autoreifen sich auf den Wellen treiben lassen scheint für Kids und Erwachsene ein großes Vergnügen. Alle Hotels stellen ein paar dieser Reifen kostenlos zur Verfügung. Surfen, Kyten oder paddeln wird kaum wahrgenommen, es mag an der Altersstruktur der Touristen hier liegen, neben Familien mit kleineren Kindern, sind häufig die „Herbstblonden“ hier zu sehen. Daher ergibt sich ein recht gemächliches Strandleben, weit entfernt von Rummel oder Party. Frei von Lautsprechermusik, frei jeglicher Lärmbelästigung, steht hier wirklich erholsamen und genussvollen Urlaubstagen nichts im Weg.

 

 

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Myanmar- Bagan historisches Kleinod

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Bagan historisches Kleinod

An diesem Ort, der wie Mandalay am Ayeyarwaddyfluß liegt, daher von dort auch mit dem Boot zu erreichen ist, dreht sich wirklich alles um Pagoden. 4000 sollen es einmal gewesen sein, davon etwa 2200 noch recht gut erhaltene und restaurierte. Die ehemalige Königsstadt ist eher eine Pagodenregion, die 36 qkm umfasst. Die mit Alt-Bagan am Flussufer, Verbindung zu den damals zentralen Wassertransportwegen hatte und hat. Sie wurde im Zeitraum von 460 Jahren errichtet, die Blütezeit soll in den Jahren 800- 1100 zur Zeiten König Anuruddha und seiner Nachkommen gewesen sein.

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Nahezu alle Pagoden der Region sind mit roten Backsteinziegeln, in ähnlichem Stil und doch alle unterschiedlich gebaut. Der dunkelrote Backstein ist mit gelbem Sand verfugt, ein apartes Farbenspiel, das mit dem verstaubten Grün der Umgebung und der sandigen Erde auch heute noch ein perfekt historisches Bild bietet. Genauso muss es auch vor 1000 Jahren ausgesehen haben, die Wege sandig, mit tiefen Furchen, von Pferdefuhrwerken ausgefahren, sie fahren auch heute noch, dicht am Gestrüpp entlang, Touristen zu den besonderen Attraktionen.

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Hier scheint die Zeit stehen geblieben. Nicht ganz, inzwischen werden diese Wege auch von Bussen, Pickups, Scoutern und Fahrrädern genutzt, sie konnten der ursprünglichen Umgebung jedoch nichts anhaben. Alt-Bagan von einer Stadtmauer mit kleiner Einlasspforte umgeben, könnte auch heute mit kleinen Veränderungen auch eine Kulisse für die damalige Zeit sein. Markt vor diesen alten Gemäuern, auf unbefestigten Straßen, vor den oftmals windschiefen Bambushütten, überall streunende, klapperdürre Hunde und Katzen, zahlreiche schlichte Holzstände mit bunten Gemüse- und Obstsorten, denn hier gedeiht vieles; Frauen, die rote Melonenstücke auf einem Teller auf dem Kopf tragen, die für ein paar Kyats an Marktbesucher verkauft werden. Eine optimale Erfrischung, bei dieser Hitze. An vielen Ständen werden auf einem Kohlefeuer Meeresfrüchte und frische Flussfische gegrillt oder in einem heißen Fetttopf kleine Pfannkuchen aus allerlei Zutaten frittiert.

Frauen schauen interessiert bei den farbenfrohen Stoffen für die eleganten Sarongs, die sowohl buntgemustert von Frauen als auch dezent, kleinkariert von Männern getragen werden. Anziehungspunkt auch die mit allerlei zarten Bändern und Blüten verzierten Hüte, alle wollen anprobieren. Die zarten Farben, die schmuckvolle Aufmachung sieht zauberhaft aus auf den schwarzen Haaren. Tanakha macht die Haut hell, das ist Schönheitsideal und ist Schmuck zugleich. Raunendes bewundern, handeln und lachen, hier und dort Leute treffen, einen kurzen Schwatz halten und das erstandene Schmuckstück zeigen.

Wohin man schaut, festlich gekleidete Frauen und einige Männer, etliche strömen in die Pagode.

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Wo bin ich, hab ich geträumt, bin ich in einen Zeittunnel gefallen?

Da bemerke ich die junge Leute mit den Scoutern, den Kühlschrank aus dem grade zwei Plastikflaschen mit Wasser entnommen werden, die Pickups mit den dicken, grün-weiß gestreiften Melonen und ein anderer mit Tomaten, weißen Kohlköpfen und Gurken.

Ist es wirklich so viel anders, heute an einem heißen Samstagnachmittag im März 2017?

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Man sieht Ensembles, um eine große Pagode gruppieren sich mittlere und kleinere Bauten. Teilweise waren es Klöster, manche sind es heute noch und oft tönen stundenlang litaneiartige Gesänge von den Türmen. Manches versucht die Natur zu vereinnahmen, Gestrüpp wächst um das Gemäuer herum, Grasbüschel auf den Simsen und Vorsprüngen, manches mutet an wie der Beginn eines Dornröschenschlosses. Doch dieser sakrale Baustil ist so speziell, der Gedanke verfliegt rasch.

 

Massive breite, quadratische Basis, verjüngt sich in vielen Stufen, schließlich setzt sich das Bauwerk fort in einem runden Turm bis zu einer zarten Spitze, die den Himmel zu berühren scheint. Diese Form ist häufiger zu sehen. Ebenso sind oftmals auch Türmchen und Kapitälchen, manchmal Spitzbogenfenster mit kreuzförmigen Öffnungen und andere wahrscheinlich bedeutungsvolle Elemente an Verzierungen zu sehen. Manchmal können Innenräume  betreten werden, natürlich nur ohne Schuhe und ohne Socken, mit bedeckten Schultern. Praktisch laufe ich in diesem Land ebenso viel barfuß wie beschuht.

Schon ab dem 9. Jahrhundert mischten sich aus Indien kommend Tantrismus mit dem Vajrayanabuddismmus und dem einheimischen burmesischen Schlangenkult.

Der Anziehungskraft, dieser Pagoden und versteppten Landschaft, kann man sich kaum entziehen. Viele Pagoden sind  freigelegt und restauriert, zu erkunden, andere bleiben unter Bewuchs wenigstens teilweise verborgen. An vielen sind Gerüste zu sehen, um dem Verfall entgegen zu wirken und den Erhalt zu gewährleisten, sind ständig arbeiten nötig.

 

Das Erkunden macht große Freude, denn die Menschen sind, obwohl Besuchende gewohnt, immer noch sehr aufgeschlossen und interessiert. Mit dem E- Scouter ist es einfach von A nach B zu kommen, zudem macht der Fahrtwind immer eine leichte Brise, bei 34 Grad eine kleine Erfrischung, die noch erweitert werden kann mit einem frisch gepressten Fruchtsaft, Ananas, Avocado leicht gesüßt, Mango, Erdbeer, Grapefruit oder Limonen ein Hochgenuss. Alles wird hier frisch zubereitet, auch wenn Ambiente und Ausstattung der kleinen Restaurants super schlicht ist, die Produkte sind besser als bei uns je zu haben und der Preis mit 2000 Kyats, das sind 1,50€, unschlagbar.

 

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Bei den größeren Pagode beispielsweise bei der Shwegugyi sind auch Verkaufsstände und fliegende Händler und Händlerinnen. Meist geht es recht spielerisch zu, Stress scheint man hier nicht zu kennen. Von Su Su einem 14 jährigen, lasse ich ich mich zum ersten Mal zu einem Kauf von Postkarten überreden, weil er einfach pfiffig und lustig ist. Er möchte mir dann unbedingt den größten liegenden Buddha zeigen, der in einem der Nebengebäude ist, den hätte ich sicher verpasst. Dann bringt er mir einige Wörter auf myanmarisch bei und freut sich riesig mein Lehrer sein zu können.Jetzt zeigt er mir seine Kunst, seine Bilder auf Flusssand Mönche in roten Gewändern.

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Er spürt er hat mein Interesse geweckt, er will mir in seinem Dorf, nur 5 Minuten von hier, noch andere Motive zeigen. Ich lasse mich darauf ein, nehme ihn auf meinen E-Scouter und fahre mit ihm über die staubigen Pfade in sein Dorf. Werde in der bescheidenen Bambushütte von seinen überaus gastfreundlichen Eltern mit Tee bewirtet. Schaue seien Kunstwerke an, die nicht so ganz meinen Geschmack treffen. Seine Mutter, wir verständigen uns mit Händen und Füßen, gibt zu verstehen, dass Susu als er noch an der Brust trank einen Unfall hatte, wie immer das Geschehen sein mag, der linke Arm war gebrochen und ist verkürzt und entstellt zusammengewachsen. Es scheint sie sehr zu belasten, denn er kann damit nicht einmal Scouter fahren und auch nicht schwer arbeiten mit dieser Hand. Ich fühle mit ihr.

 

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Es gäbe, nur 50km weiter, einen inaktiven Vulkan mit komplettem Craterrand zu bestaunen, leider gibt es keine Tour dorthin. Doch es wird jeden Tag heißer, sodass ein Vulkan zu besteigen nicht wirklich verlockt.

Mit dem Flieger diesmal zum Ngapalibeach. Strandtage kommen jetzt gelegen. Es gibt dort auch Gelegenheit zu schnorcheln, Korallen unversehrt und viele Fische im Golf von Bengalen wurde berichtet.

Myanmar – Manadalay- Spritualitität begegenen

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Mandalay- Spiritualität begegnen

Die zweitgrößte Stadt Myanmars mit 1,6 Mio. EinwohnerInnen. Das ganze Land zählt immerhin 50-55Mio.. Aber wie immer die genauen Zahlen sind, lässt sich nachlesen bei Ecosia Suchmaschine.

Doch genau das scheint mir in Mandalay ziemlich gleichgültig, denn die Stadt brilliert mit Sehenswürdigkeiten von Pagoden, wie beispielsweise das dickste Buch der Welt, über Klöster, Palast, dem nahe gelegenen Amarapura und dem Pagoden- und Klosterberg Sagaing. die ein Gefühl der achtsamen Spiritualität, die auch viele Menschen hier ausstrahlen, entstehen lassen.

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Beeindruckend wie der Buddhismus des Landes die Kultur, die Stimmung im Lande, das Miteinander zu prägen scheint.

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Goldglänzend, erstrahlt vieles, doch es ist nicht alles Gold was glänzt und die Kehrseite der Medaille sind die sehr bescheidenen Lebensverhältnisse vieler Menschen am Rande der Stadt und in den ländlichen Gebieten.

Blick auf da Stadtgebiet von Mandalay, vom imposanten Mandalay-Hill. Natürlich zum Sonnenuntergang.

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Mandalay Hill ist zum Sonnenuntergang ein beliebter Treffpunkt für  Einheimische und Touristen und es macht Spaß die Menschen zu beobachten. Dem T-Shirtspruch des jungen Mannes konnte ich nicht widerstehen.

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Die größte Glocke der Welt, The Min Gua Bell. Die Größe ist so vielleicht zu ahnen, nicht jedoch das Gewicht dieser dickwandigen Stahlglocke.

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In riesige Löwenfigur, zu den Pagoden gehörend, wurde beim Erdbeben um 1825 zerstört, die Menschen daneben lassen erkennen wie groß diese Brocken sind. Auf der 200 Kyatt Banknote kann sie in ihrem Urzutand bewundert werden.

 

Mit dem Zug nach Hispaw bedeutet eine 10 stündige beschwerliche Fahrt, los geht’s um 4:00h morgens. Spektakulär ist die Schlucht, die das schwere Stahlross dorthin überqueren muss.

 

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Das tut es ganz, ganz langsam, ist schon ein schon wenig mulmig. Schon vor ca.100 Jahren wurde das Gok Heik Viadukt von britischen und amerikanischen Ingenieuren erbaut. Wie lange mag es dieser Belastung noch standhalten. Die Fahrt in den Norden gibt interessante Einblicke ins Landleben Myanmars.

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Die bäuerliche Landwirtschaft lebt hier wie sie Leuten meiner Generation noch aus der Kindheit in Deutschland bekannte ist. Von den vielen Bauern kommen Feldfrüchte aller Art von höchster Qualität, die sich mit Fug und Recht „Lebensmittel“ nennen dürfen.

Faszinierend ist die Landschaft des Sagaing Hills auf der Mandalay gegenüber liegenden Seite des Ayeyarwady Flusses, der ausschließlich zahlreiche Pagoden und Mönch- wie Nonnenklöster beherbergt, die meist auch Schulen und Ausbildungsstätten für buddhistische Lehren sind.

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Drei  recht bekannte Tempel schaue ich mir an, den 42 Buddhatempel finde ich am interessantesten.

Längst haben die Pagoden auch hier nicht mehr die höchsten Türme, doch sicher noch immer die architektonisch schönsten.

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Möglicherweise gab es spirituelle Architekten, auch für europäische Dombauwerke, wie beispielsweise dem Kölner Dom, liegt es nahe.

Auf dem Weg dorthin zeigt sich die ursprüngliche Töpferkunst des Landes. Noch immer wird mit der von handgedrehten Töpferscheibe gearbeitet, eine echte Teamarbeit vieler Ehepaare, er dreht die Scheibe, sie formt den Topf. Einer dieser Töpfe wiegt 2 Kg, da trägt Frau schon einiges. Nur Frauen tragen auf dem Kopf, Männer auf den Schultern.

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Doch ist es bekannt, dass nepalesische Lastenträger, in diesem Fall Männer, bis zu 90% ihres Körpergewichtes über lange Strecken tragen. Ebenso balancieren afrikanische Frauen üblicherweise große Gewichte auf dem Kopf.

Ein Tagesausflug nach Amanapura führt zum Sonnenuntergang zur U-Bein Brücke, nach dem Namen des Erbauers benannt. Diesmal ist es eine Teakholzbrücke, mit 1,2 Km um 1850 erbaut, die längste und älteste ihrer Art der Welt, wird geschrieben. Es versammeln sich zu jedem Sonnenuntergang zahlreiche Touristengruppen und Einheimische. Manche haben kleine Holzboote gemietet und paddeln auf den Taungthamansee, um das Ereignis von dort zu erleben.

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 Nachdem die Sonne sich hinter dem fernen Berg versteckt hat, bewegt sich der Menschenstrom wieder über die Holzbrücke, die ab und an bedenklich unter der Last wackelt.

 Noch manche Begegnung ergibt sich in der Stadt, wenn man sich zu Fuß auf den Weg macht.

Yair, ein ganz junger Mann, der mich mit seinem Scotter zum Hostel fährt und auf keinen Fall etwas dafür haben möchte. Die junge Frau Phue Phue, die mich die köstlichen Sacha inche Samen kosten lässt und mir anschließend eine kleine Tüte davon schenkt. Mit ihr bin ich jetzt über Facebook in Kontakt.

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Zwei Blusen mussten neue Ärmel haben, die Schneiderin meinte es gut, da die Bluse nicht mehr weiß war hat sie eigenständig entschieden einen gelblichen Stoff mit braunen Punkten einzusetzen. Der Anblick der Bluse  verblüffte mich. Auf Nachfrage erfahre ich, dass sie im Zeichen des Wassermanns geboren ist. Sie leibt halt Punkte, im Gegensatz zu mir. Sie sagte gleich sie verändert es wieder, das tat sie dann für den nächsten Tag und setzte statt weißen hellblaue Ärmel ein. Der Spaß hat alles in allem 4,50€ gekostet, aber Nerven. Am Ende musste ich sie trösten, denn es war so gut gemeint und sie hat es wirklich perfekt genäht. Nun hat meine weiße Lieblingsbluse hellblaue Ärmel.

Beim Besuch der Pagoden trifft man immer wieder Frauen, die Tanakhapaste anrühren und anbieten.

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Tanakha ist ein Baum, dessen größere und kleiner Äste in mehr oder weniger handliche Stücke geschnitten werden, die dann auf einem eigens dafür präparierten Stein mit etwas Wasser abgerieben und zu einer Paste verrührt wird. Es ist Sonnenschutz, pflegt die Haut, verlangsamt das Altern, so wird gesagt. Jedenfalls tragen es Frauen wie Männer, kleine und größere Kinder und auch fast alle Jugendlichen.  Vielleicht könnten wir diese Verjüngungskosmetik übernehmen?

Tanakha macht schön, das ist klar

wir brauchen nicht teure Kosmetika!

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Die Shwenandaw Monastery, um 1880 vollständig aus Teakholz erbaut, ist die Sehenswürdigkeit, die ich mir für den letzten Tag in Mandalay aufgehoben hatte.

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Tatsächlich fand ich eine junge Frau, die mich auf dem Scouter dorthin brachte. Frauen fahren Scouter, keine Frage, doch üblicherweise machen sie keine Taxifahrten.

 Am Abend zum berühmten Myanmar Marionettentheater ist ein Muss. Es war das älteste Theater der Stadt, dass ich mir ausgesucht hat nahe des Palastes. Ein lustiges Spektakel mit wunderschönen Puppen.Wer hier die Puppen tanzen lässt ist Künstlerin und Künstler, so wird der Vorhang während der Vorstellung mehrfach gehoben und die Gäste können das blitzschnelle Fadenspiel bewundern.

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Abschied von Mandalay, es geht, wieder einmal mit dem Bus in 5 Stunden nach Bagan.

Viel habe ich schon von Bagan gehört von anderen Reisenden, das machte ziemlich neugierig.

Die Fahrzeit nicht zu lang, doch diesmal etwas abenteuerlich. Trotz höllisch lauter myanmarischer Popmusik, plötzlich werden  Fahrer und Fahrbegleiter, letzterer reist immer mit um für die Zufriedenheit der Gäste sorgen, aufgeregt, stoppen Musik und Bus, springen ins Dunkel hinaus und versammeln sich kritisch schauend um den rechten Vorderreifen. Im nu scheint die Diagnose gestellt, und alle, auch zwei Fahrgäste, liegen unter dem Bus um zu reparieren.

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Nach einer Weile steigen alle ein, als wäre nichts gewesen, weiter geht die Fahrt völlig unbesorgt.

Abschleppwagen hab ich bisher nicht gesehen in Mynamar, doch das ist sicher Zufall.

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Angabe der Quelle (nur für diesen Absatz): Flegl Rechtsanwälte GmbH