Kontraste, Kontraste- Naturparks & Las Vegas

 

DSC_1134  DSC_1151   DSC_1153

San Diego, eine lebens- liebenswerte Stadt, hat mich überrascht, ein bisschen mexikanisch, war zuerwarten, erinnerte gleich an die Stimmung im aktuellen Programm des Circe de solei, mit Namen Luzia, erinnert ihr euch, vor Wochen in Montreal, er spielt mit mexikanischen Szenen.

Hier bin ich nun mit einer Gruppe recht junger Leute zusammen und wir Zelten auf einem staubigen, engen Platz in San Diego. Die Nachbarn spielen die richtige Musik zu dieser warmen, trockenen, stets sonnigen Gegend: “it never rains in southern Kalifornia” .

Nun hab ich für zwei Wochen eine junge, taffe Reiseleiterin, Molly, ihr Name, die den Van Ford mit Trailer sehr geschickt  bewegt. Die Gruppe setzt sich zusammen aus 10 englisch sprechender Frauen, und zwei Männern, ebenfalls englischer Zunge.

Jetzt kann ich meine  rudimentären Englischkenntnisse hoffentlich rasch verbessern,  aber o weh alle sprechen anders.   Es ist nicht ganz einfach. Wir werden uns aneinander gewöhnen, müssen !

Nun geht es ab in die Wüste Süd-Kaliforniens und Arizonas, zum Joshua-Treepark. Stundenlang fahren wir durch öde Landschaften, das Thermometer steigt auf 36, 38, 40, 42,  upps 44 haben wir verpasst, dann auf 46 °. Ein Glück, wir haben Air Conditione, die schafft es kaum noch, die nächste Pi-Pause findet an einer Tankstelle  für 10 Min. in der Wüste statt und erscheint schon da unerträglich.

Diese Art Wüste, ist nicht das was uns von Bildern aus Afrika oder dem nahen Osten bekannt ist. Hier ist es unwirtlich, grau steinig, hie und da schon Mal  grau sandig,  mit mit wenigen grau-grünen staubigen dürren Sträuchern. Wenig was dem Auge schmeichelt soweit es reicht. In der Ferne wird einmal ein bergiges Land sichtbar. Es ist gut gefahren zu werden, diese Tour hätte ich alleine nicht machen wollen, da wäre ich trübsinnig geworden.

Dann nach vielen, vielen Stunden kleine Lichtblicke. Diese sehen so aus, dass sich nun am Wegesrand Kakteen mit kleinen Puschelblüten zeigen und Molly, begeisterte Freudenrufe ausstößt, “cool, awesome,” letzteres bedeutet genial, wieder was gelernt.

Diese werden mehr und mehr, der Sand zeigt sich hier zunehmend  in  angenehm gelblichem Farbton.

Und dann plötzlich kommt leben in die Landschaft, wenn auch nur in Form von Sandsteinen in allen Größen, die sich gerundet, Schmeichelsteinen gleich, aneinander schmiegen. Vor diesen Steinen tauchen nun, zunächst vereinzelt, die berühmten, dem Park seinen Namen gebende, Joshua Bäume auf.

 

DSC_1183    DSC_1206   DSC_1207   DSC_1343

leider sin fast alle   Fotos der Joshuatrees zu groß, können hier nicht eingefügt werden, nun ja, bisschen schade

Das ruft wieder große Begeisterung bei Molly hervor. In der Tat sie sehen wunderschön aus die Bäum’chen insbesondere vor den Naturkunstwerken, den teil’s riesigen Steine.

Hier wollen wir eine kleine Wanderung machen, denn womöglich können wir die in der Wüste lebenden Dickhornschafe sehen. Molly hat zwar bisher noch keine sehen können, aber haltet die Augen offen, ist ihr Tipp.

Wie steigen aus, da trifft uns der Schlag wir steigen ein in einen “Backofen”, bei heller gleisender Sonne und 46 Grad im Schatten.   Aber wir machen die kleine Wanderung von  einer halben Stunde, und was sehen wir, ja Dickhornschafe, zunächst sind es zwei in weiter Ferne auf einem Hügel und dann schau da auf einem der runden Steine nochmal zwei, die sich dort gemütlich niedergelassen haben.

Die Landschaft  wunderschön, doch die Hitze unerträglich, schnell,  nein langsam, begeben wir uns von schattengebendem Stein, zu Baum und wieder Stein, um zum Auto zu gelangen. Jeder kleine Hauch von Wind schneidet heiß in die Haut.

Eine nie gemachte Erfahrung, sich in solche Hitze zu bewegen, erscheint mir eine Zumutung, der Einatem ist wärmer als die ausgeatmete Luft, ein höchst seltsames Gefühl.

Endlich wieder im Auto, wo uns die kühle Luft umarmt.

Weiter geht’s zum Ort “29 Palmen”, es ist die Hauptstadt  für Cristal Met, sagt Molly, mitten in der Wüste, wirklich nur 29 Palmen mit ganz oben ein paar Wedeln, die wenig Schatten geben und eine handvoll Häuser in der kargen Weite verstreut, doch was genau dort geschieht weiß sie nicht.

Das nächste Ziel ist mehr als verlockend, der Colorado River, in dem wir auch baden können. Bald sind wird dort, da ist er schon der Fluss. Halten raus aus dem Auto und, ja und, brennende, sengende Hitze, aber der Colorado lockt, also rasch hinein ins kühlende Nass. Es ist eine wahrhaftig hoch willkommene Abkühlung, wir sitzen und sitzen wie in einer Badewanne relativ ufernah, die Strömung ist mächtig , fast wäre ich zu weit stromabwärts geschwommen, nur mit Mühe komme ich zurück zum Ufer und zu den anderen.

 

DSC_1215  DSC_1216

In dieser Vollmondnacht schlafen wir, nachdem wir nochmal lange im Fluss, Mond und Landschaft genießend,  gebadet haben,  aufgereiht nebeneinander direkt am Flussufer, nur  mit einem dünnen Tuch bedeckt.

An Schlaf ist kein denken, keine/r tut ein Auge zu, zu heiß, nur vom Fluss kommt ein wenig lauwarme Luft, ansonsten weht es die ganze Nacht heiß. Eine nach der anderen steht auf und sucht das Wasser auf, um Kühlung zu bekommen und vielleicht doch noch eine Auge zu zu machen. Ein Erlebnis der besonderen Art.

Zumindest brauchen wir keine Zelte einzupacken am nächsten Morgen.

Weiter  zum Grand Canyon geht’s wieder in stundenlanger Fahrt durch recht unattraktive Landschaft. Öde, wenig Besiedlung, wer will hier überhaut wohnen, zudem ist die Architektur der USA in den ländlichen Gebieten,  für mein empfinden wirklich eine Zumutung.

Ein heiterer Stopp an diesem Tag ist die legendäre Route 66.

 

DSC_1222   DSC_1230

DSC_1219   DSC_1225

Noch an diesem Nachmittag gelangen wir zum Grand Canyon und Molly hat uns eine Überraschung versprochen.

Sie will uns ihre Lieblingsstelle zeigen. Ganz, ganz spannend!

Wir dürfen uns ein kleines Kopftüchhlein aussuchen, damit verbinden wir unsere Augen und gehen in einer  Polonaise- Formation einen kurzen Weg entlang, leider kennen die Mädels und Jungs das nicht,  daher wird in meinen Gesang: “jetzt geht sie die Polonaise aus Blankenaise “,  nicht mit eingestimmt, aber immerhin es ruft doch lachen hervor, die Situation ist zu komisch.

Es wahrhaft ein unglaublicher, phänomenaler Augenblick, als wir alle gleichzeitig das Tuch von den Augen nehmen und  eine unvorstellbar, riesige in scheinbar, unendlich in die Tiefe gehende  Landschaft erblicken.

Es ist atemberaubend schön.

 

DSC_1266    DSC_1298   DSC_1276

DSC_1264  DSC_1307 DSC_1299

Der Sonnenuntergang gestaltete sich nicht ganz wie gewünscht, die Sonne verbirgt sich lange Zeit hinter einer Wolke um dann ganz kurz, bevor sie  versinkt, hervorzuschauen.

Zum Zelt ist es ein gutes Stück, inzwischen hat es geregnet ein Sommermonsunregen, doch nicht so heftig wie in den Tropen, der hat Abkühlung auf 17 ° gebracht.

30° weniger als gestern, aber wohltuend. In dieser Nacht finden alle ihren Schlaf und mein, bislang viel zu warmer, Schlafsack kommt auch zum Zuge.

Denn für den kommend Tag müssen wir fit sein, wir wollen in die Tiefen wandern, die mittlere Wanderung nur  7-8 Km, aber in der Tiefe wird es immer wärmer und es geht nur bergab Rückweg klar bergauf.

Wir sind alle sehr gespannt welche Eindrücke uns beschert werden von diesem Naturwunder.

Das Wetter meint es gut mit uns, Sonne und Wolken bei 25 °, genau richtig für diesen Wandertag in die Tiefe.

Alle gehen mit bis zum Cedernplatz, dann wieder langsam nach oben.

Einige haben einen Helikopterflug gebucht, sie müssen bald  zu Flugplatz.

Ich geh mit Ross, dem Jüngsten der Gruppe er ist 19, noch ein Stück weiter in die Tiefe. Doch um den Colorado zu erreichen hätte es noch ein paar Stufen tiefer sein müssen. Ja dieser Colorado in dem wir zwei Tage zuvor gebadet hatten, er fließt durch das Tal des Grand Canyon.

An diesem Tag erleben wir Landschaften von unvorstellbarer Schönheit, denn der Grand Canyon sieht nicht nur wunderschön und imposant, mit seinen  vielfarbigen Gesteinsschichten, gibt er Einblick in die Erdgeschichte über Millionen Jahre, die einzigartig sind in der Welt.

Nun sind wir schon ein paar Tage gemeinsam unterwegs, haben gemeinsam gekocht oder sowas ähnliches, Zelte auf- und abgebaut, es hat sich ein Teamgeist gebildet. Besonders Kim, die uns alle immer wieder abwechselnd, my dear, honey der darling nennt, hat dazu einen großen Beitrag geleistet. Ich habe ihre Sprache “Kim speach” genannt, nach dem Film “King speach” , der im letzten Jahr in den Kinos war.

Dann wieder ab in den Van, heute geht es nach Las Vegas, wieder in die Wüste.

Lange Fahrt durch wenig interessantes Land, in eine künstliche, brausende, laute, heiße Stadt.

Doch  wir sind in einem vorzüglichen Hotel und für mich hat Molly eine besondere Überraschung, da ich mich beim abendlichen Partybus ausgeklinkt habe, bekomme ich ein Doppel-als Einzelzimmer mich alleine, damit ich nicht gestört werde, wenn die Party zu Ende ist.

Juchhu! Zwei Queensbetten, Wohnraum, kleine Küche, großes Bad, natürlich mit Airkondition, der Poll direkt vor meinem Fenster, aber geräuschlos, (wie die das machen ist mir ein Rätsel) nicht schlecht.

Las Vegas bei 40 ° im Schatten, es übt keinerlei Reiz auf mich aus.

Also bleibe ich an diesem Tag in meinem Refugium, gehe schwimmen um 9:00h völlig alleine im Pool, zum Frühstück ins Restaurant des Hotels, die Küche ist völlig unbrauchbar, wie die Stadt ein Feek, mache es mir gemütlich.

Das kennen die in diesem Land glaube ich nicht, schon gar nicht in Las Vegas!

Am Abend um 20:00h ,es ist schon dunkel, doch die Stadt ist ein Lichtermeer, ist mir was wichtiges  entgangen? Gehe Mal um die 4 Ecken, da entdecke ich eine Hofbräuhaus-Replik.

Es sind noch immer 38°!

 

DSC_1332    DSC_1335 DSC_1339

Es sind auch dubiose Gestalten unterwegs, ich fühle mich unwohl und gehe wieder ins Hotel. Ist nicht meine Welt.

Tag der Abfahrt in den Yosemite- Park. Unsere Gruppe wurde geteilt und mit einer anderen zusammengewürfelt, das ruft bei einigen Unmut hervor. Molly mussten wir verabschieden und bekamen Kelsey, auch eine wirklich nette, die Ihre Gruppe gut erzogen hatte. Einräumen, ausräumen, Zelte aufbauen, Essen bereiten, Van auskehren, Einkaufen, alles aufgeteilt und mit engem Zeitfenster, dem unsere Gruppe sich lässig entzog. Spannungen sind vorprogrammiert, es menschelt eben immer in Gruppen.

 

Unendlich erscheint die Fahrt, durch völlig eintönige, flache, triste Landschaft, bis zm Yosemite.

Yosemite, wir werden reichlich belohnt, plötzlich gibt es Berge, wieder Bäume, auch grüne Hänge, wir fahren hoch hinauf über den Pass bei ca 2500 Metern, der nur kurze Zeit im Jahr geöffnet ist. Dann nach dem Pass in eine wunderschöne, ungewöhnliche, bergige Landschaft, mit glatten Granithügeln, die von  Gletschern gebildet wurden.

Sehen auf dem Weg schon den “Half Moon Dome” in der Ferne, eien spektakuläre Erhebung von 2800 m ca. dort werden wir wandern. Wir alle sind sehr neugierig.

Dann hoher Nadelwald, wie fahren zu den Sequoia Bäumen, die bis 3000 Jahe alt sind, unglaubliche Natur.

Unser großer Wandertag 12 Km , davon 5,5 bis zur  halben höhe des Half Moon Domes, mit dem Vernel- und dem Nevada Wasserfall.

Doch nur  die halbe Gruppe entscheidet sich für diesen Weg, eine klettert, andere fahren mit dem Fahrrad, andere nehmen einen kürzeren Wanderweg.

Hoffentlich geben die Bilder ein  wenig die phantastischen Landschaft wieder. Dieser Wandertag war einer der anstrengendsten, die ich bisher hatte, auch einer der überraschendsten.

 

DSC_1431 DSC_1385  DSC_1432

Eine ganz ungewöhnliche Bergwelt, mit steilsten Passagen, Schluchten, Fällen, Flüssen, eröffnet sich auf dem Weg, nach jeder Kurve zeigt neues, ungewöhnliches.

Der Vernel-Wasserfall zeigt sich nach  1, 5 Std. Aufstieg auf einem recht gemäßigten  Weg, der befestigt ist und etwas enttäuscht, im Gegensatz zum Fal, der tosend hoch herab fällt.

An diesem vorbei geht es dann in steilen, hohen Steinstufen, die ich oft nur auf allen vieren schaffen kann, nach oben, um von dort auf den Wasserlauf herabzusehen, der Fluss hat sich bevor er die Steilwand herabrauscht, breit gemacht auf der Hochfläche, kleine Teiche gebildet, die natürlich, bei 26 ° und dieser Anstrengung, zum Baden  einladen.

Doch das ist streng verboten, denn die Strömung ist zu stark, nicht sichtbar, offensichtlich aber rasch und unbeherrschbar wenn man drin ist.

Von dort geht nun nicht mehr ganz so steil in Serpentien weiter, der Nevada Fall ist schon  zu sehen, doch es dauert weitere 2 Std. bis er erreicht ist.

DSC_1464   DSC_1467 DSC_1442

 

In Blick in die Tiefe, ein Blick in die Höhe zum Half Moon Dom, der  4,5 Km weiter hoch erwandert werden kann. Sonne, kleiner, breiter Stausee, der wieder zum Baden einlädt.

Nach dem Picknick, das ich alleine einnehme, hab die anderen auf dem Weg verloren, alle gehen ein anderes Tempo, bleiben staunend stehen, oder machen eine Extrapause, mache ich ein Power-Schläfchen.

Zum  Abstieg steht dann noch eine längere aber leichtere Variante zur Verfügung, das zu Wissen entspannt.

Erschöpft, aber glücklich kommen wir dann um 18:00h am Treffpunkt zusammen und berichten einander.

Der nächste Tag ist unser letzter, es geht nach San Franzisko, zur “Golden Gate Bridge”, die jedoch rot ist.

Den Namen hat sie weil sie die beiden Landarme der weiten Bay, in der die Gefängnisinsel  liegt, verbindet und daher eine perfekte Verbindung zwischen Nord und Süd Kalifornien darstellt.

Dann kommt der Abschied von der Gruppe, unser letzter Abend, er wird rauschend gefeiert auf dem Balkon von Kim und Mike, der immer wieder neue Sessel heranschafft.

Die letzten gehen um 3:00h schlafen, inzwischen kam der Kellner 2 mal mahnend etwas leiser zu sein, ja gern, um dann doch wie vorher weiter zumachen. Amelie, die Jüngste bekommt Anweisungen über ihr Händy von der Mutter, die in England offensichtlich kein Auge zu tut, aus Sorge um die wilde 19 Jährige, die das mit einer klassischen Geste in den Wind schlägt.

Doch am nächsten Abend sind Kim & Mike, Carolin, mein Travel-Angel, & ich noch in der Stadt und treffen uns für einen letzten endgültigen Abschiedsabend.

Wir verabreden uns  für weitere Wanderungen, dann auf dem Rheinsteig  im nächsten Spätsommer.

Ich freu mich jetzt auf Hawai, auch wenn ich noch einige Tage in San Franzisko habe. Eine wundervolle Stadt, sie gefällt mir, ist so ehrlich, so echt, nicht aufgedonnert, das Gegenteil von Las Vegas.

Was werde ich da noch erleben, bin wieder neugierig.

Hier zunächst noch san Fransisko

DSC_1518

DSC_1465

DSC_1544

DSC_1520   DSC<div class='adsense adsense-leadout' style='float:right;margin:12px'><script async src=

_1504" width="300" height="169" srcset="http://mona-mal-weg.de/wp-content/uploads/2016/08/DSC_1504-e1472352963408-300x169.jpg 300w, http://mona-mal-weg.de/wp-content/uploads/2016/08/DSC_1504-e1472352963408-768x432.jpg 768w, http://mona-mal-weg.de/wp-content/uploads/2016/08/DSC_1504-e1472352963408-1024x576.jpg 1024w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" />

Viel spannendes, bis heute, was dann geschah!

 

Oregon, die Westküste, verzauberte Welt

DSC_0918

 

DSC_0918

200 Km etwa fahre ich von Seattle, bis ich bei Astoria den Staat Oregon erreiche.  Dann geht es weiter an der Nordwestküste Orgeon’s entlang auf der 101.

seattle

DSC_0895                                                  DSC_0885  DSC_0886  in seattle

Washington war bis hierher schon entspannend nach den Städterummel, doch was dann zu sehen und zu erleben ist, übertrifft das bisherige. Zumindest was die Landschaft angeht.

Immer mehr wird diese Küste zu einem verwunschenen Traumland, das Licht des Pazifik, scheint golden und silbern zu glänzend in jeder Farbe, die die Landschaft bietet.

DSC_0920  DSC_0917

DSC_0915  DSC_0912

Eine Seite Ozeanküste, andere Seite Wälder ohne Ende, um die Orte herum auch mal Felder und Höfe.

Es ist unbeschreiblich, alles was ich hier schreibe bleibt ein kläglicher Versuch, diese verzaubernde Landschaft in Worte zu fassen. Verzeiht mir, denn der Versuch muss, angesichts dieser Pracht scheitern.

Die Fotos erfassen es leider ebenfalls nicht!

Jeder Seitenweg gibt neue Blicke frei, verlockt ihn zu erkunden.

Zu fahren und sich sattzusehen, das ist unmöglich.

In naher Ferne weht ein durchsichtiger Dunstschleier vom Ozean her übers  Land, der sich beim Näherkommen in eine lichte, farbenprächtige, immer ein wenig unwirklich erscheinende, Landschaft verwandelt.

Buchten mit riesigen Steinen, mal mit Buschwerk mal mit Bäumen bewachsen, oder auch der blanke Felsen. Bizarre Felsen, dann wieder breite, lange Sandstrände, je nach Gezeitenzeit. Die Wälder,  Laub und Nadel gemischt, das Laub hellgrün, durchscheinend,  wie bei uns im Mai, schon hie und da mit einem gelbroten Rand, der herbstlich anmutet. Alles ist vom Sonnenlicht, Wind, der hier recht kräftig weht vom Ozean, durchtränkt.

Jeder Weg verlockt näher zu kommen, überall hinein zu fahren und zu schauen es ist wie ein Sog. Hier fahre ich hinunter zu einer Landzunge, dort mache ich einen Umweg um eine kleine Strasse direkt an der Küste zu erkunden, da ein Cap, dort eine Flusslandschaft. Das Licht des Pazifiks begleitet und verzaubert. Verändert sind an diesem Küstenstreifen die kleinen Örtchen, denn auch diese sind  hier wie Märchenwelten, fern von Tourismus und  Rummel.  Hier will ich bleiben und doch lockt, das Kommende ebenfalls, denn es scheint immer noch schöner zu werden. Ich bin fasziniert, ja in einer Art Trance, völlig verzaubert von dieser nie gesehenen, allenfalls mal geträumten Landschaft.

Es ist ein Elfenland, voller verzauberter Winkel und Buchten, Cap’s und Wäldchen, Steinen im Meer, Rauschen und Wogen, Wellen und Sand. Alles in einem glänzenden, strahlenden Licht. Einfach unvorstellbar.

Schließlich fahre ich doch weiter, entlang, entlang der 101, bleiben ist nirgendwo, geht mir durch den Kopf, es ist ein höchst ambivalentes Gefühl, das Elfenland verlassen oder kommt noch mehr  davon ?

Dann kommt die Realität, ich muss mir nun bald einmal einen Schlafplatz suchen, es ist inzwischen schon nach 17:00h , ach du meine Güte, die Touristinfo hat schon geschlossen, es gibt nur wenige Hostels in Oregon.

Dann Newsport, eine mittelgroße Stadt, nein, nein, nein, da will ich nicht hin, bloß keine Stadt, dann ist die Stimmung dahin. Aber was tun wo finde ich was zum Schlafen?

Ach, ich schaue mal in den kleinen Orten nach diesem Newsport, da kommt noch Yachats, ich fahre und fahre,  jetzt ist ein kleiner Wald zur Rechten, mit hie und dort einem Haus, was sage ich einem Chalet. Da schau her, da ist eine Lodge, das ist es, das wäre sooo schön, wenn das erschwinglich wäre, da will ich hin, da muss ich hin.

Ich fahre zurück und begebe mich wieder in ein Traumland. Verzagt denke ich nun, da bekomme ich sicher nichts, und wenn, ist es unbezahlbar.

Das ältere Ehepaar,  ist sehr verständnisvoll, freundlich, hilfsbereit, hat aber kein Zimmer für mich. Sie versuchen etwas in der Umgebung zu bekommen. Doch die sind alle entweder voll oder sündhaft teuer, 120, 140, 170 $. Ich winke ab und sage ich möchte ihre Zeit nicht vergeuden.

Sage ich könnte auch im Auto übernachten wenn ich nur hier bleiben könnte und bei ihnen duschen dürfte, denn ich hätte mich beim ersten Blick in diese Gegend verliebt, das stimmt wirklich. Wer mich kennt weiß, ich neige hinsichtlich dieser Dinge nicht zu Übertreibungen.

Doch es scheint hoffnungslos.

Ich hab ja keine Decke, kein Schlafsack, es wird sicher nicht warm genug sein, denn der Pazifik windet recht stürmisch heran.

Dann….. was reden die da, flüstern sich etwas zu.

Plötzlich sagt sie, ja eventuell hätten sie noch einen Raum, der wäre aber noch nicht ganz fertig, er baue noch am Balkon, den könne ich nicht nutzen. Sie würden da zur Zeit duschen, sie müssten nur aufräumen. Sie beide würden dann die Dusche vom Nachbarhaus, da wohnt sonst ihr Manager, nutzen können.

Sie will es mir erst zeigen, ob ich wohl damit einverstanden wäre.

Wieder glaube ich zu träumen, das kann doch nicht wahr sein, großer Raum, Queensbett, Couch, zusätzlich, Miniküche für’s Frühstück, Badezimmer, alles da. Das beste ist eine riesige Schiebetür über eine Wandseite mit dem freien Blick zum Ozean, der nicht weit weg, sein Rauschen gut hörbar bis hierher schickt. Ich bin verzagt.

Ja, aber zu welchem Preis?

Wieder flüstern die Beiden, dann…… sagt sie, weil ja der Balkon nicht zu nutzen wäre nun für 50,-$.

Das muss ein Traum sein.

Ihr glaubt es nicht, eine Suite, direkt am Ozean, mit allem & vom Feinsten, zu diesem Preis, ich glaube ich träume tatsächlich.

Ja, gerne, ich fahre zum Essen, nach einer Stunde alles fertig für mich, zahlen, ach morgen, das reicht.

 

DSC_0923                                        DSC_0960

In einem seligen Zustand gehe ich zum Sonnenuntergang zum Ebbe-Ozean, laufe dort barfuß, mit den Möwen um die Wette bis die Sonne im Meer versinkt, den fast menschenleeren Strand so 7-8km entlang, wie von Sinnen, sinke ich dann mit Meeresrauschen im Ohr und dem Bild der Wellen im Kopf, in den Schlaf. Vom Rauschen des Meeres werde ich nach süßen Schlaf wieder geweckt.

 

DSC_0925 DSC_0932

Ist nun Flut oder DSC_0930Ebbe, egal!?   Die Füsse müssen das Wasser fühlen, leider sieht man es nicht.

Ich bin nun endgültig zum Glückspilz mutiert, völlig ohne jedes putschende Mittel; außer der Natur, sie ist die Größte!

Die “Wayside Lodge”, liegt einige Km vor dem Ort Yachats, von der 101 zum Meer hin in einem Wäldchen. Die Zimmer kosten normalerweise so um die 90.$. An diesem Tag, ich glaube sogar das hätte ich gemacht. Doch so bleibt es ein Elfenland.

DSC_0935 DSC_0936

DSC_0956 DSC_0957

Loreen, die Frau des Hauses und David ihr Mann, geben mir noch einige Tipps mit auf den Weg, denn diese Gegend ist ideal zum wandern. Sie hat den höchsten Berg der Westküste, sie hat auch wunderschöne Wälder und, und und.

Loreen meint, der jetzt kommende Küstenstreifen sei überhaupt der Schönste.

Ich fahre weiter. Was mag das gesehene und erlebte noch übertreffen?

Jetzt gieße ich doch ein klein wenig Wasser in den Wein.

Yachats, wo ich am Abend vorher schon gegessen habe, Wildlachs mit Fritten, die hier Chips heißen, beides o.K., aber was für eine seltsame und simple Kombination mit diesem schönen Wildlachs, außerdem sündhaft teuer. Der Einfallsreichtum beim Kochen ist hier äußerst begrenzt. Wie kann man Wildlachs so “verschlimmbessern”. Der hätte besseres verdient.

Doch beim Tee wird gefragt ob ich nochmal Wasser möchte, das ist wieder schön. Beim Essen hört hier, in den USA, das träumen auf. Doch da will ich nicht hin, dieses Fass auf zu machen wäre völliger Unsinn.

Ich sage nur eines, Ceta & TTip müssen verhindert werden. Alle die dies lesen bitte ich darum daran mitzuwirken. Es gibt dazu eine sehr starke Bewegung, schließt Euch alle an bei: https://www.campact.de/

Yachats, liegt in einer Bucht, es fließt eine kleiner Fluss  eingebettet in Bäume und Büsche, breit in den Ozean. Dann folgt wahrhaftig eine wunderschöne Wegstrecke, dicht am Meer jedoch recht hoch darüber, bizarre Felsformationen, die sich auf der Landseite als bewaldeter Gebirgszug zeigen.

Zu diesem höchsten Berg muss ich fahren, den darf ich nicht missen. Da kommt der Abzweig, durch dichten Wald, nach oben. Dort ein  Rundweg zu den schönsten Aussichtspunkten, fantastische  Blicke auf die, von Steinskulpturen gesäumte Küste, die der Ozean schäumend umspült, an denen er sich abzuarbeiten scheint, aus denen er wohl weitere Sandstrände machen möchte, die auch hier und dort zu sehen sind. Aber die Erde begrenzt das Meer, ob als Fels oder als Sand.

 

 

DSC_0970 DSC_0972

Hier zu wandern muss ein besonderer Genuss sein. Denn auch hier zeigt sich wieder das Pazifik – Licht und taucht die Landschaft in ein dezentes Glitzerkleid.

Doch ich sollte weiterfahren, denn die Strecke bis nach Los Angelos ist noch beträchtlich,  schwer einzuschätzen, wie sind die Straßenverhältnisse, wie das Verkehrsaufkommen. Zu gern wär ich noch geblieben.

Doch die Landschaft belohnt, sie ist weiterhin wie ein Märchenbilderbuch, noch viele Meilen. Ich weiß jetzt auch wo Medocino liegt, wenn es nicht schon einen Schlager gäbe müsste man einen Song erfinden, so schön ist dieser Landstrich.

DSC_1051                 DSC_1064

Dann, zunächst ganz unmerklich, verändert sie sich das Bild. Ein anderes Licht, kaum noch ein glänzen, die Wege werden breiter, die Flussläufe flacher, es kommen nun mehr Felder, Farmen, weniger Felsen im Ozean, breite lange Sandstrände, an denen Leute, oft mit Hunden, laufen.

Doch bald wechseln die Bilder, plötzlich sind gelbe, hohe  Dünen zu beiden Seiten der Straße, manchmal mit Bäumen, dann wieder mit Gräsern bewachsen, dann hohe gelbe Sandberge, Seen, ein Fluss der parallel zum Ozean entlang einer Sanddüne  fließt, phänomenal.

Wald, Wald und nochmal Wald, viele Nadelbäume, dann wieder gemischt mit laubtragenden Gewächsen. Die Bäume auf der Seeseite hat der Wind, wie eine gegeelte Elvis Presley-Locke, gleich einem Vordach, über den Weg geschoben.

Die Orte eher unspektakulär, überhaupt hat die Architektur entlang der Küste nie den Wettstreit  mit der Natur angetreten, wohl wissend, dass sie diesen   -haushoch- verlieren würde.

Doch nun wird es höchste Zeit um ein Schlafplatz zu suchen. Schon zwei Abende dachte ich jetzt muss ich im Auto schlafen. Doch heute scheint es wahr zu werden. Ich habe nichts finden können, alles ausgebucht. Weiterfahren, dazu ist es bereits zu spät. Beim HUMBUG-Mountain  so heißt der tatsächlich, fahre ich zu einem Campingplatz und schildere mein Problem. Ja, ein Platz gibt es noch, doch das Problem – ohne Schlafsack- wurde nicht verstanden. Meine Idee war  sowas wie eine kleine Hütte, nein es ist eine einfacher Platz und als ich dort auf dem weitläufigen Platz unter großen Bäumen ankomme,verhandelt grade eine Paar mit dem “Host”, ist das ein Platzwart (? ) der mir den Platz zugesagt hatte, die möchten diesen auch haben. Doch die Frau ist sehr praktisch veranlagt, zaudert nicht lange, spricht mich an und sagt wir können doch beide dort stehen, zwei Auto’s ein Zelt, ist doch kein Problem.

Ehe ich das ganze gecheckt habe stehen wir beide auf dem Platz. Sie regelt alles. Ich zahle nur 7,00$, statt 17 da ist schon ein Anteil an Holz dabei, denn später wird ein Feuer entfacht. Sie heißt Kathlynn, Betonung auf lynn, er ist William und beide sind erst seit ein paar Tage zusammen, hatten aber schon einmal eine Liäson, jetzt ein gemeinsames Wochenende auf dem Zeltplatz um zu schauen wie es geht, sagt sie als er es nicht hört.

Jedenfalls geht bei ihr alles blitzschnell, kein langes Federlesen, nach kurzer Zeit kenne ich die halbe Familiengeschichte und sie hat auch nebenbei einiges von mir erfragt. Sie weiß ich muss nochmal in den Ort, denn der Schlafsack fehlt. Kein Problem, sie haben noch einen, für den Notfall und der ist jetzt. Ehe ich mich versehe zeigt sie mir wie ich im Auto am Besten ein Bett baue in den Kofferraum hinein, so wie sie es bei ihrem Honda macht. Sie legt hier noch eine Decke und dort noch ein Kissen, alles aus ihrem Auto hin, so damit ich es gemütlich habe. Was hätte ich wohl getan ohne diese Frau, ohne einen Schlafsack. Und die beiden freuen sich, dass sie noch einen Zeltplatz bekommen haben, den hätte wohl ich sonst gehabt und völlig ohne Equipment.

Er macht alles andere, er baut das Zelt auf, bereitet die Luftmatratze, das Feuer, das Bier, die Zigaretten für den Abend vor. Inzwischen hat sie den Kontakt zum Nachbarzelt gemacht wo es jetzt wohl ähnlich geht wie mit mir. Es ist interessant, später sitzen wir alle beim Feuer, sie erzählt, das der Großvater aus Deutschland kommt und sie so gern da mal hin will, aber von der Westküste nie weg kam. Nah dann wird es doch Zeit, denn sie ist auch nicht mehr die Jüngste und der Kontakt mit mir kommt ihr gerade recht. Sie will mich besuchen. Eine erfrischende  Begegnung, am nächsten Morgen sagt sie noch, nachdem sie meine dünnen Zopf entdeckt, ich sei eine verrücktes Weib, aber o.K.

Das war so ziemlich genau das Gegenteil vom Vorabend.

Am  nächsten Morgen geht es früh auf Fahrt und weiter entlang der  Küste.

Bald säumt hoher, dickstämiger Redwood-Wald den Weg. Wie riesige Elefantenstempel wirken diese dicht neben der Strasse stehenden mächtigen Stämme, deren grün nur sichtbar wird beim Hochschauen. Dunkel ist er, selbst der strahlende Sonnenschein dringt nur hie und da mal durch, viele Kilometer begleitet er die Fahrt.

Dann wieder  öffnet sich die Landschaft, Flüsse und Bäche von den Hügeln, die jetzt runder sind, wie Heidelandschaften anmuten, mit schon verdorrten Gräsern und tatsächlich, da wächst auch das lila-violette Heidekraut. Das erinnert an die Wanderzeit in der Drover Heide, wo gerade jetzt die Heide so reichlich erblüht.

Buchten und  Cape’s wechseln sich ab, die Landschaft bleibt spannend bis zu dem kleinen Ort Trinidad, den schaue ich mir an.

DSC_0995  DSC_1000

DSC_1050  DSC_1046

DSC_1057

Treffe beim Suppeessen ein junges Paar, die mir gleich helfen eine Unterkunft im nahe gelegenen  Arcata zu finden. vielleicht treffen wir uns morgen, sie möchte mir was zeigen in der Umgebung

Nur 7 Meilen weiter liegt die Stadt Eureka, für die die schauen möchten wo da liegt.

Ein Hostel das ” Redwood Lily” , gemütlich und gut ausgestattet.

http://redwoodlily.com/activities.php

DSC_1037 DSC_1021                                       Arcata liegt in einer Vogelschutzbucht mit reichlich erntereifen süßen Brombeeren zwischen den Feuchtbiotopen, viel Öko hier!

Nun bin ich schon einige Meilen in Kalifornien. Es sind noch 320 Meilen bis San Franzisko.

Die Westküste ist unglaublich vielfältig, bizarre Felsformationen,  Kunstwerke  der Natur, vom tosenden Ozean umspült, sind Wegbegleiterinnen und veranlassen immer wieder anzuhalten und zu bestaunen. Sie wechseln mit weiten oder ganz engen Fluss oder Bachtälern, die hier Creek heißen. Die Landschaft zum Land hin, mal Steilwand, dann wieder weite, Farmen manchmal Kühe, auch mal Pferde, mal ist es grün, dann wirkt es wieder heideähnlich.

Hänge  gelb, braun, trocken, die Kühe fressen kein Gras, sie fressen das Heu gleich von der Weide. Die Bauern haben das Heumachen gespart.

Steinige, steile Hänge, mit wenig grünen Büschen, die wie die Macchia in Ländern des Mittelmeerraumes duften. Dann wieder gelbe Wiesen mit Bäumen, die an Olivenhaine in Griechenland erinnern. Erstarrte satt gelbe Sanddünen, die von den Ozeanwinden wie Faltenröcke geformt sind und die grüne Büschen wie Hauben tragen, wunderschöne Farbspiele.

Meilenweit kahle Hügel zum Land hin und steil abfallendes, felsiges  zum Meer wechseln zu einladenden Sandstränden, mit  schäumenden Wellen blauen Meeres. Dann wieder Wald, der Redwood begleitet immer wieder. mit seinen dicht stehenden, dicken, schwarzen  Stämmen direkt an der Strasse, diese ist dort sehr schmal, Achtung langsam fahren.

Jetzt strömt eine Wolke betörenden Duftes ins offene Fenster, ich mag den Duft, es ist der Eukalyptus, eben fahre ich durch einen solchen Baumbestand. Manchmal wird sie trist, die Landschaft, staubig, grau, die Bäume und Büsche sind dunkelgrün, schwarzgrün, braungrün, graugrün, die Erde ohne jeden Büschel an grün nur vertrocknetes, dann plötzlich eine pinkfarbene Lilienblüte am Wegesrand mitten aus dem braun, noch eine, noch eine, ganz viele. Immer wieder sind diese erstaunlichen Lilien, die offenbar wild wachsen und aus der trockenen Erde hervor sprießen, zu sehen.

DSC_1057

Auch eine orangefarben, kerzenartige Blüte, die bei uns nur  im Gartenmarkt zu finden ist, steht am Wegesrand.

DSC_1053

Die Strassen sind der Landschaft angepasst, nicht umgekehrt, mal gehts rauf ,dann wieder runter, in die Flusstäler hinein und wieder heraus, es ist unbeschreiblich was diese Küste an Schönheiten und Besonderheiten aufzuweisen hat.

Der nächste Stopp ist eine Herausforderung, ein kleiner Ort, ich komme viel zu spät dort an, fast ist es dunkel, ch dachte grade noch geschafft, muss dann fragen, ein Mann zeigt mir auf dem Handy wo das ist, meint noch er kann schlecht Karten lesen, aber es seien noch 7 Meilen in den Wald hinein. Das bestürzt mich doch ein wenig , im Dunkeln was finden ist nicht meine Stärke. Ich suche und suche, und suche, zum Glück habe ich ja den Kompass, ob es was hilft?

Immer weiter in den Wald hinein, kein Schild, kein Haus, kein Licht mehr, nirgends, da zwei Whitetail Hirsche, das ist schön, doch wo ist das Hostel, dann bin ich am Ende der Strasse, nix mehr, doch da steht eine Auto mit offene Türe, eine Frau, ich kann fragen, sie sagt mir, das ich an dem Abzeig vor 2 Meilen vorbei gefahren bin, nah immerhin.

Todmüde komme ich um 21:30h dort an, da kommt noch jemand, der auch lange gesucht hat. Ich falle ins Bett und schlafe wie ein Bär im Winterschlaf, jedenfalls stelle ich es mir so vor.

Mitten im Naturschutz- und Wandergebiet, ein uriges Blockhaushostel., natürlich ohne internet. Am kommenden Tag bin ich erschöpft, das war zu viel, dies Nachtfahrt mit ungewissem Ende, daher belasse ich es bei einem Spaziergang von ein paar Km mit einem Mittagsschlaf in den Dünen am rauschenden Meer.

DSC_1074 DSC_1075

Am nächsten Tag, kurze Fahrt bis nach Pescerado, doch die Fahrt nach San Franzsisko und über die Golden Gate Bridge, da bin ich neugierig und auch ein bisschen aufgeregt, wie ich das wohl schaffen werde durch die Stadt?

Doch die Aufregung war umsonst, kein  Problem an dieser Stelle, wie gewünscht.

Dann lange Stadtautobahn an den Vororten entlang, bis schließlich wieder offenes Land in Sicht ist.

Das Hostel ist in einem bzw. neben einem alten Leuchturm in den Nebengebäuden unterbracht auf freier Strecke der Ort ist 7 Meilen entfernt,ein Hotspot, viele Leute besuchen diesen,  denn dort gibt es Seelöwen  und -löwinnen in freier Natur zu sehen. Auf einem Felsen vor dem Leuchtturm aalen sie sich, chillen ( ?))wie man auf neudeutsch wohl sagt und spielen im Wasser .

DSC_1079                 DSC_1083

Mit dem Fernglas ein entspannendes Erlebnis, diese Viecher bewegen sich selten. Dort werden auch öfter Wale gesichtet. Nun ja ich werde wohl doch noch warten müssen, als ich dort schaue ist nix zu sehen..

 

Suchbild, die weißen Flecken sind die ee-Löwinnen.

Nun kommt die letzte Etappe auf dieser 2500 km langen Küstenfahrt.

Nochmal an der Küste sehe ich dann Seeelefanten in ihrem natürlichen Umfeld. Die riecht man auch weithin, obwohl sie sich ja öfter im Wasser aufhalten.

Merkwürdige fettleibige, unförmige Tiere, die man weithin riecht, obwohl sie doch dem Wasser so nah sind.

In die große Stadt hinein, schon wieder dunkel als ich endlich in Santa Monica ankomme. Die Küstenstraße 1 ist hier 4 spurig, ich weiß nur ich muss bei Broadway links und dann rechts in die 2the. natürlich finde ich das nicht in diesem Lichtermeer, upps, da bin ich auf dem Hightway Nummer 10 der zum Flughafen führt, durch Santa Monica hindurch, schnell wieder runter, dann muss ich hier halten  und fragen, die genaue Adresse hab ich auch nicht aufgeschrieben, dann hilft ein junger Mann auf der Strasse mit seinem Googlemaps und siehe da, ich bin nur 500m vom Hostel entfernt.

Heute zum ersten mal im Pazifik schwimmen, Spaß, Spaß, Spaß!

DSC_1128

Sonne satt, schäumende Ozeanwellen, auf den flachen Sandstrand  heranrollend, schwimmen ist nicht einfach, aber immer weiter in die Wellen hineinlaufen  ist schon riesig. Ich bin erfüllt von diesem Ozeantag, mehr davon wär jetzt wirklich fein.

DSC_1130

 

 

 

 

 

 

 

 

Ja, ich bin oft zu blauäugig, sollte ein bisschen besser vorplanen. hab ja noch viel Zeit zu lernen, es sind erst 6 Wochen und etwas mehr um.

Nur Bruchteile von dem was tatsächlich zu sehen war konnte ich hier erzählen. Diese Küste in 12 Tagen  erkunden zu wollen, ein sehr ambitioniertes Vorhaben, das nur bedingt gelingen konnte.

Wie sind die Wegstrecken, wo will bleiben und genauer schauen, wie sollten die Etappen geplant werden, doch wer weiß das schon vorher?

Auf jeden Fall lohnt es sich diese Westküste noch viel intensiver  zu bereisen, wenn ich nochmal 4 -6 Wochen Muße und die Mittel  habe, dann vielleicht  nochmal.

Morgen geht es schon wieder auf große Fahrt, in die Nationalparks, zum Gran Canyon und nach Las Vegas, in der Gruppe, im Zelt schlafen und  Wandern.

Was wird das werden ?

Gerade sitze ich in der Lobby des Hotels wo sich die Gruppe in 3 Std. treffen wird.

Neugierig,  schon?!

Vancouver – schönste Stadt der Welt ?!

Ich platze bald vor Neugierde auf diese Stadt, der Flug ist unruhig, komme ich überhaupt dort an? Das hat dann geklappt.

Soviel hab ich davon schon gehört, gelesen, in der Mediathek gesehen, erwarten mich wirklich diese Superlativen?

Blauer Himmel, blaues Meer, viele Inseln, Flüsse, wie Edelstein in der Sonne glitzernde Seen, nur dunkle Dächer, keine bunten, wie in der Gaspesie, sehe ich von oben als wir landen.

DSC_0549  DSC_0556    DSC_0553

Die Luft ist anders hier,  ganz anders, klarer, heller, frischer, es weht ein leichter Wind vom Meer her, die Möwen sind allgegenwärtig mit ihren hohen schrillen Schreien. Das Licht scheint mit Goldfäden durchzogen, alles scheint zu strahlen, fast wie mit einem  zarten glitzernden Schleier überzogen. Das viele Grün erstrahlt im Goldgrün, das Sonnenlicht scheint sich in allem zu spiegeln, erstaunlich, wie anders als alles bisher gesehene & erspürte. Einige Überraschungen, wie das Ticket für die Skyline, Bahn in die Stadt kann man in deutscher Sprache erwerben, bei Ankunft in  Downtown werden in gleich Freßbüdchen auch Bratwurst angeboten, auch so geschrieben.

Nicht das mich das besonders gefreut hätte, die  Bratwurst macht mich ja nicht an. Ist einfach seltsam und zugleich vertraut soweit von Zuhause dieses Angebot zu lesen.

Alleine diese ersten Eindrücke lassen erahnen, was sich dann  mit jedem Schritt wieder zeigt, Vielfalt, Leichtigkeit, entspannte Regsamkeit und Lebenslust.

Und das Glück ist mir hold.

Karime meldet sich, ist zurück aus Toronto und lädt mich eine ei ihr zu wohnen. Nach 2 Nächten Hostel nehme ich das Angebot an und mache zum zweiten Mal Couchsurfing auf Einladung in einem schönen Appartement in einem 33 Stockwerken hohen Haus, das nur mit Code und Schlüssel zu betreten ist, wie im Hochsicherheitstrakt komme ich mir vor.

DSC_0631                     DSC_0630

Die Küche wo nur ich koche und die Couch wo nur ich surfe, oder wie man sowas nennt.

Die Waterfront zu mehreren Seiten mit Häfen für die unterschiedlichsten schwimmenden Hohlkörper, bieten neben  Wassersportmöglichkeiten, jede Menge Plätze für Segel- und Motorboote,  ebenso legen riesige Kreuzfahrtschiffe dort an.

DSC_0624 DSC_0604

DSC_0612 DSC_0607

Ich fahre mit den Bus, Seniorentarif für Menschen über 60, in ganz Kanada auch bei Eintritten öfter Mal. Für ca. 1,30€ kann man 1,5 Std. fahren auch mit dem Seabus. Das verrät mir eine ältere Chinesin beim Warten auf den Bus. Überhaupt viel wichtigen Dinge erfahre ich  durch Gespräche auf der Strasse.

 

Karime empfiehlt Granville Island, eine kleine Halbinsel eine Super Einkaufs-Mal, ich mache es dann auch. Alles was es zu essen gibt auf der Welt scheint es hier zu geben, jedenfalls für alle die das nötige Kleingeld oder besser Großgeld haben. Es ist überwältigend, welche bunten Berge an Gemüse, Obst, Kuchen, auch Fleisch, Fisch, Krustentieren, Hummer, Krabben, Krebse sowie die ganze Vielfalt an Delikatessen aus vielen Ländern, sch hier türmen.

DSC_0564  DSC_0563

DSC_0568  DSC_0585

DSC_0587              DSC_0595          DSC_0588

Auch allerlei Kunsthandwerkläden & Galerien haben ihre Markthallen mit wunderschönen Arbeiten, auch da alles was ein Herz begehren könnte,  viel geschmackvolles, edles, wertvolles, beste Qualität,  kein Touristenramsch.

Fast hätte ich mir den Bären aus der Gaspesie, auf ein T-shirt drucken lassen, aber das Foto schien mir doch nicht gut genug, war wohl doch zu nervös als ich es gemacht hab. Die Socken mit den Bären, die Biggi & Rosemarie mir letzten Jahr als Trost schenkten weil ich keine Bären gesehen hatte, bringen mir wirklich Bärenglück. Warum ?! Nun die nächsten Tage bringen noch allerlei

Nichts kaufen zu können ist sehr entspannend, ich bin sehr zufrieden mit diesem Umstand, es ist befreiend.

Anschließend erfrischt ein langer Spaziergang an der Waterfront auf der anderen Seite der Stadt mein Gemüt.

Ziel war der Stanley-Park, doch da hatte ich mir zuviel vorgenommen, viele Kilometer  am Ufer entlang über Asphalt, mit wunderschönen Aussichten haben mich geschafft.

Den nehme ich mir für den nächsten Tag vor wenn ich wieder frisch bin. Ein sehr großer Park, wie eine kleine Halbinsel mit viele alten Bäumen, das wäre was für Sophie, die Baumkennerin aus unserer Wandergruppe, denke ich. Auf manchen Wegen gehe ich länger auch alleine, an den “Hotpoints” sind jedoch jede Menge Leute unterwegs.

Karime meint den Crouse-Mountain, den müsse ich unbedingt kennen lernen.

Alles klar, mache ich.

Los geht’s!   Oben erwähnte Fahrt mit Bussen und Seabus bringen mich und viele andere zum Fuß des Berges. Ein bisschen enttäuschend, man kann den Berg nicht erwandern, eine Kabinenbahn bringt die Menschenmassen, 2. Enttäuschung, auf ein Hochplateau. Auf diesem kann noch  eine Anhöhe zu einem riesigen Windrad erklommen werden. Von dort ist die Aussicht auf die einmalige Lage von Vanvoucer  grandios.

Grizzlybären werden angekündigt mit gr0ssen Foto’s.  Sie haben dort zwei Grizzly Bären in einem weitläufigen Waldgehege. Einer  wurde verletzt aufgelesen, der andere war ein Junges, dessen Mutter überfahren worden war.  So gab man den beiden hier eine ganz eigene Heimat.

Ob die sich wirklich sehen lassen, dämpfte ich meine Hoffnung.

DSC_0659

Sie sollen mit Wassermelonen, die in einen Teich im Gehege geworfen werden , angelockt werden, ob das klappt?!

Und dann nach einer kurzen Weile …….trabt tatsächlich einer der beiden heran und es dauert nicht lange da kommt auch zweite. Die Leute interessieren sie nicht, einzig die Melonen, die sie wohl mehr riechen als sehen, sind in ihrem Fokus.

DSC_0684 DSC_0674

DSC_0683

DSC_0715  DSC_0720

Sie sind verspielt und kein bisschen interessiert an den Menschen, die hinter einem Zaun stehen.

Faszinierend diesem putzigen Spiel, dass die Beiden da treiben zuzusehen. Einer wirft sich Pose, der andere kratz sich am Stein den Rücken.

Kaum zu glauben, dass sie den Menschen gefährlich sein können, aber das können sie, denn ihr Territorium ist ihnen heilig und fressen müssen sie denn der Winterschlaf fordert 30 %ihres Gewichtes.

Anders als bei uns wir legen Winterspeck an. Sie fressen zu 80% Beeren und Gräser und nur 20 % den beliebten Lachs.

Zwar nicht so aufregend wie die Schwarzbärenbegegnung aber dennoch ein Genuss die Bären zu erleben.

Viktoria, Hauptstadt  Vancouver Island, mutet recht europäisch an, eine Stadt wie, Bonn oder Heidelberg oder  Bielefeld, ach nein nicht wie Bielefeld. Denn sie ist schon sehr hübsch, viel Waterfront, schöne Wege entlang des Wassers, recht schöne Gebäude, ein altes Marktviertel wird gerade hergerichtet. Am Abend erwartet mich auch hier eine besondere Überraschung. Nichts ahnend schlendere ich entlang des Wassers, es werden immer mehr Menschen, zweireihig sind Stühle aufgestellt direkt an der Pier, ich Frage was es hier zu sehen gibt und ob einer der Stühle zu mieten sei, man klärt mich auf.

Heute ist BC-Day   ( British Columbia), also feiern sie wieder ihren Staat, ihre Region, es gibt ein Konzert des Symphonieorchesters Viktoria, das “splash” genannt wird weil die Bühnen auf dem Wasser aufgebaut ist. Ich frage ein Ehepaar was das zu bedeuten hat und ob man einen Stuhl mieten kann , nein, die Leuten haben diese schon heute morgen 6:ooh, oder so, aufgestellt um einen schönen Platz zu haben. Da muss lachen, wie die Deutschen am Strand ihre Liege schon morgens mit einem Handtuch sichern, denke ich.

Da mischt sich ein Mann ein, ob ich einen der Stühle haben möchte, ja gern sag ich, was denn der Preis ist, zweite Reihe, das wird nicht billig sein, er sagt null, seine Gäste seien verhindert und ich könne gerne Platz nehmen. Das ist doch unglaublich oder? Wenn ich das zu Haus erzähle……..

DSC_0801  DSC_0811

Die 3. Person ist der Mann der mich einlud, die Frau ist Brigitte aus Ungarn mit ihrem Freund, sie lebt seit 20 Jahren dort.

DSC_0800 DSC_0819

Wird Gershwin, Starlight Express, Strawinsky  dirigiert und charmant angekündigt von einer Frau. Das ist wohl auch nicht alltäglich.

Ein Dirigent aus Köln ist auch angereist um seine/n SchülerIn, eine Violinistin & einen Violinisten  zu begleiten.

Das ganz sendet mit einem schönen kurzen Feuerwerk & einem herzlichen Abschied für diesen wunderbaren Abend. Am kommenden Tag erkunde ich in einem 10 Km Spaziergang an der Waterfront eine Halbinsel.

Dann zurück nach Vancouver, dann mit dem Bus, Amtrak heißt das Transportunternehmen, ist günstiger als die allseits empfohlene Greyhoundlinie,  nach Seattle. Es beginnt zu regnen, ein richtiger Landregen scheint das zu werden, nach 3 Wochen nur Sonne.

Doch in Seattle scheint die Sonne schon wieder.

Mit dieser Stadt, wo ich Jimmy Hendriks wahrzunehmen wähnte, kommt ein rascher Gefühlswechsel, was auch von anderen Reisenden berichtet wird.

Nirgendwo Jimmy Hendriks und doch an jeder Ecke, nur keine Gitarre erklingt. Schade!

Ohne jede Wehmut  verlasse ich Seattle in Richtung Orgeon und Kalifornien, Küstenstraße.

Endlich wieder Natur, genug Stadt für eine Weile.

Toronto  und  Sehnsuchtsort Niagarafälle

DSC_0331 DSC_0333 DSC_0334

Subway, der Weg ist gar nicht weit, man weist mir den Weg in die Mitte der Stadt, ist doch gar nicht so schwer, was wirklich schwer ist das ist der Rucksack den ich trage, der hat sicher wieder 10Kg.

Dann Aussteigen, wo geht’s lang? Aus  diesem Subway finde ich kaum heraus, so viele Gänge, so viele Möglichkeiten, so viele Exits, wohin die wohl alle führen? Dann endlich oben angekommen, Hochhäuser ringsum, bin ich versehentlich in New York gelandet?

Mit Stadtplan in einer und dem Rollrucksack in der anderen,  ziehe ich los, es scheint endlos. Endlich finde ich das HI Hostel international, für eine für 1 Nacht,  mehr war nicht frei. Blauäugig dachte ich nicht weiter als bis zum nächsten Tag, viel zu kurz gedacht, in die Stadt wollen wohl alle.

Im Internet, alle Hostels werden als ausgebucht angezeigt. Irgenwie bin ich dann doch an ein Bett für drei Nächte im “Planettraveler Hostel” gekommen.

Juchchu, wiedermal ein Grund zum Jubeln, aber es kommt noch besser, viel besser. Ausgeschlafen in jeder Hinsicht, scheint mir heute, das Glück ist doch immer wieder auf meiner Seite.

Im Hostel erfahre ich, ich habe in einem Männerzimmer ein Bett gebucht, soso! Doch das Planettraveller ist ein super schönes Haus, da will ich bleiben, aber natürlich nicht im Männerzimmer , was nun ?

planettraveller.com

Da ist Kathrin, eine junge Frau aus Hannover, die dort arbeitet, sie verspricht nochmal alles zu durchforsten und mir gleich zu sagen ob’s klappt, gleich, naja in einer Stunde.

Schon alleine dieser Wohn-, Ess-, Aufenthaltsraum, sowas von angenehmer Atmosphäre, ich bin sofort entspannt im Gespräch mit einem Mann mittleren Alters aus England, der in Deutschland wandern möchte, gleich lade ich ihn ein, weil es doch am Rhein so schön ist, zum Wandern am Rheinsteig und auf den Traumpfaden an Mosel, Nahe und Ahr.

Dann kommt Kathrin, sie hat die gute Nachricht, ich kann bleiben und muss nicht ins Männerzimmer, welch eine Glück.

Gleich eine Strasse weiter ist der Kensingtenmarket, eines der wichtigen Erlebnisviertel der Stadt.

DSC_0342 DSC_0345

Kleine, alte Läden, Musikkneipen, Livemusik auf der Strasse,  Petticoates, Esoterikläden, Gemüsehändler, indische Läden, Restaurants aus aller Welt, Otto aus Berlin hat auch was gekocht, bei sehr warmen Temperaturen um die 32 °, spielt sich alles draußen ab,  die 50 70 Jahre grüßen aus allen Ecken. Will sich Kanada dieses Lebensgefühl irgenwie bewahren?

 

DSC_0354 DSC_0382

DSC_0368  DSC_0356

 

Doch Carime, eine Mexikanerin, die ich kennen lerne bei der Tour zu den Niagarafällen, meint, das gibt es doch in Deutschland auch. Sie hat dort 4 Jahre gelebt.

Das chinesische Viertel grenzt direkt an dieses, das macht die Exotic dieser Gegend perfekt und steht im krassen Gegensatz zur unglaublich schicken aber hektischen Stadt, mit ihrer Finanzwelt.

Niagarafälle,  1,5 Std Fahrt mit dem Bus, nachdem alle Gäste abgeholt sind.

Mit der jungen Frau neben mir bin ich bald im Gespräch, Carime,  Mexikanerin, hat in Hamburg & München gelebt, und ist jetzt in Vancouver, da wollen wir dann beide am gleichen Tag hin.

Doch jetzt erst mal zu den Niagarafällen.

DSC_0473 DSC_0455

 

DSC_0486 DSC_0438

DSC_0483             DSC_0485

Gigantisch, anzusehen, denn es sind ja gleich zwei beeindruckende Fälle. Dann mit dem Boot direkt hinein in den Nebel, den der Wasserfall aufwirbelt beim Herabfallen der Wassermassen.

Ein unvergessliches Erlebnis, eines der größten bisher.

Carime sitzt mit mir dann später an der Kante mit Blick auf das große Geschehen, von diesem Naturschauspiel kann man wohl kaum genug kriegen. Wir sind beide fasziniert.

Sie erzählt von ihren Reisen, ist auch einmal ein Jahr lang unterwegs gewesen, hat jede Menge Reiseerfahrungen.

Der Nachhauseweg wird unterbrochen von einem Spaziergang durch Niagara on the Lake, einem zauberhaften Örtchen, wirkt ein wenig wie geschminkt, hergerichtet für den Niagaratourismus, der unbeschreiblich ist. Menschenmassen werden durch geschleust, Tag für Tag in diesen Sommermonaten  Tausende.

Dann noch zur Weinprobe, die besondere Lage lässt es zu, dass dort hervorragender Eiswein produziert wird, den wir verkosten. Eiswein ist eigentlich eine Produkt aus Deutschland, was die Kanadier übernommen haben, sie machen das gut.

DSC_0508 DSC_0531

Central Island                                                                   Skyline Toronto aus Islandsicht

DSC_0511  DSC_0493

Füsse im Ontario see                                                         die bunten Holzstühle waren überall in Kanada bei                                                                                                 den Häusern zu sehen  

Als ich am kommenden Tag die Central Insel und den Musikgarten besuche, merke ich wie lebenswert die Stadt ist und wie liebenswert die Menschen sind, trotz ihrer Größe. Als ich am Eisstand nach Kleingeld für die Straßenbahn frage, schenkt mir eine Frau einfach eine Fahrmünze, ich brauche dann kein Kleingeld.

Am Abend treffe ich mich Karime und einem Freund von ihr, wir gehen mexikanisch Essen, sowas wie Polenta mit Spinat und natürlich Guacamole, die allseits bekannte Avocadocreme. habe ich ausgesucht.

Carime sagt, ich solle doch zu ihr kommen, in Vancouver.

Was  ist das für eine unglaubliche Einladung, meint sie das ernst? Ich hab doch für 3 Tage im Hostel gebucht. Macht doch nichts, da kannst du früher abhauen, sagt sie. Die Einladung steht, ich werde es mir überlegen, wir kontakten über wathsapp.

Und was soll ich sagen, ob ihr es glaubt oder nicht, heute bin ich bei ihr “eingezogen”. Diese Zeilen schreibe ich in einem wunderschönen Appartement, im 4 Stock, im “Hochsicherheitstrakt” in Vancouver. 33 Stockwerke, Einlass  & Fahrstuhlbenutzung nur mit  Code, bestens gesichert. Ziemlich das Gegenteil von Hostel.

Das ist das zweite Couchsurfing, das sich so ergibt.

Die Welt ist sowas von vielfältig, wie wenig hab ich davon bisher erfahren.

Davon im kommenden Erlebnisbericht.

Jedenfalls bin ich völlig versöhnt aus Toronto abgereist.

www. planettraveler.com, ein Hostel vom Feinsten, es gab nie was besseres vorher.

Liebenswerte, kontaktfreudige, hilfsbereite Menschen wohin man schaute und wohin man kam in diesem Haus. Besonders natürlich Kathrin aus Hannover.

Vancouver – schönste Stadt der Welt ?!

Ich platze bald vor Neugierde auf diese Stadt, der Flug ist unruhig, komme ich überhaupt dort an.

Soviel hab ich davon schon gehört, gelesen, in der Mediathek gesehen, erwarten mich wirklich diese Superlativen?

Blauer Himmel, blaues Meer, viele Inseln, Flüsse, wie Edelstein in der Sonne glitzernde Seen, nur dunkle Dächer, keine bunten, wie in der Gaspesie, sehe ich von oben als wir landen.

Die Luft ist anders hier  ganz anders, klarer, heller, frischer, es weht ein leichter Wind vom Meer her, die Möwen sind allgegenwärtig mit ihren hohen schrillen Schreien. Das Licht scheint mit Goldfäden durchzogen, alles scheint zu strahlen, fast wie mit einem  zarten Goldschleier überzogen. Das viele Grün erstrahlt im Goldgrün, das Sonnenlicht scheint sich in allem zu spiegeln, das viele Glas der Hochhäuser spiegelt Sonne, Meer und Himmel.

Die Stadt birgt wirklich Überraschungen, alleine diese ersten Eindrücke lassen erahnen, was sich dann  mit jedem Schritt verwirklicht. Die Waterfront zu zwei Seiten mit den Häfen für die unterschiedlichsten Schiffe und Boote.

Ich fahre mit den Bus, Seniorentarif für Menschen über 60, in ganz Kanada auch bei Eintritten manchmal.

Zuerst zur Granville Island, eine kleine Halbinsel eine Super Einkaufs-Mal. Alles was es zu essen gibt auf der Welt scheint es hier zu geben, jedenfalls für alle die das nötige Kleingeld oder besser Großgeld haben.

Dann die Kunstläden in den Markthallen mit wunderschönem Kunsthandwerk, auch das alles was eine Herz begehren könnte, richtig gute Qualität , viel geschmackvolles, edles, wertvolles, kein Touristenramsch.

Fast hätte ich mir den Bären aus der Gaspesie, auf ein T-shirt drucken lassen, aber das Foto schien mir doch nicht gut genug, war wohl doch zu nervös als ich es gemacht hab.

Nichts kaufen zu können ist sehr entspannend, ich bin sehr zufrieden mit diesem Umstand ,es ist befreiend. Anschließend ein langer Spaziergang an der Waterfront auf der anderen Seite der Stadt.

Ziel war der Stanly-Park, doch da hatte ich mit zuviel vorgenommen, viele Kilometer  am Ufer entlang über Asphalt, mit wunderschönen Aussichten haben mich geschafft.

Dann noch Vancover Island,

Der raschen Gefühlswechsel, was auch von anderen Reisenden berichtet wird.

Perce, spektakulärer Felsen und Vogelinsel

Mit  Wehmut  habe ich Gaspe in Richtung südliche Halbinsel verlassen, denn die Bären ließen mich nicht los.

Sabrina fuhr mit mir, eine junge Frau aus Montreal, die trampend unterwegs war. Es sind nur 65 Km bis dort hin, aber  dennoch, eine andere Welt.

Perce ist ein quirliger kleiner Ort, touristisch aber nett.

DSC_0249    DSC_0260 DSC_0262DSC_0277 DSC_0265DSC_0283

Die Schiffstour, bei strahlendem Sonnenschein, um die Felsformationen  und dann zur Insel der nistenden Vögel, ist ein Muss.

In jedem Jahr kommen hier ein halbe Mio. , ich glaube es sind Fregattvögel her um ihr Jungen zu bekommen. Sehen wirklich schön aus , schauen aber recht ungehalten drein, wie ich finde.

DSC_0287

 

Hummer,Hummer, Hummer, werden in jedem Restaurant in allen Variationen angeboten, in Crepes, auf dem weißen Brot, mit Fritten, ich kann mich diesen Angeboten nicht mehr entziehen, ich  muss doch einmal in meinem Leben einen Hummer essen. Also schon wieder ein MUSS!

DSC_0297DSC_0298

Eine Erfahrung die ich hätte missen können.

DSC_0299

 

 

 

 

 

 

 

 

Hostel Maison rouge, ein nettes aber straff geführtes  kleines Haus, sehr günstig und ein muss für Leute die es urig mögen, sehr zu empfehlen.

Hier lerne ich Sylvie kennen eine Frau in meinem Alter , die auf Hawai lebt und dort mit den Delphinen schwimmt,  mit Menschen die das erleben möchten und  die sich alleine nicht trauen.

Schade, sie ist noch unterwegs wenn ich dort bin, sonst hätte ich das gern mit ihr einmal versucht.

Ob ich mich alleine traue? Mal sehen!

 

Weiter geht’s , an der Küste entlang. Die Empfehlungen, die in jedem Hostel neu dazu kommen, sind wohl kaum alle “abzuarbeiten”. Bonaventure, nächstes Ziel.DSC_0301

Waterloo

gemütlich bin ich so 150 km  in bezaubernder Küstenlandschaft gefahren, mal zerklüftet, mal lieblich mal hügelig, mal flach, mal das große Meer an der Seite, mal wieder eine Landzunge überquert, die Dörfer mal malerisch, manchmal auch langweilig, die Häuser weit verstreut, die Dörfer sind nicht abzugrenzen, ziehen sich von einem zum anderen Ort.

Plötzlich kommt mir in den Sinn, ich hab vergessen die Sachen aus dem Kühlschrank mitzunehmen, ach ist egal , denke ich noch, doch dann wird mir klar, da steht auch meine  überaus wichtige Zitronenpresse, ein Plastikbecher mit Deckel, der innen einen Presse ist. Zitronensaft benötige ich immer um meine Haare zu festigen, nach dem Waschen. Dieses Teil, uralt,  ist durch nichts zu ersetzen, diese Methode ist einzigartig, ich empfehle sie hier wärmstens. Nur bei hoher Luftfeuchtigkeit nicht so doll.

Was nun, in mir entbrennt ein Streit. wie sich wohl zumindest JEDE vorstellen kann, oder?

Ach, erst Mal noch zum nächsten Ort, eine schöne Wanderung am Fluss machen, dann wird sich eine Idee einstellen. Dazu ist eine Fahrt von 15 km ins bäuerliche Hinterland  erforderlich, dort wird die Besiedlung schon sehr dünn und ländlich.

DSC_0304       DSC_0307

 

Der Wanderweg geht zu einem Tobel, der wird auch shutte genannt, er ist das einzig interessante an diesem 12 km langen Weg. Mmmh, warum nun dieses, frage ich mich als ich über die Fußgängerbrücke zum Auto zurück gehe. Es wird langsam kühl, ich doch meine dünne Hanfjacke anziehen, die ich um die Hüften gebunden hatte während des Wanderns.

Doch wo ist die ?? Dort war sie nicht mehr!!

Doch im Rucksack,  nööö, jetzt brat mit doch en Storch, die hab ich verloren.

Doch wo auf den 12 Km?

Die kann ich auf keinen Fall zurücklassen, das zweite Teil heute was verloren zu gehen droht. Die Details erspare ich Euch.

15km zurück zur Küste eine Unterkunft suchen, das ausgesuchte Hostel ein verlockendes altes Chateaue erreiche ich nicht mehr.

Ein Motel bietet sich an, leider sehr teuer, Abendessen in diesem Schuppen spare ich mir,.

Der Entschluss steh fest, ich mache die langweilige Wanderung nochmal um die Jacke zu finden und fahre dann zurück um meinen wertvollen Plastikbecher zu holen.

Ich versuche Sylvie zu schreiben, die noch im Hostel ist, da stell ich fest keine wifi.

Ich spreche mit der Chefin, die eigens geholt werden muss, und handle auf Grund dieses Mangels den Preis für das Zimmer runter.

Am nächsten Morgen fahre ich um 6:00h zu besagtem Wanderweg, gehe diesen nochmal und finde ganz am Ende bei meiner letzten Pipa, die Jacke.

Um eventuellen Bärenbesuch zu vermeiden, pfeife ich die kleine Nachtmusik, denn Bären mögen keine Pfeiftöne, und ich alleine im abgelegenen Wald mochte an diesem Tag keine Bären.

So schnell verändert sich die Stimmung.

Ich fahre zurück zum Maison rouge, treffe Sylvie nicht mehr, kann aber meine Sachen noch holen.

Das war Waterloo.

 

DSC_0315

Dann über Gaspe und den langen Wald, 85 Km kein Haus, keine Ortschaft nur Wald zu beiden Seiten, bis nach Saint Anne des Montes, an der Nordküste der Gaspsie. Übernachtung in einer alten Schule, schlafen im Keller.

Am nächsten Tag  eine schöne Fahrt nach Riviere de Loop, in ein sehr nettes Hostel, wo ich mich dann von der Gaspesie verabschiede.

Zurück noch 200Km bis Quebec, wo ich das Auto abgeben muss.

Wir haben uns doch an einander gewöhnt, war  praktisch nicht immer alles dabei haben zu müssen, da wird man schnell etwas lässiger. Und siehe da vergisst wichtiges.

Zwei Dinge die ich gelernt hab an diesem Waterloo:

  • beim Abreisen alle Gedanken zusammen, sich keine Nachlässigkeit  erlauben.
  • alle Anziehsachen, die ich nicht unmittelbar benötige, in den Rucksack

DSC_0317

Ja, vieles musste ich lernen in diesen ersten 4 Wochen dieser Reise, viele interessante Erfahrungen durfte ich machen.

Wichtige Adresse von Natascha Vogel aus Bayern für die weiterreise ist die Mitfahrzentrale für Kanada:

Kangaride.com, dort buche ich eine Mitfahrt von Quebec nach Toronto.

Schneller & billiger als der Bus, ein junger Mann aus Frankreich fährt sicher & unterhaltsam 8 Stunden.

Um 20:ooh stehe ich dann irgendwo in Toronto an einer Tankstelle. Zum ersten mal das Gefühl von Verlorenheit in dieser 5. Mio  Stadt mit schwerem Gepäck.

 

Gaspe die Hauptstadt & der sagenhafte Park Forillon

DSC_0154

Nach der regenreichen aber dennoch angenehmen Fahrt, klart es kurz vor Gaspe auf und die Sonne empfängt mich in der hügeligen, bewaldeten Naturparklandschaft.

Es war gut die malerische  Küstenstrasse 132 weiter zu fahren, die Abkürzung wäre sicher nicht so schön gewesen.  Dann sehe ich, von einem der Hügel herunter kommend, mit einem Mal die weit ins Land hineinreichende Bucht, noch erkenne ich keine Details. Ein lange Brücke führt über das sumpfige Endstück der Bucht.  es dauert und dauert bis endlich die Stadt erreicht ist.

Ja wo ist sie denn, eine breite Kreuzung rechts einige Häuser, nah fahr Mal weiter das ist sicher erst der Beginn, denke ich. Doch hopppla, da geht es schon wieder heraus aus der Stadt. Es ist eine Stadt, die Hauptstadt der Region, doch für  meine Vorstellung mutet sie eher dörflich an.

Ein bisschen wie das Ende der Welt, so hat es Bernhard, der im letzten Jahr hier war, und mich  inspirierte dorthin zu fahren, ebenfalls empfunden.

Die Auberge la Merluche, liegt direkt an der Strasse neben anderen großen Hotels, zwei Häuser weiter das Kongresshotel, erstes Haus am Platze, gegenüber eine Zeile von kleinen Restaurants, dahinter das Meer, in der waldigen Gegend liegen die meisten Häuser dann weit verstreut.

Um 23:00h ist hier Ruhe, in der ganzen Stadt auch auf der Hauptstraße. Schlafen ist also kein Problem, das war es bisher aber an keinem Ort.

Am nächsten Morgen, gut ausgeschlafen, folge ich, bei strahlendem Sonnenschein, dem Vorschlag einer Belgierin, Charlotte, die hier arbeitet, in den Park Forillon zu fahren zum Wandern. Zu sehen ist er von Gaspe aus, liegt aber 30 Km auf der anderen Seite der Bucht.

Zunächst laufe ich die Wege bis zur Bucht, ein Abstieg zu einem Aussichtspunkt zu dem spitzen Felsen, der wie ein riesiger Schiffsbug aussieht, nehmen nur noch wenige. Dort tummeln sich einige Seehunde in den heran brausenden Atlantikwellen. Endlich zeigen sich mir auch einmal Meerestiere, sie sind so possierlich und treiben ein wildes Spiel mit eintauchen und wieder rausschauen aus den Fluten, dass es eine Freude ist. Lange verweile ich dort,  ja,  ja natürlich mit der Hoffnung auch nochmal einen Wal zu sehen, vielleicht etwas länger als nur 5 Sekunden Rückenflosse. Doch das soll wohl nicht sein

DSC_0107                                DSC_0103

Den Weg zurück nehme ich mutig durch den Wald, doch soviel Mut erfordert es grad nicht, denn dort sind um diese Nachmittagszeit viele unterwegs. Ich erfahre etwas von “Pork epik”, wie sich mit google herausfinden lässt handelt es sich dabei um ein Stachelschwein, das gesichtet worden ist.  Der Weg, den ich mit dieser netten französischen Familie gehe, führt wieder zum Waldrand mit  Sicht auf das Meer.

Und da werden plötzlich Wale gesichtet, der Junge der Familie hat sie zuerst entdeckt, nah endlich, denke ich. Doch nur 2.3 Mal für wenige Sekunden tauchen sie auf und wieder ab. Noch lange schaue ich ins wogende Meer, doch da tut sich nichts mehr.

An diesem Tag laufe ich insgesamt 17 Km, Mal in Gesellschaft, denn es sind viele auf den Wegen unterwegs bei dem unbeschreiblich schönen Sonnenschein und der Wärme,  aber auch lange Strecken alleine.

Gedankenverloren gehe ich als sich die meisten Leute auf den Heimweg begeben  haben, nochmal den unteren Weg nahe beim Meer, denn so leicht gebe ich nicht auf.

Um dann forschen Schrittes, die Sonne neigt sich langsam, den Weg zum Auto anzutreten. Doch der Weg ist rechts und links gesäumt von einem Buschwerk höher als ich sehen kann, zwischen Anfang und Ende des Weges gibt es keine Seitenwege, ich muss bis zum nächsten Ausgang.

Und ich komme um die kleine Kurve, die nicht weithin einsehbar war, da, da steht er dann                 ein ausgewachsener Schwarzbär,

DSC_0127

 

ich halte den Atem an,

 

 

 

 

 

 

 

 

das sind nur 5-6 Meter, und frisst gemächlich Gras am Rande des schmalen Wanderpfades, er dreht sich kurz zu mir,

DSC_0128

mir stockt der Atem, hab ich überhaupt geatmet dazwischen,

was tun schießt es mir durch den Kopfes, es  gibt keinen Ausweg aus diesem Weg, wegrennen Unsinn, oder !?

Es ist keine bedrohliche Situation, ich bedränge nicht, hahaha, das wäre noch schöner,  er bedrängt nicht, wir stehen da, schauen einander an, unbeschreiblich dieser Moment, dann, ohne jede Hast, wendet er sich völlig desinteressiert ab und geht langsam davon.

Fast bin ich enttäuscht, was das war es jetzt, leicht zitternd hab ich ein paar Foto’s gemacht, große Angst hatte ich keinen Moment.

DSC_0130 DSC_0131 DSC_0132 (1)

Langsam in Distanz gehe ich hinter ihm her, mehr Abstand lassend als der zu Beginn war. Was macht der da, frage ich mich, da wieder eine Kurve hinter der er verschwindet. Vorsichtig schleiche ich mich heran bis ich ihn wieder sehe, dann dreht er sich um  und nimmt Kurs auf mich zu. Er bestimmt was hier passiert, das wird mir blitzschnell klar.

Das ist dann doch zuviel, ich dreh mich um und renne so schnell ich kann zurück, zurück, zurück, sicher einen Km bis ich stehen bleibe und schaue. Weit und breit nichts mehr zu sehen.

Bald bin an der Stelle wo ich raus kann auf die Strasse, auf zum Auto, ich gehe nicht ich schwebe, diese Begegnung hat mich auf Wolke 7  katapultiert. Ein Gefühlsbad  zwischen berührt, erstaunt, begeistert, ängstlich und geadelt, das mir diese zuteil wurde.

Ich schwebe also in meinem Jetta zur Auberge, selig diese Momente nochmal und nochmal rewev passieren lassend.

Dann sehe ich Charlotte, sie schaut mich an und sagt: du hast einen Bären gesehen, nicht wahr! Da war ich schon wieder erstaunt, sie hat es mir angesehen.

Sie fragt ich erzähle, erst jetzt werde ich mir dieses Erlebnisses richtig bewusst.

Fast magisch zieht es mich am kommenden Tag dort wieder hin. Ganz früh ziehe ich los, sofort laufe ich wieder zur gleichen Stelle wo ich die Bärin am Tag vorher gesehen hatte. Dass es eine Bärin ohne Junges war, meinte Charlotte, die scheinbar ihre Erfahrungen hat. Natürlich ist dort nichts. Aber das Gefühl ist voll wieder da. Ich wandere dann auf den Berg, mit einem völlig neuen Sinn für diesen Wald und den Naturpark, dort verbirgt sich einiges. Vor jeder Kurve werde ich behutsamer, achtsamer, manchmal flöte ich, die Bären bekommen Mozarts kleine Nachtmusik zu Gehör gebracht. Etwas anderes fiel mir nicht.

Ich laufe wieder 15 km ohne nur ein einziges Wildtier zu sehen außer den wenig scheuen Eichhörnchen.

Meine Namensvettern, denn Monkos kommt aus dem ungarischen und bedeutet Eichhorn.

DSC_0090 (1)

Der Tag neigt sich, ein wenig enttäuscht steige ich ins Auto und fahre Richtung Gaspe, ganz langsam, es darf dort nie mehr als 50km gefahren werden, ist ja auch klar. Es die gleiche Zeit wie gestern als ich diese erste Bärenbegegnung hatte, 17:30h.

Na ja, sowas kann man nicht jeden Tag erwarten, denke ich und werde bescheiden.

Da  steht ein Auto an der Seite, 2 Leute schauen auf den Wiesenhang, da muss etwas zu sehen sein, ich steige aus . Sie zeigen mir ein Porc epic was fressend den Hang hinauf wackelt, sie bewegen sich merkwürdig diese Stachelschweine. Dort steht ein Schuppen, den Künstler nutzen, um herum muss es kommen, dort postiere ich mich mit den beiden Anderen. Da kommt es auch langsam heran und da einige Meter nach rechts ist noch eines, eines schwarze das andere braun. Fressend steuern sie auf einander zu.

DSC_0167   DSC_0169 (1)

Da plötzlich kommen Leute aufgeregt den Hang herauf hinter mir, sie zeigen nach recht weiter hinten, das kommt ein großer Schwarzbär langsam aus  Waldesnähe auf die Wiese.

Wir stehen alle zusammen und schauen was er weiter tut . Er frisst , bewegt sich völlig entspannt ohne jede Hektik über die Wiese auf uns zu, frisst mal hie, mal da, schaut mal auf um wieder gemächlich  sein Tagewerk zu vollbringen, denn es ist bärenart den ganzen Tag auf Futtersuche zu sein. Er scheint diese Abendmahlzeit voll zu genießen, er ignoriert diese Herumstehenden einfach. Wir sind alle erstaunt über dieses Verhalten, ich höre es an den Ohh’s und Ahh’s  der Leute um mich., e sind so 6-7, zwei Kids dabei.

DSC_0194  DSC_0202  DSC_0234

Der Bär kommt ohne Hemmungen fressend näher und näher, es ist nicht zu fassen. Aber keinerlei Drohgebärde.

Und dann der Clou, er geht im Abstand von 3 -4 Metern, völlig cool, um die Gruppe herum daran vorbei um in einem Gebüsch zu verschwinden.

DSC_0240 (1)  DSC_0236

Alle schauen mit offenem Mund hinter im her. Das ganze Schauspiel hat sicher fast10 Minuten gedauert

Es ist unglaublich, wenn ich das Zuhaus erzähle, das glaubt mir kein Mensch.

Ich steige ins Auto und setzte es langsam in Bewegung, wieder halb in Trance, zum Glück, denn da kommt er rechts aus dem Gebüsch und geht gemessenen Schrittes über die Strasse, 2 Meter vor meinem Auto. Das hätte schief gehen können.

Foto machen, das war zu knapp, ich musste bremsen.

 

…und was dann geschah ….hier eine kleine Vorschau

DSC_0259  DSC_0249

Quebec fete d’ ete bis zur Gaspesie

Quebec erinnert an .........

Quebec die Altstadt wunderschön, Frankreich lässt grüßen, das Festival mit vielen Gruppen auf mehreren Bühnen, am Freitagabend Sting und Peter Gabriel, ich höre von draußen mit, Jean, ein Quebecoir gesellt sich zu mir & erzählt davon, dass er in jedem Jahr nach Toudessac fahre um die Wale zu sehen. Das macht neugierig.

DSC_0008 (2)       DSC_0007                                                   Quebec erinnert an .........                                     DSC_0024

Quebec erinnert an ………

Mit Rosalie aus Frankreich, Corinne aus der Schweiz & Hanna aus Schottland gehe ich noch einmal durch die Stadt, zu den Bühnen und den Musikanten, die an jedem Platz der sich bietet, aufspielen.

DSC_0046   DSC_0042

Am nächsten Tag hole ich das Auto ab, etwas mühsam, das Fahren mit der Automatik, viel kleine Dinge die anders sind als bei der Schaltung, auch nach 300 km hat sich die Fahrfreude noch nicht eingestellt, die ich sonst gut kenne wenn es ans verreisen geht.

Doch es gut mit einem fahrbaren Untersatz etwas leichter und autonomer  unterwegs zu sein.

Die Landschaft wird lieblicher als sie vor Quebec war. Fjorde ragen immer wieder in das Land hinein.

Vor Toudesacc muss ein Fjord mit der Fähre überquert werden. Dann Hostelworld in Tadousacc, 70ger Jahre sind hier sehr lebendig, viele sind im Fußballrausch.

DSC_0058

Es regnet. Morgen früh Walbeobachtung, es regnet in Strömen, 3 mal lässt ganz kurz  ein schwarzer Wal  seinen Rücken sehen, das war’s.

DSC_0066

Kein Glück gehabt. Rosalie hatte mehr Glück, sie konnte schöne Foto’s machen & war tief beeindruckt.

Weiter geht die Reise, mit der Fähre nach Trois Pistoles, ( trapistel, so hört es sich an wenn Emilie es sagt) ohh um 16:00h kein Platz mehr für mein Auto, ich muss warten bis 20:00h , das wird spät, ich habe keinen Schlafplatz. Wie soll das gehen, die Fähre kommt erst um 21:30h dort an.

Die beiden B&B ‘s sind ausgebucht (Bed and Breakfast), was nun, da ist guter Rat teuer im doppelten Sinn des Wortes.

Ich klingle bei einem kleinen aber feinen Restaurant, das sehr sympatisch aussieht, ein freundliche Frau öffnet und alle dort Anwesenden haben ein offenes Ohr für mein Problem.

Schließlich bekomme ich das Angebot, bei der freundlichen Türöffnerin, die eine Mitarbeiterin er Besitzerin & Köchin ist, Zuhause zu übernachten, Preis: umsonst.

Das ist die Lösung meines Problems, ich bin überwältigt von soviel Gastfreundschaft, das ist Couchsurfing ohne die ganze Vorbereitung, über das Internet.

Die Tochter Emilie, 19 Jahre, bringt mich dorthin, der Vater & Ehemann Valer ist schon informiert, Carol die Freundliche, kommt später von ihrer Arbeit im Restaurant. Wir erzählen noch lange  auf englisch so gut es geht, Emilie übersetzt vortrefflich.

Am nächsten Morgen kann ich mich erkenntlich zeigen, das freut mich. Mein Hirsemüsli möchten alle einmal kosten und sind ehrlich begeistert. Dann noch die Rückenprobleme von Valer, rufen natürlich die Therapeutin in mir  auf.

Schön wenn es ein bisschen Besserung gebracht hat. Der feine Esszimmertisch hat es nicht übel genommen, als Massageliege missbraucht zu werden. Die Familie ist großartig, völlig unkonventionell, alles kein Problem.

Sie gestehen, dass es einmal ein Projekt werden soll Gäste aufzunehmen in ihrem Haus. Ich war also ein willkommener erster Versuch.

Das sind die lieben Menschen, die mir so freundlich geholfen haben, ( von rechts nach links)

Carol, die mich aufgegabelt hat, Valer, der  bei der Technik weiterhalf und Emilie, die Übersetzerin.

Wenn eine/r Unterkunft sucht in Trois Pistoles, hier ist die Gastfreundschaft zu Hause.

Carol Gagnon  +141885144680

DSC_0078

 

Es ist ein schöner, sonniger warmer Tag, als ich endlich um 12:00h weiter reise. Vorbei an Feldern, Bauernhöfen, eine Kulturlandschaft, wie wir sie kennen, jedoch mit immer wieder  einem Blick auf den riesigen Fluss zur linken, der wie ein Meer anmutet.

DSC_0080                 DSC_0082

Rimouski, hier riecht es nach Meer, zum ersten Mal.

Im Bic Nationalpark mache ich die erste längere Wanderung, endlich, das hat gefehlt.

Allein sein im Wald, das tut gut, 4 Stunden bergauf bergab.Es ist warm, sehr warm, immer wieder schöne Aussichten auf den Fluss , der wie ein Meer wirkt da man nicht zur anderen Seite sehen kann und auf diese Halbinsel.

Als ich unten ankomme reizt mich doch der Gedanke nochmal in eine der beiden Buchten, wo sich die Seelöwen zeigen sollen, zu gehen. Es macht müde auf das Meer zu schauen wenn sich nix oder nicht viel tut, die Augen fallen mir zu, ich döse, bin ganz alleine an diesem Strand.

Warum, dass erfahre ich am Abend von Pierre aus Lyon, er war an der anderen Bucht und konnte dort Seelöwen beobachten. Dumm gelaufen, ich habe kein Glück bei den Wassertieren.

Pierre und noch eine junger Mann aus Frankreich sind in “meinem” Zimmer einquartiert.

Ich musste das “gemischte” Zimmer nehmen, ein Einzelzimmer wollte ich mir dort nicht gönnen und in der 1. Nacht war ich alleine, juchhu; nun mit zwei Franzosen. Scheint für die beiden kein Problem, warum also für mich?

Am nächsten Tag fahren wir alle drei, jede/r mit dem eigenen Auto in die Gaspesie auf verschiedenen Wegen. Es ist ein Regentag.

Dennoch die Landschaft ist schön, die Orte alle schmuck, die Holzhäuser, die langsam an mir vorbei laufen, denn ich darf hier nie mehr als 90 kmh fahren, meist weniger,  in bunten Farben, meist in Pastelltönen, doch alles ist dabei von pink mit buchengrün, zu magenta mit orange, der Pfaffenhütchen-

Kombi und dann gar nicht so selten, seniorenbeige  mit dunkelgrün oder braun abgesetzt.

Bizarre Felsen zur Rechten, Meer zur Linken, Wasserfälle, Leuchtturm,  Flüsse aus dem Gebirge, das Chic-Choc heißt, die durch ein meist verlockendes Dorf hindurch ins Meer fließen,  es wird hügeliger und Wald mit Nadel- und Laubbäumen, die ihr frisches frühlingsgrün wohl hier über den ganzen Sommer behalten  nimmt mehr Raum ein.

Gaspe, die Hauptstadt der Gaspesie kommt näher, zwei ziemlich große Naturparks machen auf sich aufmerksam mit Tafeln am Wegesrand. Das was rundum zu sehen ist ist vielversprechend.

Noch ahne ich nicht was auf mich zukommen wird in dieser wundervollen Natur,  faszinierend ist es schon jetzt. Der Clou jedoch kommt dann.

Gaspe, das Cap der Park Forillon,  3 Tage voller Überraschungen

kommen bald

01.07.2016 Kanada-Day

DSC_0093                                        DSC_0115                                         DSC_0118

 

Wunderschönes Wetter, Sonne, sanfte 23-24 °, leichte Brise, wie am Meer, nur gut gestimmte, freundliche, zugewandte Leute.
Es kommen Motivwagen und Musikkapellen, Spielmannszüge, Blaskapellen, Trommelgruppen, Auto’s mit Fahnen, bunt verkleidete Leute, ganze Gruppen, Frauen, Männer, Kinder, tanzende, hüpfende, fröhlich winkende, fähnchenschwenkende Menschen aus aller Welt, die alle immer wieder rufen: Happy Kanada-Day.

Ach ja, auch ich bekomme ein Fähnchen, die Kanadafahne, von einem älteren Mann, in einer mir unbekannten Uniform, freundlich in die Hand gedrückt.  Montreal läßt einem keine Zeit zu fremdeln.

Stimmung erinnert ein bisschen an unser Karneval, nur hier ist so gut wie kein Alkohol im Spiel.

Ja, sonderbar geht offenbar auch ohne.
Erst Mal bin ich irritiert. Ich wollte nicht schon wieder zum Karneval. Und dann noch mitten im Sommer, ich bin doch nicht in Rio?!

Was ist das nun dieser Kanada – Day , wat sull dat?

Aber dann wird’s schnell klar.

Es sind die verschiedenen Völkergruppen, aus aller Welt, die hier Heimat gefunden haben.

Begeistert ” Mother Kanada” feinern, weil sie offenbar ihre eigene Kultur pflegen können, sich aber gleichzeitig in die anglo-französische Tradition einfügen oder sich ihr anschließen.

DSC_0116                                              DSC_0102

 

Überhaupt ist diese neue Mischung,  die sich aus den beiden europäischen Kulturen hier entwickelt hat, ein Phänomen, dem mir bekannten ähnlich und doch völlig anders.

In Europa sind sie sich nicht grün, hier sind sie vereint und mit vielen anderen Völkergruppen gemeinsam in bestem Einvernehmen.

Klar gibt es Rivalitäten, doch das ist eine andere Geschichte. Als diese beiden zusammen kamen, war das keine Liebesheirat.

Was sich auf der Parade zeigte ist bewundernswert, daran kann sich EU ein Beispiel nehmen. So vereint man unterschiedliche Kulturen unter einem demokratischen Dach. Zumindest ist es eine gute Möglichkeit für beide Seiten sich an Toleranz und Wertschätzung füreinander zu erinnern und neu aufzufrischen.

Es fühlte sich wirklich echt an diese Freude an der Zugehörigkeit zu diesem Land.

DSC_0145                                   DSC_0107                                   DSC_0162                                DSC_0105                                   DSC_0114                               DSC_0095

Danach  feiern mit Jazz, Soul und Kaffee und Kuchen,  Bierstand gab’s gar nicht, Kuchenschlange, die hier line heißt, war bestimmt 50 Meter lang, Geduld ist diesen Menschen hier etwas selbstverständliches, gepaart mit Zuvorkommendheit.

Ja, ja ich bin fasziniert, ein Form des Miteinanders, respektvoll, wie ich es bei uns oft vermisse.

 

DSC_0163           DSC_0063          DSC_0197

Ich schlendere in die City zum Jazzfestival, was gibt es dort noch? Dann ist der Akku leer, thja die Technik, fordert mich noch , aber im Herzen gitb

 

Kleiner Exkurs:

Das Hostel hab ich mal eingefügt, als ich es gemacht habe ist mir die Wochenendmetrokarte aus der Jackentasche gefallen, weg, neukaufen oder laufen.

Lande am Platz Rio Tinto, eine Kapelle, mit Pauken aber vor allem Trompeten,  spielt gerade das letzte Stück . Dann weiter dort oben ,wo so vile Leute stehen ,da gibst was interessantes, ja zwei Frauen einen trommelt auf der Djembe eine dunkelhäutige tanzt. Was sage ich tanzt , sie wirbelt Arme und Beine in wilden und doch harmonischen Rhythmen, verdreht die Wirbelsäule  bis in den Kopf als wären sie ohne Knochen.

Eine phantastische Show, ich habe kein Saft auf dem Händi , so ein Mist, kann kein Foto oder Filmchen machen.

Ich bin noch nicht richtig vertraut mit der Technik, hab’s noch nicht auf dem Schirm das korrekt zu organisieren mit dem aufladen, das rächt sich mal wieder.

Sitze da und staune, da spricht mich eine Frau an. Stellt sich vor als Liz ,kommt aus Montreal , hat viel zu erzählen, ist sehr interessiert an dem was ich vorhabe. Nach einen kleinen Weile weiß ich sie ist ebenfalls Vegetarierin, weiß wo es ein gutes

Vollwert- Restaurant gibt, es ist das VEGO was ich gesehen aber nicht gefunden hab, weil es das im 2. Stock ist.

Es beginnt leicht zu regnen, wir rennen los ab ins Vego und die Unterhaltung geht weiter bei vorzüglichem, gesundem Essen vom reichhaltigen Büfett.

Nachdem  die warmen Speisen & das Salatbuffet  probiert  sind kommen, nach längerer Pause, die zahlreichen Dessert dran.  Eines besser als das Andere. Da wird die Reisekasse gleich mächtig strapaziert, aber das muss sein.

Wir fahren gehen gemeinsam in die Richtung Hostel und ich frag wo sie denn wohnt, ja auch in die Richtung.

Dann stellt sich heraus, dass sie nicht sehr weit vom Hostel ihre Wohnung hat. Sie empfiehlt mir gleich noch ihren Bioladen und weißt den Weg dorthin.

Gibt es solche Zufälle, das ist doch quasi von oben gelenkt, oder?

Wie erkennen wir uns unter den 3-4 Millionen Menschen, die da in der Stadt sind.

Wir verabreden uns für den Montag, da hat sie Zeit und möchte mir noch was zeigen. Liz ist eine kleine, quirlige Person so Ende 50 vielleicht, darüber haben wir nicht gesprochen.

Morgen treffen wir uns, ich bin neugierig.

….und gespannt auf Eure Meinung mona & monika

 

hallo, da bin ich, mitten im Vorbereitungstress.

DSC_000230.06.2016

…gewesen vor fast einer Woche, bis zum Montag am 27.06. war mein Auto nicht verkauft

Also abmelden, gut dann hab ich eines wenn ich zurückkomme.

Um 17:00h ruft ein Prinz an und kauft um 18:30h mein fast 20 Jahre altes Auto zum gewünschten Preis. Die Reisekasse kriegt ein Sahnehäubchen, juchhu.

Die Tage vorher waren purer Stress. Alle Termine dicht an dicht, Wohnungsübergabe, Besichtigung mit den neuen Bewohnern, treffen mit FreundInnen, die Blumen oder andere Utensilien abholten, Anrufe, letzte Besuche der afghanischen Jungs. Abschiede, ein seltsames Stimmungsbild, aufregend, freudig, traurig, gemischt wie ein “Bloody Mary”.

Tablet funktioniert hinten & vorne nicht, Smartfon, ich kann nicht damit umgehen & kann nur wenig nicht üben. Alles wird zu knapp, aber der Koffer der ist gut vorbereitet.

Doch dann fanden sich zwei Engel ein, tatsächlich wie vom Himmel gefallen, mit denen sich alles wie ein Wunder löste. Die mir die Technik neu aufstellten und sich tatsächlich die Zeit für mich nahmen, mir das alles verständlich, geduldig & stressfrei nahezu bringen. Ich war zutiefst gerührt und bin es noch immer.

Dat et dat jit, würden die Kölner sagen.DSC_0033

Sonntag Abschiedsessen beim Vietnamesen, die listigen List’s bringen mir einen Kompass mit damit ich den Weg um die Kugel finde & mich nicht verirre, die trauen mir nix gutes zu?!

Ein Türkis von Rosi wird mir jede Erschöpfung vertreiben, das wird ihm zugeschrieben.

Am Dienstagmorgen dann, pünktlich wie erwartet, kommen drei Freundinnen und machen mir doch tatsächlich den Abschied schwer. Aber das war ja klar, am Bahnhof da wird mir dann richtig mulmig ums Herz, als dann noch die Mädels die Taschentücher auspacken und beim Einstieg in den Zug damit winken, da kann  ich ein Trän’chen nicht verdrücken.

Gerade ist noch Mohammad zufällig dazugekommen, er fährt zum Praktikum & wusste nicht, dass dies mein Zug ist für diese große Reise. Also hab ich noch Begleitung bis nach Meckenheim, wieder ein Abschied.

Frankfurt: Nieselregen, das hatten wir doch schon seit Wochen mit Platz- & Starkregen im Wechsel

London:  Starkregen

Montreal: noch trocken, doch als 20 Min. später der Bus drei Strassen vom Hostel an der Ecke hält, da fängt es an zu regnen, was sage ich regnen, zu schütten, alle Hüllen sind nicht schnell genug hervorgeholt

alles patschnass.

Doch der Empfang im Hostel lässt keinen Unmut aufkommen. Die Kanadier und Kanadierinnen sind von solch echter, leichter, entspannter teilnehmenden Freundlichkeit, dass die Welt gleich in Ordnung ist.

 

Kanada, kennst Du Kanada…..das ist schön….

DSC_0039DSC_0028

 

DSC_0009DSC_0014

Jetzt lerne ich mehr davon kennen. Am Abend zunächst meine Zimmergenossinnen, Maryann 69 aus Kenntuky, (wie wird das geschrieben?) Rene’ 55 aus Neuseeland und Jenny, jung, aus D-land jedoch halb Engländerin.

Dann die Stadt Montreal:

1.Tag Jetlegg, aber 5 Stunden zu Fuß die Stadt erkunden. Schön, interessant & ermüdend. Eine 3,5 Mio.Stadt ist nicht leicht zu Fuß zu erkunden, schon gar nicht wenn die Beine sauschwer werden, jetlegg ist eine scheußliche Befindlichkeit. Dann kurz bevor ich im Hostel ankomme , na was wohl?

Regen, super heftig, mit jede Menge Wasser von oben, wieder nass wie in den Brunnen gefallen. Um 18:00h falle ich ins Bett aus dem geplanten Jazzabend mit Maryann wird nix, schlafen bis zum nächsten Morgen, das hilft.

2. Tag Frisch wie dieser ” Blauhimmeltag” wache ich auf, bereit zu neuen Taten.

Es geht, bei strahlendem Sonnenschein, sanftem Wind &  um 11:00h wohltuenden 21 ° mit der Gruppe aus dem Hostel zum Mont de Montreal, der Berg, es ist mehr ein Hügel, der der Stadt ihren Namen gab.

Wir müssen viele Stufen hoch so um die 350, werden dann aber mit einem traumhaften Blick über die Stadt & den Sant Laurecestrom & dem Wald, der frisch, hellgrün, sonnendurchflutet wie bei uns im Frühling wirkt, belohnt.

Danach bleibe ich noch eine Weile alleine dort am Hügel, es ist ein unglaublicher Kontrast zur lauten,  inzwischen aufgeheizten,  fußläufigen Stadt.

Dort begebe ich mich dann irgendwann hin. Ins Getümmel eines riesigen Festes, dem Jazzfestival, das hier alljährlich stattfindet

Mitten in der Stadt sind Bühnen aufgebaut auf denen ab Mittag Jazz aus aller Welt & aus allen Genres gespielt wird.

01.07.2016

Kanadaday- Parade- Jazz & Soul

Parade

kommt bald…..   so viel neues….soooo viel zu erzählen….Hammer ey..

vielleicht zeigt sich die Seite erst wenn der 1. Bericht drin ist..?

mit kanadischen Grüßen  Mona & Monika

Impressum

Angaben gemäß § 5 TMG:

Mona Monkos
Münstereifeler Straße 30
53359 Rheinbach, Deutschland

Kontakt:

Telefon: 0049 02226 168988
E-Mail: naturheilpraxis.monkos@googlemail.com

Quelle: https://www.e-recht24.de

Haftungsausschluss (Disclaimer)

Haftung für Inhalte

Als Diensteanbieter sind wir gemäß § 7 Abs.1 TMG für eigene Inhalte auf diesen Seiten nach den allgemeinen Gesetzen verantwortlich. Nach §§ 8 bis 10 TMG sind wir als Diensteanbieter jedoch nicht verpflichtet, übermittelte oder gespeicherte fremde Informationen zu überwachen oder nach Umständen zu forschen, die auf eine rechtswidrige Tätigkeit hinweisen.

Verpflichtungen zur Entfernung oder Sperrung der Nutzung von Informationen nach den allgemeinen Gesetzen bleiben hiervon unberührt. Eine diesbezügliche Haftung ist jedoch erst ab dem Zeitpunkt der Kenntnis einer konkreten Rechtsverletzung möglich. Bei Bekanntwerden von entsprechenden Rechtsverletzungen werden wir diese Inhalte umgehend entfernen.

Haftung für Links

Unser Angebot enthält Links zu externen Webseiten Dritter, auf deren Inhalte wir keinen Einfluss haben. Deshalb können wir für diese fremden Inhalte auch keine Gewähr übernehmen. Für die Inhalte der verlinkten Seiten ist stets der jeweilige Anbieter oder Betreiber der Seiten verantwortlich. Die verlinkten Seiten wurden zum Zeitpunkt der Verlinkung auf mögliche Rechtsverstöße überprüft. Rechtswidrige Inhalte waren zum Zeitpunkt der Verlinkung nicht erkennbar.

Eine permanente inhaltliche Kontrolle der verlinkten Seiten ist jedoch ohne konkrete Anhaltspunkte einer Rechtsverletzung nicht zumutbar. Bei Bekanntwerden von Rechtsverletzungen werden wir derartige Links umgehend entfernen.

Urheberrecht

Die durch die Seitenbetreiber erstellten Inhalte und Werke auf diesen Seiten unterliegen dem deutschen Urheberrecht. Die Vervielfältigung, Bearbeitung, Verbreitung und jede Art der Verwertung außerhalb der Grenzen des Urheberrechtes bedürfen der schriftlichen Zustimmung des jeweiligen Autors bzw. Erstellers. Downloads und Kopien dieser Seite sind nur für den privaten, nicht kommerziellen Gebrauch gestattet.

Soweit die Inhalte auf dieser Seite nicht vom Betreiber erstellt wurden, werden die Urheberrechte Dritter beachtet. Insbesondere werden Inhalte Dritter als solche gekennzeichnet. Sollten Sie trotzdem auf eine Urheberrechtsverletzung aufmerksam werden, bitten wir um einen entsprechenden Hinweis. Bei Bekanntwerden von Rechtsverletzungen werden wir derartige Inhalte umgehend entfernen.

Datenschutzerklärung

Datenschutz

Die Betreiber dieser Seiten nehmen den Schutz Ihrer persönlichen Daten sehr ernst. Wir behandeln Ihre personenbezogenen Daten vertraulich und entsprechend der gesetzlichen Datenschutzvorschriften sowie dieser Datenschutzerklärung.

Die Nutzung unserer Webseite ist in der Regel ohne Angabe personenbezogener Daten möglich. Soweit auf unseren Seiten personenbezogene Daten (beispielsweise Name, Anschrift oder E-Mail-Adressen) erhoben werden, erfolgt dies, soweit möglich, stets auf freiwilliger Basis. Diese Daten werden ohne Ihre ausdrückliche Zustimmung nicht an Dritte weitergegeben.

Wir weisen darauf hin, dass die Datenübertragung im Internet (z.B. bei der Kommunikation per E-Mail) Sicherheitslücken aufweisen kann. Ein lückenloser Schutz der Daten vor dem Zugriff durch Dritte ist nicht möglich.

Datenschutzerklärung für die Nutzung von Facebook-Plugins (Like-Button)

Auf unseren Seiten sind Plugins des sozialen Netzwerks Facebook, Anbieter Facebook Inc., 1 Hacker Way, Menlo Park, California 94025, USA, integriert. Die Facebook-Plugins erkennen Sie an dem Facebook-Logo oder dem "Like-Button" ("Gefällt mir") auf unserer Seite. Eine übersicht über die Facebook-Plugins finden Sie hier: http://developers.facebook.com/docs/plugins/.

Wenn Sie unsere Seiten besuchen, wird über das Plugin eine direkte Verbindung zwischen Ihrem Browser und dem Facebook-Server hergestellt. Facebook erhält dadurch die Information, dass Sie mit Ihrer IP-Adresse unsere Seite besucht haben. Wenn Sie den Facebook "Like-Button" anklicken während Sie in Ihrem Facebook-Account eingeloggt sind, können Sie die Inhalte unserer Seiten auf Ihrem Facebook-Profil verlinken. Dadurch kann Facebook den Besuch unserer Seiten Ihrem Benutzerkonto zuordnen. Wir weisen darauf hin, dass wir als Anbieter der Seiten keine Kenntnis vom Inhalt der übermittelten Daten sowie deren Nutzung durch Facebook erhalten. Weitere Informationen hierzu finden Sie in der Datenschutzerklärung von Facebook unter http://de-de.facebook.com/policy.php.

Wenn Sie nicht wünschen, dass Facebook den Besuch unserer Seiten Ihrem Facebook-Nutzerkonto zuordnen kann, loggen Sie sich bitte aus Ihrem Facebook-Benutzerkonto aus.

Datenschutzerklärung wegen der Verwendung von Google AdSense

Unsere Internetseite verwendet Google AdSense. Dies ist ein Dienst der Google Inc., 1600 Amphitheatre Parkway, Mountain View, CA 94043, USA, mit dem Werbeanzeigen auf Internetseiten eingebunden werden können. Google AdSense verwendet sogenannte Cookies. Die Cookies sind Dateien. Durch die Speicherung der Cookies auf Ihrem Computer kann Google Ihre Benutzung unserer Internetseite analysieren. Bei Google AdSense werden zudem auch sogenannte Web Beacons verwendet. Das sind nicht sichtbare Grafiken. Damit kann Google Informationen, wie z.B. die Klicks auf unsere Internetseite oder den Verkehr auf unseren Seiten, analysieren.

Die genannten Informationen, Ihre IP-Adresse und die Auslieferung von Werbeformaten werden an die Google-Server in den USA übermittelt und von diesen gespeichert. Diese gesamten Informationen wird Google möglicherweise an Dritte weitergeben, wenn dies von Gesetzes wegen gefordert ist oder für den Fall, daß Dritte von Google beauftragt werden, diese Datenverarbeitung vorzunehmen. Keinesfalls wird Google jedoch Ihre IP-Adresse mit anderen Daten von Google verknüpfen.

Sie haben die Möglichkeit zu verhindern, dass die genannten Cookies auf Ihrem Computer gespeichert werden. Dazu müssen Sie an Ihrem Internetbrowser eine dementsprechende Einstellung vornehmen. Allerdings besteht dann die Möglichkeit, daß unsere Internetseite für Sie nur eingeschränkt nutzbar ist.

Angabe der Quelle (nur für diesen Absatz): Flegl Rechtsanwälte GmbH